Pizzicato Plagiat 585
andres Heer gegen Lima rückte. Cnsco ward von P.'s 3 Brudern, von denenEiner dabei umkam, mit einer Handvoll Spanier hartnäckig vertheidigt. Schonhatten die Peruaner die halbe Stadt ini Besitz, aksAlmagro, der aus Chile zurück-kehrte, in der Nähe erschien. Er war in der Meinung gekommen, daß Cnsco zus. Statthalterschaft g höre; daher schlug er die Peruaner zurück, überfiel CuSco selbst, machte die beiden P.'s zu Gefangenen und nahm von der Stadt Besitz.Francisco P. hatte sich indeß mit großer Anstrengung in Lima behauptet und warbereits aufs Äußerste gebracht, als eine Überschwemmung die Belagerer zum Ab-züge nöthigte. Sobald P. Verstärkung an sich gezogen hatte, schickte er Alvaradoan der Spitze von 500 Mann zur Befreiung Cuscos ab, von dem er noch glaubte,daß die Peruaner es belagerten. Almagro zog ihm entgegen, besiegte s. Truppenund nahm ihn selbst gefangen. Dieser Unfall erschütterte P.'s Festigkeit; doch borer die ganze Hinterlist s. Charakters auf, um die Fortschritte s. Nebenbuhler« zuhemmen. Zu dem Ende trat er mit ihm in Unterhandlung, während welcher seinBruder Gonzalo und Alvarado Gelegenheit fanden, zu entkommen und noch 60Mann mitzun hnien. Darauf schlug er einen Waffenstillstand vor, um ihre Strei-tigkeiten dem Ausspruche des spanischen Hofs zu unterwerfen. Der gutmüthigeAlmagro ließ sich bereden, auch P.'S andern Bruder, Fernande;, frei zu geben.Kaum aber sah P. seme Bruder in Sicherheit, als er die Maske abnahm und sie anderSpitze von 500M. gegen Cnsco schickte. Im April 1538 rückten beste Theile,jede die königl. Fahne führend, gegen einander und lieferten sich im Angesicht? derüber diese Zwisiigkeiten im Stillen erfreuten Peruaner ein blutiges Gefecht. Al-magro crlut eine vollständige Niederlage, fiel in Gefangenschaft, und ward von P.zum Tode verunbeilt und hingerichtet. Nun vertheilte P., wie ein Eroberer,Ländcreien und Reichthümer unter s. Brüder und Anhänger. Almagro's Freundedagegen, die dabei leer ausgingen, nährten den alten Haß gegen ihn, versammeltensich zu Lima um den Sohn ihres ehemaligen Anführers, und verschworen sich end-lich gegen P.'s Leben. Am 26. Juni 1511 begab sich Herrada, einer der vor-nehmsten vlficiere Almagro S, an der Spitze von 18 Mitverschworcnen zur Mit-tagszeit, wo in diesen heiße» Himmelsstrichen Alles zu schlafen pflegt, in den Palastdes Ltatthalkers. Sie kamen unbemerkt durch die Vorhöfe bis an die Treppe.P., der eben vorn Essen aufgestanden war, befand sich mit einigen Freunden in ei-nem große,, Waale. Einer derselben, der auf das Geräusch an der Treppe heraus-getreten war, wurde sogleich niedergestoßen; Andre sprangen zu den Fenstern hin-aus. P. aber, s. Halbbruder Alcaniara und 2 seiner treuesten Freunde stellten sich,den Degen in der Faust, den Verschworenen entgegen und fielen sämmtlich, P. zu-letzt, erschöpft von langer Gegenwehr. Er hatte sein 63. Jahr zurückgelegt, waraber noch in ungeschwächter Mannskrafr.
Pizzicato (Musik) bedeutet in den Notenstimmen für Boaeninstrumente,daß gewisse Töne nicht mit den. Bogen gestrichen, sondern mit den Fingern gerissenwerte» sollen; gewöhnlich folgt dann der'Ausdruck eoil' aruu, welcher anzeigt,daß man den Bogen wieder gebrauchen soll,
Plafond, s. Deckengemälde.
Plagiat, Plagium, Menschenraub, im römischen Rechte dasVerbrechen, wodurch man sich des Sklaven eines Andern, um ihn diesem zu ent-ziehen, oder eines Freien, um ihn zum Sklaven zu machen, bemächtigte. Nachdeutschem Recht ist es die rechtswidrige Handlung, vermöge w lcher man sich inden physischen Besitz eines Menschen setzt, jedoch ohne dabei Befriedigung derWollust zu beabsichtigen. Dann wird auch der gelehrte Diebstahl, indem man einesLindern G,tanken und Worte für die scinigen ausgibt, darunter verstanden, undwelcher solchen Diebstahl begeht, Plagiarius genannt. Zn dem Letztere, gehörtjedoch, daß Jemand eines Andern Gedanken oder Erfindungen für seine eignen aus-