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Achter Band. O bis Q.
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Peruanische od. Peruvianische Rinde Peschiera 403

und am 22. Sept. 1829 ein Definitivfriede zu Stande, nach welchem an Colom-bia Guayaquil abgetreten und eine Geldsumme bezahlt werden sollte. D. AugustinGamarra wurde am 31. Aug. 1829 als Provisor. Präsident der Rep. Peru bestä-tigt, und der Gen. La Fuente zum Dicepräsidenten ernannt.— Die Einkünfte derRep. Peru werden auf lOd Mill. Glt. geschätzt, die Nationalschuld auf 23 Mill.Gldn. Das Landheer bestand 1827 aus 5000 M. und einer Miliz. S. „Peru ",nach Skinner bearbeitet von C. Weyland :c. (Wenn. 1807 fg., 2 Thle.), undRob. Proctor's .lournks »nross tlie oorckill. ok tlio Anclcs nixl os a resicleuce iltTim» 1823 sg." (London 1825).

Peruanische oder Peruvianische Rinde, s. Chinarinde.

Peruanischer oder PeruvianischerBalsam, s. Balsam.

Perücken, von, spanischen Leine», Haarhaube. Der Gebrauch fremderHaare findet sich schon im Alterthume. So erwähnt Renophon, daß AstyagcS einePerücke getragen habe, die dick und voller Haare war. Später trugen mehre rö-mische Kaiser Perücken. Des Commodus Perücke war, wie Lampridiuü berichtet,mit wohlriechenden Farben bestrichen und mit Goldstaub gepudert. Nach dieser Zeitfindet sich vonPerücken keineSpur bis ins 16. Jahrh., wo Herzog Hohann zu Sach-sen 1518 an s. Amtmann, Arnold v. Falkenstein in Koburg, schrieb: „er solle einhübsch gemachtesHaar in Nürnberg bestellen, doch in Geheim, also daß nichtbemerktwerde, daß es uns solle, und je dermaßen, daß es grauß und geel sei, und alsozuge-richt, daß man es bequem auf ein Haupt setzen könne". Später wurde Frankreich das Vaterland der Perücken, von wo aus sie sich über die meisten Lander Europas verbreiteten. Schon Heinrich 111.(1575 — 89) ließ, da er seine Haare durch einegalante Krankheit verloren hatte, die damals gebräuchlichen Deckelhauben mitfrem-den Haaren besetzen. Unter Ludwig XIII . (1610 — 43) wurde der Gebrauch derPe-rücken allgemeiner. Selbst Personen, die ihrer nicht bedurften, trugen sie derModewegen. Ihre Gestalt veränderte sich von der hundertlockigenAllongenperücke biszureinsachenZopfperücke (s. Nicolai's Schrift: „ilber den Gebrauch der falschenHaare").Die neuere Zeit hat diesen unnatürlichen Putz abgeschafft, und wem die Perücke Be-dürfniß ist, der bemüht sich wenigstens, die Natur möglichst treu nachzuahmen.

Perugino (Pietro Vanucci, mit dem Beinamen il), der erste Stifterder römischen Malerschulen, geb. 1446 zu Citta della Pieve, erhielt zu Perugia das Bürgerrecht (daher sein Beiname) und zeichnete sich früh durch s. Werke aus.Wahrscheinlich waren Bonfigli und Pietro della FranceSca seine Lehrer. SeineGemälde (urtheilt Fiorillo) haben viel Grazie, besonders gelingen ihm weiblicheund jugendliche Vorstellungen; seine Wendungen sind edel und s. Colorit lieblich.Eine gewisse Härte und Trockenheit der Formen und Armuth in den Gewändernsind Mängel s. Zeit, wovon er sich noch nicht losmachen konnte. Seelenruhe undkindliche Einfalt ist der Charakters. Gemälde. An Erfindung ist er nicht reich. SeineFrescogemälde sind weicher und haben mehr Haltung als s. übrigen Werke, wie s.schönen Arbeiten zu Perugia, Rom, Bologna und Florenz beweisen. Unters, zahl-reichen Schülern, die ihn zum Theil treu nachahmten, ist der berühmteste Rafael.

Pervigil ien hießen die Feste, welche von den Alten gewissen Göttern,besonders der Ceres, Venus und dem Apollo zu Ehren Nachts gefeiert wurden.—Auch ein nächtliches Gastmahl.

Pescheräh, s. Feucrland.

Peschiera . Festung im lombard.- venetian.Königreiche, GouvernementMailand, Delegation Brescia. Zhre Lage am südl. User des Gardasee , da, wo derMincio ausfliest, wie auch an der Straße, die von Tirol herabkommt und sich hiernach Brescia, Mantua und Verona scheidet, machtden Ort(1400E., 800M.Be-satzung) wichtig. Deßhalb räumte ihn auch die Rep.„Denedig, der er gehörte, beimAusbruch des Kriegs mit den Franzosen 17-hd « Hstreichern ein, was Bonapartt

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