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Achter Band. O bis Q.
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482 Philipp der Kühne Philipp»

tia, und da P. sich nicht fügen wollte, that ihn Cölestin's Nachfolger, Innocenz lll„in den Bann. Der König gab daher nach, verfließ seine neue Gemahlin und erlaubtefjngelburga, als seine Gemahlin mit dem königl. Titel auf einem fern gelegenenSchlöffe zu leben. In den letzten Jahren seinerRegierung lebte er mit ihr in Ein-tracht. P. entzweite sich jetzt mit seinem frühern Bundesgenossen, dem Könige vonEngland, Johann, und fiel in die Normandie ein. Zwar wurde der Streit beige-legt, indem man zwischen P.'S Sohne, Ludwig, und Johanns Nichte, Bianca vonCastilien, eine Heirakh vorschlug; bald aber zog sich Johann durch die ErmordungArthurs von Bretagne , seines Neffe» (1202), einen solchen Haß zu, daß P. ihn alsseinen Vasallen vor die PairSkammer lud, und da jener nicht erschien, ihn aller sei-ner Lander in Frankreich für verlustig erklärte. Also gelang es ihm, bei Johannslluthätigkeit, die ganze Normandie nach einer 500jähr. Trennung mit seiner Kronewieder zu vereinigen. Auch unterwarf er Touraine, Anjou und Maine , sodaß vonallen Besitzungen in Frankreich den Engländern allein Guyenne blieb. Hieraufnahm P. an dem Kreuzzuge gegen die Albigenser Theil, um bei der Schwäche sei-ner Vasiilen fei» Ansehen auszudehnen. 1213 rüstete er sich, um England zu er-obern. Innocenz hatte nämlich bei feinen Streitigkeiten mit Johann, wegen desErzbiSthums von Eanterburp, den engl. Thron für erledigt erklärt und P. die Be-sitznahme desselben angetragen; allein Johann versöhnte sich mit dem Papste, indemer sich demselben als seinem Lehnsherrn unterwarf; der Papst schickte daher an P.den Befehl, von keinen Absichten auf ein Königreich abzustehen, das dem heil. Stuhlangehöre. P. achtere jedoch nicht darauf. Nun verband sich Johann 1214 mit demKaiser Otto >> . gegen Frankreich , und die engl. Flotte erfocht den vollständigstenSiegt sie nahm 300Schiffe, versenkte 100 und nöthigte die Franzosen , deren mehrals 1000 zu verbrennen. Dagegen siegte P. zu Lande 1214 bei Bovines in Flan-dern über das weit stärkere verbündete Heer; dennoch schloß er einen Waffenstill-stand. Als in der Zwischenzeit die Engländer selbst ihren König verließen, und einePartei den stanz. Prinzen Ludwig herbeirief, mißbilligte P. zwar dem Anscheinenach dieses Anerbieten, unterstützte jedoch seinen,Sohn insgeheim mir einem Heereund einer Flotte. Dennoch mußte die Unternehmung aufgegeben werden. Nach Ab-lauf des Waffenstillstandes singe» die Feindseligkeiten mit England auss Neue an,wurden aber durch einen übermal. Waffenstillstand beendigt. Bald darauf starb P.1228. nachdem er 13 I. regiert hatte, 59 I. alt. P. war groß als Feldherr undRegent; er vermehrte das Gebiet von Frankreich und erhob zuerst die königl. Ge-walt, weßhalb er auch den Beinamen der Eroberer erhielt. Er vervollkommnete dasMilirairshstem, begünstigte die Wissenschaften, legte nützliche Gebäude, Landstra-ßen, Befestigungen an, und verwandte die großen Summen, die er durch Sparsam-keit erübrigte, zum Nutzen des Landes. Unter ihm bildeten die 12 Pairs von Frank-reich einen besondern Stand; auch kamen die Appellationen von den Gerichten derVasallen an den Kenig auf. In seinem Betragen war er gefällig und einnehmend,nicht ohne Billigkeit und Edelmurh, aber desto »»gewissenhafter in seiner Politik.Eapesigue's ,,UUl.INilippe Auguste" (Paris 1829) ist eine aus den Quel-len geschöpfte Darstellung des moralischen und politischen Zustandes des 12. und13. Jahrhunderts.

Philipp derKühne, Philipp der Gütige, s.Burgunder.

P h i l i p p IV. und VI. von Frankreich, s. Frankreich .

Philipp, der Regent, s. Orleans.

Philipp III.. IV. und V. von Spanien, s. Spanien .

Philippi, Stadt in Maccdonien, von Philipp wegen der daselbst befind-lichen Goldbergwerke erbaut, jetzt ein Dorf, Feliba. Hier wurden 42 v. Ehr. die2 Schlachten geliefert, in welchen AnroniuS und Octavius die Republikaner unterCaffius und Brutus besiegten. Der Wahlplatz heißt jetzt la Tavalla; darüber ste-