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tas Ländchen Dobrzyn,bie Festung Czenstochow), mit 1,188,000 Einw., wurde«Preußen zugetheilt. Ruff. Bayonnetle nöthigten die durch solche Behandlung em-pörten Glieder des Reichetags, die Zerstückelung ihres Vaterlandes zu genehmigen.Der Rest von Polen stand jetzt ganz unter rufst Vormundschaft. Da erhob sichKosciuszko (s. d.) an der Spitze der Eonfödeialion von Krakau im. März 1794.^)m heil. Kampfe für Vaterland u. Fieiheit wurden Warschau undWilna befreit.Der Tag von Raclawicc (4. April 1701) und der Entsatz des von dem preuß. Heerebelagerte» Warschau , d. 0. u. 6. Scpt. 1794, sind die schönsten Tage in dem Lebender poln. Nation. Aber sie kamen zu spät. Ohne Festungen, ohne Taktik, ohneBundesgenossen, ja ohne Waffen, mußte die Verzweiflung der Nation, da Russen,Preußen und Ostreichen sie umzingelten, nach dem Tage von Maoziewize (10. Oct.)lind nach dem Falle von Pra g a (s. d., am 4.Nov.) unterliegen, auch wenn die Po-len mit mehr Eintracht gehandelt und mehr aroße und edle Männer, wieKoS-ciuszk o (s. d.) war, gehabt hätten. Das Land ward im Oet. 1795 gänzlich unterRußland (20.30 UM — 1,200.000 Einw.), Preußen (997 HssM. -- 1 Milk.Einw.) und Ostreich (834 j^M. - . 1 V,ill. Einw.) vertkeilt. Der letzte Königlebte in Petersburg von einem Gnade,igehalte und starb daselbst 1798. Den Po-len blieb nichts als ein schmerzlich verwundetes Nationalgefühl, ein bitterer Haß ge-gen Russen und Deutsche , ein vergebliches Harren auf franz. Hülfe und die Theil-nahme der öffentlichen Meinung. Rußland hatte über 8500 ß^M. und 4,600,000Einw., Ostreich über 2100 ffstM. mit 5 Mill. Einw., Preußen an 2700 HjM.mit 2,550,000 Einw. von Polen erhalten.
So blieb der Zustand des zerr sscnen Landes, das nun erst durch fremdes Ge-setz innere Ordnung und Polizcianstalien empfing, bis in den Nov. 1806, wo Na-poleons Siege die ausgewanderten Polen, welche bisher in Italien für ihn gefoch-ten hauen, unter Tombiowski nach Posen und Warschau führten. DerFrieke zuTilsit (9. Juli 1807) bildete hieraus aus dem größten Theile der preußisch-polni-schen Pi ovinzen das Herzogthum Warschau, welches einen deutschen Regen-ten in dem Könige v. Sachsen , und zugleich mit dem fron;. Gesetzbuchs eine der franz.ähnliche Verfassung e,hielt, nach welcher die Leibeigenschaft aufgehoben wurde.Danzig sollte eine von Preußen und Sachsen beschützte Republik werten, blieb aberein stanz. Waffenplatz. DieDoiationen franz. Officiere verringerten das Staats-einkcmmen; noch mehr that dies das Eontinentolsvstem, welches allen Handel auf-hob, sodaß die Polen mitten in dem natürlichen Reichthum« ihres Landes dasSchicksal des Tantalus hatten. Auch die Truppenstcllung für den franz. Kriegs-dienst zerrüttete den Wohlstand des neugeschaffenen Staates, und vernichtete, watPreußen mit großer Aufopferung geschaffen hatte. Doch erhielten sich die in denDeport. Posen und Bromberg entstandenen Tuch - und Leinenmanufacturen. DieRegierung des Herzogthums that Alles, was unter so ungünstigen Umständen sichthun ließ. Der Krieg zwischen Frankreich und Östreich 1809 vermehrte zwar dieLandeenoth, entwickelte aber die Strenkraft des Volks auf eine außerordentliche Art.Die poln. Armee wetteiferte, unter franz. und Poniatowsküs Oberbefehl, an KriegS-mulk mit den besten Truppen Frankreichs. Sie drang bis Krakau vor, und der wie-!ner Friede (14. Oct. 1809) fügte zu dem Herzogth. Warschau , das bisher 1850UMl. mit 2DOO.OOO E. enthalten hatte, Westgalizicn hinzu, sodaß es nunmehrgegen 2800 p,M. groß nar, 3,780,000 Einw. zählte und ein wohlgerüstete-Heervon 60 000 M. aufstellte, das in Spanien mit großer Tapf-rkeit focht. Unter die-sen Umständen erhob sich der alte Nationalstolz wieder. Die alten Grenzendemeingeborener König und die Wiederherstellung des Namens Polen war der cinmü-thige Wunsch der Nation. Auf diesen von ihm absichtlich begünstigten Wunschbaute Napoleon seinen Angiiffoplan gegen Rußland 1812, den er den zweitenpoln. Krieg nannte. 'Er wußte es so einzuleiten) daß den 28. Juni 1812 eine poln.
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