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Achter Band. O bis Q.
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Plantagenel Plastik 589

bibliothekaram brit. Museum, und 1199, nach 11. Mdrtvn'S Tode, königs. Ober-bibliothekar und erster Llufseher des Diuseums, der Handschriften und des Münz-cobineis. Als solcher hak er den genauen und reichhaltigen Katalog der Handschrif-ten der Eotto,»attischen Bibl. versaßt, und durch die Art, wie er sein wichtiges Amtverwalteie, die allgemeinste Achtung erworben. Die königl. Gss. der Wiff. zu Lon-don ernannte ihn zu ibrem Mugl. und zu ihrem See, etair. Schätzbare Abhandlun-gen von ihm, z. B. über die romanische Sprache Graubündtens, über die Runen-oderskandinav. Sprache, stehen in den,>>>!>. tronsLckioiis". Seine Geschichteder schweizerischen Eidgenossenschaft GdillO, 2 Bde., 4.) ward 2 Mal aufgelegt.Sein letztes Werk ist eine kurze Gesch. der Wiederherstellung des schweizerischen Frei-staais. Er starb d. 3. Dec. 1821 zu London , 84 I. alt. S.P.'sLeben, von Falken-stem, in den „Zeitgenossen" 9. H., 1829. — Ein Sohn von ihm ward in dem De-port. d. auswäri. Angeleg. angestellt, vorn Lord Eastlereagh in allen Verhandlungenauf dem festen Lande gebraucht und hieraufzum Unttrstaatssecrekair ernannt.

Pla » tagenet, s. Großbritannien .

Planzeichnen, s. Situaiionszeichnnng.

Plastik oder Bildnerei, im wetteini Sinne die Kunst, aus harten oderweichen Massen Formen und Gestalten zu bilden, diele mögen nun aus Thon,Holz, Stein oderMetall verfertigt, runde oder halb erhabene Arbeit sein. Manunterscheidet 3 Gattun. en derselben: 1) Die Formkunst, oder die Kunst, Figurenaus weichen Massen (Thon, Wachs, Gyps, Weizenmehl) zu bilden, u.w,»Plastik, nach der ersten Bedeutung des griech. Worts Sie

hat auch die Bildhauerei vorbereitet, wie noch jetzt Modelle von weichen Massengebildet werden. 2) Die Bildhauerei, oder die Kunst, Bildsäulen aus härternMassen (z. B. Kalktuffe, Kalksteine, L-andsteine, Alabaster) zu bearbeiten^ n>w,„5ie,>,i.uiu,n. 3) Die Bildschmtzekunst, seuchln,.-,. welche Arbeiten in Holz undElfenbein begreift. Die Materialien, welche die Künstler der alten Zeit haupt-sächlich zu ihren Bildwerken brauchten, waren: 1) Thon. Der Sicyonier D,bu-tades erfand zuerst unter den Griechen, Bilder aus Thon zu fet tigen; man be-arbeitete ihn mit dem Griffel und den Fingern, vornehmlich den Na geln. Man hatnoch uralte ägyptische und griech Künstw rke aus Thon und gebrannter Erde; siewurden gewöhnlich gemalt. 2) Gyps. Man bediente sich des Gy,sses zu Stukka-turarb,iien, dergleichen man noch in antiken Gebäuden findet, z. B. in einigenZimmer» der Villa Hadriani zu Tivoki, in den Bädern des TikuS, in verschiedenenalten Gräbern, in den Gräbern zu Pompeji w. Die Kunst, Bildnisse in GypSabzugießen, lernten die Grieche» erst spät kennen. LysistratuS, des Lystppus Bru-der, ein Zeitgenosse AlezanderS, erfand sie. Kein Künstler neuerer.Ze t hat größereSorgfalt darauf verwendet als der für schöne Formen so feinsinnige Mengs, er ließunter seinen Augen die ausgesucht schönen Gypsabgusse verfertigen, welche inDresden eine sehenswürdige Sammlung bilden, die unter der Bildergalerie ge-schmackvollgeordnet aufgestellt ist. Eine ähnliche Sammlung von ihm, doch weni-ger zahlreich, befindet sich in Madrid . 3) Wachs. Der oben genannte LvsistratuSerfand die Kunst, Bilder aus Wachs zu gießen. Die Römer formten ihre Ima-gines aus diesem Stoffe. 4) Holz. Don den ältesten Zeiten an bis zur Periodeder schönen Kunst arbeiteten die Griechen viel in Holz. Den Siegern in den olym-pischen Spiel, n wurden Statuen aus Holz gesetzt. Manche Götterbilder wurdenaus den ihnen geweihten Holzarten gefertigt; Jupiter '? Bildmß aus Eichenholz,Apollo aus Lorber-, Pluto aus Ebenho'z w. ü) Elfenbein. Die Bearbeitung desElfenbeins zu Kunstfachen ist sehr o't. Schon zu den Zeiten des trojanischen Kriegswaren Waffen und Geräihe mit Elfenbein geziert. Zur schönsten Zeit der Kunstarbeiteten die Griechen viel in Elfenbein, sogar die berühmtesten Kolossen wurdendaraus gefertigt. Die nackten Theile des olympischen Jupiter und der Minerva