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Achter Band. O bis Q.
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Polonaise Polyandnc

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gemacht. Namusio nimiitt die lateinische, Baldelli du' franr-üfche an. Andre glau-ben, im venetian. oder genuesischen Dialekt. Marco P. erhielt s.Freiheit und starbwahrscheinlich 1323 in Venedig , s. Vater Ieicolo war 1316 gestorben. Marco'SWerk konnte nicht ohne Einschiebsel und Gebreche» bleiben, die die sorglosen ?lbschrei-ber sich zu Schulden komiiten liehen; auch die Zeit mußte ihm den Stempel auf-drücken, der damals Lllles bezeichnete. Wunder, Klaube an Zauberei, Erzählungenvon nicht existirenden Thieren treten überall entgegen. Auf der andern Seite hatman ihm vorgeworfen, daß er Manches nicht beschrieben hat, was er nothwendighätte beobachten müssen, z. B. die große Mauer, die kleinen Füße der Frauen, dasTrinken tesTheeS. Aber die Wunder möge s. Zeitalter entschuldigen. Sein Schwei-gen vom Tkee w. ist erklärlich, wenn man daran denkt, daß man i» so langer Zeit,als er in Ehina war, Manches gleichgültig findet und darum zu bemerken vergißt,zumal wen» im Lande selbst kein Werth darauf gelegt wird. Für die Wahrheit sei-ner Erzählungen im Ganzen spricht die Schilde« ung vom Austan.de der in den Wü-sten vom Samiel Getödteten; die Schilderung des bo-- »>„>>,»>-»« in der Tatarei,den erst die neueste Zeit wiederfand; die Angabe von der Residenz des chinesischenKaisers in der Taiarei während des Sommers; die Beschreibung von der Wande-rung auf den Adamsberg in Eevlon u. s. w.; und wohl verdiente es dieser Herodotund Humboldt seiner Zeit, daß s. Werk neu aufgelegt wurde, deutsch von Beregnn1302, dann gleichzeitig in London engl. von William Marsden, und in Venedig italien. vorn jetzigen Cardinal Placido Au la (1818). Die erste gedruckte AuSg.vonden Reisen Marco P.'s soll vom I. 1196 sein. Ramusio veranstaltete einen Ab-druck derselben in s. ,,San»nluug von Reisench 1559. Der pariser Codex in franz.S prache wurde 1824 auf Veranstaltung der geogiaph. Gesellschaft gedruckt. Dieerste kritischeAusg. derReise selbst, nach dem Texte der <!<!!.-> (üu,-,u.i in der Bibl.äl^ii.->I,ee>st,i (die älteste italien. ilbers.) besorgte Graf Giov. Battista Baldelli-Boni: „Vi.-^gi <Ii »neunI',ü<>". 4Bde. mitCharten, Florenz1821, 4.(aufKostendes Vss. in nur 682 Ex.). Die beide» ersten Bände enthalten Baldelli'S „8luria<Ir!!e i «larioni viuen<lee»li <>e!!' I.»,c>^>:< e ilell' (bis 1258).

Polonaise, ein polnischerNationalkant, der jedoch in Deutschland sehrverändert worden ist; auch die Melodie, nach welcher er getanzt wird. Die Polo-naise als Tonstück für den Tanz betrachtet, ist immer eine Melodie im ^-Tskt, be-stehend aus 2 Wiederholungen von 6, 8 oder 16 Takten; später hat man ihr nochein Trio von eben so viel Theilen, ja auch 2 Trios und Coda angehängt. In derBewegung hat die Polonaise etwas Charakteristisches, was sich besonders in der Ac-centuirung des schlechten Takttheiles am Anfanges s^und am Schluss« der Sähe

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weßhakb auch die kleinern Einschnitte

in die Mitte des Takts, die größer» auf das letzte Viertel des Takts fallen. Dieechte Nationalpolonaise fängt auch nur mit dem Niederschlage an, woran sich diedeutsche Polonaise nicht bindet. Der Charakter der Polonaise ist feierlicher Ernstund ritterliche Zärtlichkeit, welche die anmuthige Klage der Sehnsucht wie dos Ent-zücken der glücklichen Liebe in sich aufnimmt. Ihre Bcweguna ist daher noch lang-samer als die der Menuet. Außerdem hat man aber auch die Polonaisenbewegung (.-> l I»?o>ncc.i), bei bloßen Instrumentalstücken von brillantem Charakter (wie in denvariirten Polonaisen, Concertpolonaisen), ja sogar bei Gesangstücken und auf derBühne (nicht bloß in den Opern, welche in Polen spielen) mannigfaltig angewendet.In dem letzten Falle werden sie als Arie oder Rondo behandelt.

Polyandrie, die Vielmännei ei, wenn ein Weib mehr als einen Mannhat, welche Sitte man bei einigen rohen Völkerschaften findet. — .Über die Be-deutung des Wortes Polyandria in der Botanik s. Pflanzen.