Band 
Achter Band. O bis Q.
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587
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Planeten 587

haft gemachten Werke nachzusehen. Hier kann nur im Allgemeinen von Demjenigendie Rede sein, was unmittelbare Beobachtungen und Schlüsse über die mathemati-sche und pbvsische Natur der Planeten kennen gelehrt haben. Der nächste Planetbei der Sonne ist Mer kur, gleichwol mehr als 8 Mill. Meilen von ihr entfernt.Er durchläuft seine Bahn um die Sonne in 88 Tagen, indem er in 1 Secunde 6Meilen in derselben zui-ücklegt. Er ist der kleinste unter den 5 alten Planeten undwird von unserer Erdkugel an Größe 16 Mal übertreffen. Seine llmdrehungSieitum seine eigne Axe ist von Schröter (s. dessen „Hermoqraph. Fragen", 3. Bd.,und „Benr. zu den neuesten astron. Entd.Gött. 1800) auf 21 Stunden be-stimmt worden. Den» Merkur folgt in einem Abstände von 15 Mill. Meilen vonder Sonne die Venus, die sich in 224 Tagen um die Sonne wälzt und in jederSecunde 4 Meilen in ihrer Bahn zurücklegt. Sie dreht sich in 23 St. 21 Min.vm ihre Are, wie man aus Flecke» auf ihrer Dberfiäche erkannt hat. Auch sindBerge aus ibr beobachtet worden, der, n Höbe zum Theil über 4 deutsche Meilenbeträgt. Sie erleidet, von der Erde auS gesehen, einen ähnlichen Lichkwechscl wieder Mond , ind'in sie sich bald i» vollen! Lichte hinter der Sonne, bald ha b odersichelförmig e> leuchtet zu deren Seilen zeigt, oder uns endlich ihre Nachtseite zu-kehrt. An Gieße ist die Venus der Erde ungefähr gleich und nahen sich ihr in ihrerErdnähe bis auf 6 Mill. Meilen, kann aber auch bis auf 3b Mill. sich von ibr ent-fernen. Von einem Monde der Venus wissen wir bis jetzt nichi? Sicheres, denndie vermeintliche Entdeckung eines solchen scheint aufTäuschung zu beruhen. Mer-kur und Venus erscheinen von Zeit zu Zeit als schwarze Punkte vor der Sonne,indem sie bei der Bewegung in ihrer Bahn, ebensowie der Mond in den Sonnen-finsternissen , in die Ebene der Ekliptik einireten, während sie in Conjunctiv » oderZusammenkunft mit der Sonne sind. Eine esine Schrift zur nähern Kenntnißdieses Planeten besitzen wir ebenfalls von Schröter (s. d.). Don diesen beidender Sonne näher als die Erde stehenden, und daher sogen, untern Planeten un-terscheidet man die weiter entfernten als die obern. Der Erde nebst ihremMonde (s. d.) folgt zunächst der Mars in einem Abstände von 32 Mill. Meilenvon der Sonne. In seiner Bahn, die er überhaupt in 1 Jahr und 322 Tagendurchläuft, legt er in 1 Secunde 5 st« Meilen zurück. Seine Kugel, die unter denPolen um ihres Durchmessers abgeplattet ist, dreht sich in 24 St. 38 Min.

1 Mal um ihre Axe, deren Neigung gegen die Ebene der Bahn b! Grade beträgt.Der Mars ist beinahe 5 Mal kleiner als die Erde und enthält bei einer weit gerin-gern Dichtigkeit nur den 10. Theil an Masse. Auch werden öfters Flecken undStreifen auf deni Mars bemerkt, aus denen nion aufeine starke Atmosphäre dessel-ben schließen kann. Schröter hak diese Erscheinungen sehr sorgfältig beobachtet.(S. Bode'S „Asirsn. Iahrb.", 1802, 1806 u. 1808.) Zwischen Mars und Ju-piter fand sich nun eine den Astronomen längst schon aufgefallene Lücke, welcheerst im Anfange dieses Jahrh, durch die Entdeckung 4 neuer Planeten ausgefülltwurde. Am 1. Jan. 1801 entdeckte Piazzi zu Palermo die Ceres , die 58 M>ll.Meilen von der Sonne emsernt, in 4 Jahren und 7 Monate» ihren Umlauf voll-endet und in jeder Secunde 21 Meile zurücklegt. Sie ist wegen ihier geringenGrbße nicht mit bloßen Augen sichtbar und erscheint nur als ein Stern7. Größe. Dieser ersten Entdeckung folgte am 28. März 1802 die zweite kurchHlbers in Bremen , nämlich die der Pallas. Diese vollendet ungefähr in der-selben Entfernung von der Sonne und in der nämlichen Zeit wie die Ceres ihrenUmlauf. Sie erscheint noch kleiner als diese, von 8. bis zu 10. Größe. DieIu» o, die in 4 I. und 4 Mon. um die Sonne läuft, zeigt sich gewöhnlich alsStern von 8. Größe und wurde am 1. Sept. 1804 von Harding in Liliemhal ent-deckt. Endlich entdeckte abermals DlberS am 29. März 1^07 die Vesta, die vonder 5. bis zur 7. Größe erscheint, und der Sonne etwa^ er als Ceres , Pallas