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Achter Band. O bis Q.
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120 Portsmouth Portugal

war ihr Freund, Racine ihr dankbarer Schüler, der eine Geschichte von Portroyalschrieb. Es war ein Verein großer Talente, ausgebreiteter Gelehrsamkeit u.id auf-richtiger Frömmigkeit, dessen Gleichen selten aus Erden gesunden worden ist; reuigeBüßer aus allen Ständen schloffen sich an, und der Geruch der Heiligkeit der Ge-sellschaft von Porn oyal ging durch die ganze kathol. Welt. Stark durch diese Stü-tzen, verweigerten die Nonnen die Unterschrift der Bulle Alexanders VIl. gegenIansen's (s. d.) streitige Sähe, und erhielten sich selbst, da ihre Beschützer ver-trieben worden waren, durch vorübergehende Demüthigungen unter den Befehlendes Erzbischofs von Paris bis zum Anfange des 18. Jahrh., wo endlich 1109 ihreStandhastigkeit im Bekenntnisse des JansenismuS, der nun aus der Mode gekom-men war, die Aufhebung unk völlige Zerstörung ihresKlosters durch die pariser Po-lizei zur Folge hatte. Seine Ruinen sind bis in die neuesten Zeiten ein Wallfahi ts-ort andächtiger Pariser geblieben, und Grögoire hat ihm noch 1809 in s. Schrift:„I.C5 ruiues »le ?VI Ireigiü", ein Denkmal gesetzt. K.

Portsmouth, Seestadt, der größte und sicherste Kriegshaftn Englands(in Hampshire , auf der durch einen Crnal vom festen Lande getrennten InselPortsea, am britischen Canale, besteht aus 2 Städten, Portsea und Portsmouth (zusammen 5560 H. und 60,000 E.). Portsea, welches erst seit 1792 seinenNamen erhalten hat, ist gegenwärtig ungleich größer und volkreicher als Ports-mouth . Daselbst ist auch das große Schiffswerft- und das Geschützmagann, welcheAlles enthalten, was zum Bau von Kriegsschiffen, zur Ausrüstung von Flotten er-foderlich ist. In Portsmouth ist die High-Street die längste und schönste. DieFestungswerke ziehen sich besonders um den äußern Theil der Insel, auf welchemdas eigentliche Portsmouth liegt. Auf den Wällen sind angenehme Spaziergänge.Den großen und sichern Hafen, welcher die ganze britische Kriegsflotte fasten kann,umgeben 3 starke ForlS, sodaß derselbe von der Seeseite als uminnehmbar zu be-trachten ist, in Kriegszeiten wird er fast allein von Kriegsschiffen, Kapern undderen Prisen besucht. Seit Kurzem suchen die Kaufleute m Portsmouth die vvr-theilhaste Lage ihres Hafens und andre Vorzüge zum Großhandel anzuwenden,und haben daher eine Handlungsgesellschaft gestiftet. Zu bemerken isi noch diekönigl. Seeakademie (in Portsea) und das große Hospital für 3000 verwundeteund kranke Seeleute. An der westlich gegenüberliegenden Spitze des Hafens vonP. auf dem festen Lande liegt Gosport , ein großer, besonders von Seilern undHandwerkern bewohnter Ort, mit einer Eisengießerei, einem befestigten Hafenund ansehnlichen Casernen. P. gegenüber, am östl. Ende der Insel Wight ,liegt die sichere Rhede von Spithead, wo sich gewöhnlich die kciugl. Canulflolteversammelt.

Portugal , das westliche, 80 Meilen lang von S. nach N. ausgedehnte,schmale, atlantische Küstenland der pyrenäischen Halbinsel, theilte mit Spanien dasselbe Schicksal, bis es sich im Anfange des 12. Jahrh, zu einem besondern Staategestaltete. Bald nachher gab es sich als Königreich eine freie, ständische Verfassung;dann erhob es sich, seine Bestimmung für den See- und Welthandel an den Userndes Weltmeers und in den AuSinündungen des Tejo und Douro erkennend, durchden Unternehmungsgeist und Heldenmulh seiner Bewohner zu Europas erster Co-lonialmacht; allein in Üppigkeit versunken, wurde es nach dem Erlöschen des glor-reichen burgundischen KonigshauscS die Beute Philipps ll., worauf es unter demDrucke spanischer Herrschaft seine Kraft und seinen Ruhm verlor, bis die Nationdas fremde Joch abwarf und ihre Selbständigkeit unter eingeborenen Her, schernwieder errang. Aber ohne Verfassung unk im Innern durch Mißbrauche aller Artgeschwächt, mußte sich der-Lttaat, gleichsam mastlos, dem Steuerruder Großbri-tanniens anvertrauen. Seitdem ward Portugal fast in alle Kämpfe des europäischen SlaatensvsteuiS mit verflochten und in der Ausbildung seines innern Zustandes auf-gehalten, bis die Nation, von Napoleons Machtkreis umschlossen, zum Bewußt-