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Philologie (Begriff der)
-er schriftlichen Werke des Alterthums wirkt als Vorbereitung zu kräftiger Abildung. Alle Seelenkräfte werden durch die Erklärung und BerichtigungWerke des Alterthums beschäftigt und wissenschaftlich und künstlerisch ongest" ^Und welche Fülle wichtiger Lehren und Erfahrungen eröffnet nicht dieses S>tud nindem es unter allen Theilen der Alterthumswissenschaft vorzugsweise die Keniß der alterthümlichen Menschheit in einer organisch entwickelten bedeutungSVNationalbildung verschafft? Diese Kenntniß ist um so wichtiger, weil nur m> «Griechenlande sich findet, was wir anderswo fast überall vergeblich suchen, W ^und Staaten, die in ihrer Natur die meisten solcher Eigenschaften besaßen, wdie Grundlage eines zu echter Menschlichkeit vollendeten Charakters ausmaw 'Völker von so allgemeiner Reizbarkeit und Empfänglichkeit, daß Nichts bo"'batlen wurde, woui sie auf dem natürlichen Weae ihrer Ausbn
unversucht gelassen wurde, wozu sie auf dem natürlichen Wege ihrer
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irgend ei>ie Anregung fanden, und die diesen Weg unabhängiger von derkung der andersgesinnten Barbaren und weit länger fortsetzten , als es ingenden Zeiten und unter veränderten Umständen möglich gewesen wäre; d>e ^den beengten und beengenden Sorgen des Staatsbürgers den Menschen sorgaßen, daß die bürgerlichen Einrichtungen selbst zum Nachtheile Vieler, ^tee sehr allgemeinen Aufopferungen, die freie Entwickelung menschlicher -b ^
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uneer ieyr augememen Lusopserungen, oie zreie Lnkwicreiung menzcyucyss -überhaupt bezweckten; die endlich mit einem außerordentlich zarten Gefühl. fgdas Edle und Anmuthige in den Künsten allmälig einen so großen Umfang rm ^
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viel Tiefe in wissenschaftlichen Untersuchungen entwickelten, daß sie unter ^Überresten neben dem lebendigen Abdrucke jener seltenen Eigenschaftersten bewundernswürdigsten Meister von idealen Speculationen aufgestellt h^„Dieses also ist der höchste Zweck humanistischer Studien. Ast sagt i» s.„Grundrisse der Philologie", nicht um der todten Gelehrsamkeit und des m ^jenischen Wissens willen, noch wegen der Sprachkenntnisse, studirt der PhilowS^,Werke der classischen Schriftsteller, sondern um eine wahre und lebendig ^ ^schauung und Kenntniß des classischen Alterthums zu erlangen, welches un-Vielem Muster bleiben wird. Der Philoloa,.soll nicht bloß Sprachmeiss' ^Antiquar sein, sondern auch Philosoph und Ästhetiker; er soll ja den ^benen Buchstaben nicht bloß in seine Bestandtheile zerlegen können, fandet „gden Geist erforschen, welcher den Buchstaben bildete, uin die höhere ^O^stabedes Buchstaben zu ergründen und die Form zu würdigen, in welcher der ^^.hass'zur Offenbarung des Geistes sich dargestellt hat. Ohne dieses höhereliehe Leben ist die Philologie entweder bloßer Formalismus oder bloßer d- "lismus; jenes als einseitiges Sprachstudium betrachtet, dieses als bloße a>> " .,s,sehe Gelehrsamkeit. Die Form, vom Inhalte oder Stoffe getrennt, istgehalt- und bedeutungsloses Wesen, der Stoff aber ohne Form ein reg'.^echaotisches Unding. So wichtig nun der Einfluß der wahren Philologie " b^riehöhere Bildung ist, insofern Sprache und Literatur des claff. Alterthums,dieses selbst, nicht bloß historisch gefaßt, sondern zugleich, um mit Creuzer Z" IMals exemplarisch angesehen wird, indem die Schriften der Alten in Form ichhalt, in Gedanken und Vertrag Muster alles Denkens und aller Rede f"Ä^log'^und eben deßwegen classisch heißen, so große Ansprüche daher auch die ssb Ach»'in dem Kreise der Hähern Erziehung und des gelehrten Unterrichts auf höm" ,chei>,len machen darf, so werden doch auch oft die Ansprüche d r Philologie übe'und die Überschätzung des Alterthums und seiner Werke zeigt unS eine» A ,il>°neu Sinn und einseitig beschränkten Geschmack. Ja dieser Pedantismu , ^ z-chter den Philologen vow Profession bis auf unsere Zeit so einheimischman den Titel eines Philologen und eines Pedanten ziemlich gleichbede .^fchbraucht hat. Ein Grund des letztem liegt freilich hauptsächlich m ^Absonderung der alten Sprachkenntniß von dem Kreise und Zwecke der Ä