scheint sie schwarz ob. dunkelgrün. Ist sie frei von Hornblende, so wechselt ihreFarbenach Maßgabe der Farbe des sie constituirenden Feldspathes und ist braun, roth, gelb,grau. Sind statt der Fcldspathkrystalle kleine Feldsteinkugeln eingespi'engt, so heißtder Porphyr Variolit. Zu den wichtigsten Farbenvarietäten des Porphyr gehörren: 1)Schwarzer Porphyr, zumal der porücko vero:,iu>co, mit milchwei-ßen Feldkpathkrystallen. Ähnliche Varietäten finden sich in Sibirien und auf Cor-sica. 2)Grüner Porphyr, olivenr, Pistazien-und schwärzlichgrün mit grünlich-weißen Feldspathkrystellen; der antike angeblich aus Ägypten ; sehr schöner aus Cor-sica und den Pyrenäen . 3) Brauner und violetter Porphyr, zu welchenbesonders der porsiüo brunoantico (dunkelbraun mit grünen Feldspathkrystallen)und der schöne elfdaler Porphyr aus Schweden zu rechnen ist. 4) Rother Por-phyr mit rother und rothbrauner Grundmasse mit weißen und rosenrothen Krystal-len. Hierher gehört der poriickl» rosro aus Oberägypten , aus welchem der ObeliskSixlus's V, und viele SäuleninRom bestehen. Er findet sich auch aufCorsica. 5)Grauer P orphyr, komnrt besonders aufCorsica und zu Briancvn in Frankreich vor. — Der Porphyr wird zu architektonischen Verzierungen, zu Vasen, Dosen,Platten und andern Gegenst. verarbeitet, besonders zu Elfdalen in Schweden , ll.
PorphyriuS, s. Neuplatoniker.
Porpora (IAcoko), einer der größten Singmeister, den die ItakienerdenPatriarchen der Melodie nennen, war 168Hzu Neapel geb. Eine seiner ersten Opern,„äri. 1 , 1 -, e T«eo", ward zu Wien 1717 aufgeführt. Die Opern, welche er fürNeapel, Rom und Venedig vor und nach seinem Aufenthalt in England gesetzt hat,belaufen sich nach Burney aus mehr als 6V. Auch erschienen 1130 mehre Canlatenvon ihm. 1726 gab er zu Venedig seine Oper „8isi,oe", während Vinci auf einemandern Theater dieser Stadt „8jrcre" aufführen ließ. Anfangs hatte er Mühe, sichzu behaupten, bald aber übertraf er seinen Nebenbuhler, denn er brachte tu Vene-dig bis 1729 noch 5 Opern auf die Bühne, die mit einstimmigem Beifall aufge-nommen wurden. In dems, I. kam er nach Dresden, wo ihn der König von Polen zu seinem Capellmeisicr ernannte. P. genoß am Hofe der ausgezeichnetsten Achtung.Haffe selbst und seine Gattin konnten sich der Eifersucht nicht enthalten, da er vonP., sie von der berühmten Mingotti, welche P. gebildet hatte, verdunkelt zu werdenfürchteten. 1731 kehrte P. in sein Vaterland zurück. Er gründete hier eine Gesang-schule, aus welcher die größten Sänger d. 18. Jahrh, hervorgegangen sind, alsFarinelli, Cafarelli, Salimbeni, Uberti (den Friedrich I I. nach seinem Meister Por-porino nannte), die Gabrieli A. 1732 begab sich P. mit Farinelli nach London ,wohin er während der Zwisti keilen Händel's mit den Directoren der Oper einge-laden worden war. Seine 1- Kantaten für eine einzige Stimme hatten ihm diesenRufverschafft. Dennoch erhielt sich sein Theater nur so lange, als Händel's Wider-sacher sich regten, und 1756 siel es gänzlich. Er hatte nur 4 Opern aufführen las-sen. Während seines Aufenthalts in London gab er 6 Trios für 2 Violinen undeinen Baß heraus („8<-i zink,Mio <!i ca»ier->"), welche zeigten, daß er für die In-strumentalmusik ungleich weniger leistete als für den Gesang. Es scheint indeß, daßP. selbst fühlte, was ihm in dieser Hinsicht abging. Er studirte gründlich die Sona-tcn Corelli's und gab 1761 12 Sonaten für die Violine heraus, die zu den Wer-ken vom ersten Range gehören. Um dieselbe Zeit kam er zum zweiten Male nachDeutschland. Er unterrichtete auch in Wien im Singen, und Haydn , der damalsaus ärmlichen Umständen sich emporwand, accompagnirte dabei aus dem Clavier,und begleitete den berühmten Singmeister Z Monate lang als Diener. Wir be-sitzen von P. Meisterstücke für die Kirche, Kammer und das Theater. Sclvaggi hateine vollständige Sammlung seiner zu Rom vorhandenen Werke veranstaltet; vieleandre befinden sich in den Archiven zu Neapel . Der Charakter seiner Musik im All-gemeine» ist Ernst und Hoheit. Im Recitativ ward er von allen Tonsetzern als