Band 
Achter Band. O bis Q.
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Plata, la (Union)

von wo sich Rivadaria nach Frankreich , und der Gen. S. Martin nach Englandflüchtete. La Dalleja verzichtete auf die Regierung und ging in ein freiwilliges Exil.Jetzt ward (Sept. 1829) Gen. Viamont zum Präsidenten der Rep. ernannt, undein Senat errichtet, der die frühere föderative Staatssorm auf festere Grundlagenherstellen sollte. Wir ist die Unikarierpartei ihrer talentvollen Häupter beraubt undzum Nachgeben gebracht. — Die Landmacht der von den meisten europ. Staatenanerkannten Republik besteht aus 30,000 Mann; die Flotte zählt 20 Segel. —Die Plata-Union grenzt gegen N. an Peru und Brasilien , gegen O. an das aklan-tifche Meer, gegen S>. an Pakagonien und gegen W. an Ckile und Peru . Die gro-ßen Flüsse Paraguay, derParanö u. Uruguay (nach ihrer Vereinigung La P la ta),der Rio Salado, Mamore, Pileomayo rc., bewässern dieses Land, dessen westl. undnördl. Theil viele Berge hat, indem große .Jetten der Anden an demselben hinuehen,und mehre Zweige weit inS Land hineingehen. Der östl. Theil enthält unabsehbareEbenen (Pampas, s.d.), Moräste, Wälder, trockene? initHolzbewachsenesSand-land, auch Salz-und Salpeterstriche, wo das Erdreich nach jedem Regen ganz weißvon Salpeter anschießt, und auch die Quellen und Bäche salzig werden. Der Bodenist in vielen Geaenden sehr fruchtbar; das Klima gemäßigt und milde. Regen falltin ungeheurer Menge und erzeugt eine feuchte Atmosphäre, sodaß z.B. in Bueiios-Ayres alles Hausgeräthe i» kurzerZeit verdirbt. Das Land ernährt eine ungeheureMenge von Rindvieh, davon man meisten« nur die Haut, den Talg und das Fettbenutzt und jährlich gegen 1 Mill. Häute ausführt. Es gibt Meiereien, derenBesitzer 50,000, ja 100,000 Stück Rindvieh auf die unermeßlichen Weiden treiben.Ebenso ausgebreitet ist die Pferde- u. Maulthierzncht. Die Pferde stammen vonden wenigen ab, welche die Spanier zuerst in das Land brachten. Diese haben sichseit 300 I. so vermehrt, daß ganze Ebenen von 200 HjM. mit heruiiürrendeii Pfer-den bedeckt sind, von denen Jeder sich so viele zueignen kann, als er will. Maulthierewerden jährlich 10—80,000 Stuck nach Peru gebracht. Ebenso beträchtlich ist dieSchafzucht. Die Hütung der Schafe und Ziegen ist den dazu erzogenen Hundenüberlassen, die die Heerden des Morgens auStreiben, sie hüten und vertheidigen unddes Abends von selbst in den Stall bringen. Doch wird die Wolle, welche der spa-nischen an Güte wenig nachgibt, bloß für den einheimischen Bedarf und für Peru verarbeitet. Diesen großen Weideplätzen und dem Überflüsse an wilden Ochsen undPferden schreibt man es zum Theil zu, daß die Spanier das Land nicht besser ange-baut haben. Außerdem gibt es Raub- und Speisewild, eine Menge seltener Vogel,Fische, Bienen, Cochenille, Getreide, Mais, Flachs, Hanf, Paraten, Maniok, Pa-raguaythee vom Kaabaume, Zucker, Obst, Südfrüchte, Wein, Rhabarber, Ipeka-kuanha, Indigo, Taback, Vanille, Baumwolle, Kopaiabäume, Arakatsch (derenWurzel ein schmackhaftes Mehl gibt), große Waldungen von Palmen und Cedern(nur vom Rio de la Plata bis zurMagellansstrake findet man, mit Ausnahme vonPfirsichbäumen, weder Baum noch Strauch). Man findet Gold, Silber (vgl. Po-tosi), Eisen, Salpeter, Marienglas, Seesalzic. Die Ureinwohner, die Indianer,haben sich nur zum kleinen Theile unterworfen und da« Christenthum angenommen,die meisten leben wild und unabhängig, ihren väterlichen Sitten und ihrer Natur-religion getreu. Von Lehrern gibt es eine Menge Völkerschaften, deren jedoch mehrekaum 100 Krieger stellen können. Die meisten wohnen jetzt in andern Gegenden,als zur Zeit der Ankunft der Spanier. Sie sprechen meistens durch die Kehle oderNase, und überaus leise, folglich sehr unverständlich; manches Wort enthält 20 undMehr Buchstaben. Kunstfieiß fehlt, bis aufBergbau und einige Wollenzeuchwebe-rei, ganz. Der Handel sowol zur See, als auch m Lande mit Peru und Chile , istbedeutend. Vgl. des Domherrn Furie« „H!«toria civil <Ie> stara^»:,;, Lueoo«-^ Xvres y I'ucnomn" (Buenos AyreS 1825); „Hintoiicsl. polilicnl -nul «talisti-

csl tecsunt okkbe Onltrck Provence« ok la pj.vi.-!", von Don Pgnacio Nunez (a.diiSpan., Lond . 4825); des Cap. Head (der 18Z4 fg.,,die Bergwerke in den Plata-