Band 
Achter Band. O bis Q.
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Pizarro

ras Wagestück des ersten Versuchs. Im Nov. 1524 segelte er von Panama ineinem einzigen Schiffe mit 112 Mann ab, um mit dieser schwachen Macht ein gra-ßes Reich zu stürzen. Er steuerte südöstlich, machte aber nur langsame Fortschritte,da Mangel und Krankheiten s. kleine Schar hinrafften. Er war in der übelstenLage, als Almagro zu ihm stieß, der Panama mit 10 Mann verlassen hatte. Letz-terer kehrte sogleich nach Panama zurück, um neue Verstärkungen zu holen, undkam mit diesen 1526 zu P. Sie drangen nunmehr gegen die Küste von Quito vor, wo sie die Anzeichen eines reichern Landes und gebildetere Einwohner fanden.Zugleich überzeugten sie sich, daß ihre Streitkräfte nicht hinreichend seien, ein sovolkreiches Land anzugreifen. P. blieb daher so lange auf einer benachbarten Imsel, bis Almaqro abermals neue Mannschaften von Panama herbeiführte. Der Be-fehlshaber dieses Platzes aber sah die Unternehmung für ein tollkühnes Abenteueran und schickte P. den Befehl, mit seinen Mannschaften zurückzukehren. Alleindieser, entschlossen, in seinem Vorhaben zu beharren, suchte s. Soldaten zu gleichenGesinnungen zu entflammen, und schloß damit, daß er mit s. Degen einen Strichauf dem Boden zog und Diejkniqen, die ihn zu verlassen wünschten, aufloderte,auf die andre «eite zu treten. Zu s. Kummer sah er sich von Allen bis auf 13verlassen, mit denen er sich aufdie entferntere IntelGorgona begab, um abzuwar-ten, welchen Erfolg die Bemühungen ^ beiden Freunde haben würden. Diesehatten endlich einige Mannschaften zusammengebracht und kamen damit nach 2Monaten auf einem kleinen Fahrzeuge bei P. an. Sie schifften sich sämmtlich einund waren so glücklich, die Küste von Peru zu entdecken. Sie stiegen bei der durcheinen Palast der Inkas ausgezeichneten Stadt Tumbez aus. Hier sahen die Spa-nier genug, was sowol ihre Hoffnungen als ihre Habsucht erhöhte. Indeß mußtensie sich für setzt begnügen, friedlich mit den Einw. zu verkehren. P. fuhr fort, dieKüste zu untersuchen, und kehrte gegen das Ende 1521 mit einigen Proben vonden Erzeugnissen und Reichthümern jener Länder nach Panama zurück. Da derGouverneur sich auch jetzt nicht geneigt zeigte, ihre Eroberungspläne zu begünsti-gen , so ward beschlossen, daß P. nach Europa reisen sollte, um den Hof für ihrenPlan zu gewinnen und sich die erfoderlichen Würden und Vortheile in den zu er-obernden Ländern zusichern zu lassen. Es gelang ihm, durch glänzende Beschrei-bungen von dem Reichthum» der neu entdeckten Länder die Aufmerksamkeit Karls V.und s. Minister zu erregen. Ohne an s. beiden Theilnehmer zu denken, ließ er sichdie Würde eines Statthalters und Generalcapitaing in den zu erobernden Ländernund die Erlaubniß ertheilen, für diese zu machenden Eroberungen eine bestimmteKriegsmacht, jedoch ganz auf eigne Kosten, auszurüsten. Aber seine Mittel waren,obgleich ihn der eben nach Spanien zurückgekehrte Eortez unterstützte, kaum hin-reichend, die Hälfte der festgesetzten Mannschaft aufzustellen. Begleitet von seinen8 Brütern, kehrte er 1520 nach Panama zurück. Almagro gerieth über seine Treu-losigkeit in die äußerste Wuth; P. wußte ihn jedoch zu versöhnen, und alle 3 Theil-nehmer verbanden sich aufs Neue unter der Bedingung gleicher Vortheile. ImFebr. 1531 segelte P. mit 3 kleinen Schiffen, worauf sich 180 Mann und unterdiesen 36 Ber ttene befanden, wieder nach Peru ab. Er landete 100 Stundennördlich von Tumbez und zog an der Seeküste hinauf. Die Feindseligkeiten, welcheer bei s. Vorrücken an den Einw. auszuüben erlaubte, erbitterten dies", und baldsahen die Spanier sich dem drückendsten Mangel preisgegeben. Endlich kamensie in eine Provin z, welche so große Beute darbot, daß P. bedeutende Schätze nach -Panama und Niearagua schicken konnte, um neue Abenteurer anzuwerben. Nach-dem er die Insel Puna in dem Meerbusen vonGuayaguil in s. Gewalt gebrachthatte, erreichte er Tumbez, wo er Verstärkung erhielt. Weiter südlich legte er dieerste spanische Cokonie in Peru an, welcher er den Nam- n St.-Michael gab. Zu ftGlücke war das peruanische Reich damals durch einen Bürgerkrieg zwischen der»