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Achter Band. O bis Q.
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Portugal , seit 1820

„?rel<-urr>r>- ,ililr>,r>sie.->.<i") zu seineni Stratsminister. Die Eortes selbst, unter wel-chen jedoch mehre Abgeordnete durch Einsicht und Beredtsamkeii sich auszeichneten,beharrten bei ihren überspannten Ansichten von Freiheit und Gleichheit, ohne fürBrasilien dasselbe Recht anzuerkennen, daher sich diesig Land o>„ Ende 18^2gänzlich pon Portugal losriß. Der Regent, Don Pedro, befand sich in der ge-schlichen Lage, entweder sich an die Sp'tze der Partei der Unabhängigen stellen,oder befürchtenzu milchen, daß Brasilien eine Republik werde. Er konnte, ohneeine neue R,volufton zu veranlassen, den Beschlüssen der Eorteö, die ihn zurück-riefen , nicht gehorchen. Um also Brasilien , wie es ihm fein Vater zur Pflicht ge-macht halte, dem Hause Braganza zu ei halten, gab er den Vorstellungen s. Mi-nister (der Brüder Andrade) nach und nahm den T'tel eines Kaisers von Brasilien an. Die Krönung crsolate am 1. Der. zu Rio-fjaneiro. Allein die Provinzen Rio-Grande und Bahch, wo sich portug. Truppen unter dein General Madeira befan-den, blieben der Sache des Mutterlandes treu. Desto größer war die Erbitterungder eingeborenen Biasilian r gegen Portugal , und der Kaisir Don Pedro reiztediese» Haß durch f. in den heftigsten Ausdrücken gegen die Eortes erlassenen Be-kanntmachungen noch mehr auf.

In Portugal war'' die Verfassung vollendet und am 1. Oct. 1822 von demKönige beschworen, dessen G.rraltsich jetzt nur durch die Erblichkeit von der Würdeeines Präsidenten der Verein. Staaten unt. rschied. Bald nachher schloß Io-hann VI. die Sitzung der außerord-ntl. Eortes am 4. Nov. Am 1. Dec. warddie Versammlung der ordenkl. Eortes eröffnet, we'che auf den Antrag des Königsb. fch'oß, daß die Königin E 'rloira (eine span sche Insantin), weil sie die Eonstitutionnicht beschwören wolle, sobald ihr Gesundheitszustand es erlaube, dos Königreichverlassen solle. Bis dahm lebte dsi Königin auf dem Lustfcblosse Ramakhao. Wäh-rend sich jetzt die Eortes mir der Umbildung der Gesetze, Rechtspflege und andrerZwe ge der innern Verwaltung bis Zum Sch'usse ihrer Sitzung, am 31. März1828, beschäftigten, ward Portugal von Außen her durch den Krieg Frankreichs gegen Span ien (f. d.) und von Innen durch d-n Aufstand der Truppen undBewohner der Provinzen Minbo und Traz os Montts, unter dem Grafen Ama-rante, bedroht. Indeß erhielt die Regierung von dem Mimster Eanning die Ver-sicherung, daß Großbritannien Portugal , sobald dessen Unabhängigkeit von einerandern Macht bedroht werden sollte, jede Unterstützung zu leisten sich verpflichte.Auch Frankreich erklärte, daß es an keine dlb.rzi hang Portugals denke, weshalbder Dberfel'Herr des franz. Heeres in Spanien der Herzog v. Angoulöme, jede Ver-bindung mit dem von der portug. Regierung geächteten Anführer der portug. Insur-genten, dem Grafen Amarante, welchen d-r General des Königs Juan > >., DonRego, nach mehren blutigen Gefechten, aus den nördl. Provinzen vertrieben undbis nach Spani n verfolgt hatte, ablehnte. Gleichwol glomm in Portugal noch im-mer daü Feuer des Aufstandes fort; Graf Amarante nahm sein Hauptguartier inder span. Provinz Aamora, und eine poc tag. Regentschaft trat (Mai 1823) in Val-ladolid zusammen unter dem Vorsitz des verbannten Patriarchen von Lissabon . Un-terdessen war d>r geheime Plan, die Eonstitution umzustürzen, zur Reife gediehen.Mehre Mitglieder des Adels und der Geistlichkeit, an ihrer Spitze die Königin, hat-ten daran im St ilen gearbeitet. Als man nun desBeistandes der Ofsiciere gewißwar, federte die Königin ihren Sohn, Don Miguel (geb. 1802), auf, sich an dieSpiye der Bew gung zu stellen. Er verließ den König, s. Vater, der, mit Allem un-bekannt, s. Einschluß, die beschworene Verfassung aufrecht zu erhalten, nochmalsöffentlich erklärte, am 27. Mai, und begab sich, von dem Brigadier Jose deSouzade Sampayo, dem Obersten d'Oneil und Snnao da Sylva Terroz begleitet, nachVillafranca, wo sich die Generale Pamptona, die beiden Silveira und viele L)fsi-ciere nebst einigen Regimentern, und mehre Große mit ihm vereinigten. Der In-