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rung D. Miguels Blokade der ihrer K önigin treu gebliebenen Inseln an, und engl.Schiffe schössen auf unbewaffnete Portugiesen, welche auf derInselTerceira (16.Jan. 182g) landen wollten. Hier schlug jedoch GrafVillafivrdenAngriffderMi-guelisten zurück. Auch der Gouverneur v. Goa blieb seinem Eide treu; Madeiraaber mußte sich den Miguelisten unterwerfen. Die KöniginMaria kehrte im Ort.1829 nach Rio zurück.—Noch hoffen ihre Anhänger auf Untersiützung von Brasi-lien, woD.Pedro EnglandsVorschlag, s.Bruder als König v. Portugal anzuerken-nen, zurück gewiesen hat. Diesen hat zuerst Marokko, dann Spanien (11. Ort. 1829),derPräsideut der Verein. Staaten aber nur als faktischen Besitzer anerkannt. DieUrheberin alles Unheils, die Königin Mutter, Charlotte Joachime , ist seitdem (6.Jan. 1830) gestorben ; allein D.Miguel kann, auch wenn ihn die brit.Regierungaus politischem Egoismus anerkennt, selbst dann, wenn er durch Amnesit« u. Mildeder Königin Maria Anhänger entwaffnen sollte, die Geschichte und die Nachwelt nieMit seiner ausMord und Meineid gegründeten Usurpation versöhnen. ') 20.
Portugals bisheriger Zustand. Dieser Staat ist durch seine Lage,seinen Himmelsstrich, seinen Boden und durch den Geist seiner Bewohner, sowiedurch ruhmvolle historische Erinnerungen zu einer ausgezeichneten Stelle in der Reiheder Staaten Europas berufen; allein er ward durch Miguels Tyrannei mehr als jevon dem Ziele entfernt, welchem er sich früher durch Bildung und Wohlstand genä-hert hatte. Portugal , nach Abend und Mittag vom allant. Meere Hinflössen, gegenMittag, Morgen und Mitternacht an die spanischen Provinzen Andalusien , Estre-madura, Leon u. Galizien grenzend, ist einer der Blüthen - ».Blumengärten Euro-pas , den wechselnd Citronen - u.Olivenwälter beschatten. Ohne die Colonien zähltes auf 1130 ^M. (Flußmündungen und Meerbusen umfassen davon 140M.)ZMill.Bew. Der Staat besieht aus 2 Königreichen: 1)Portugal , mit den Land-schaften Entre Minho eDouro, Traz osMontes, Estremadura, Beira u. Alentejo ;2) Algarve. In Asien besitzen die Portugiesen Goa (s> d.), Diu an der Küste vonCambajo, einen Theil der Insel Timor , und die Handelsstadt Maca o (s. d.) (zu-sammen 3120M. mit 516,000 Einw.); in Afrika die meisten europ. Niederlas-sungen, welche früher hauptsächlich zum Negerhondel benutzt wurden, die Insel St.-Thomas an der Küste von Gumea und die Küstenstriche vom Cap Nero an bis zurInsel Fernando del Po, ferner im NW. von Afrika die Inseln Madeira, Porto-Santo , die 10 Inseln des grünen Vorgebirges (wenig einträglich), die 9 azorischenInseln und die Statthalterschaften Angola und Mozambique , zusammen 28,489mit 1,061,000 Einw. Portugal ist im Ganzen gebirgig und hat nur 2 aus-gedehnte Ebenen, in Alentejo u. in Beira. Die Bergthäler sind besonders in Minho und Traz osMontes durch Fruchtbarkeit ».Reiz ausgezeichnet. Portugals Haupt-gebirge sind Arme des großen Gebirgsstocks in Spanien , das auch seine großen Flüsse,
*) S. des Marq. de Fertig d'Urban u. H. Mielle's „Ili-t. <ie porluz. Sepui» l'ori-gine cle« l.usitLnisn, jusgu's I» regencs clev. lVIi°uel" (Paris 1828, 10 Bde ) ; „Vl-riath unddieXumanier", nach den Quellen von v. Becker (Alton« 1826). Ueber die altenCvrteS: die Ädhandl. des Ant. doA»iaralinScn„HIemori»süeIiter,i. portnzuer»^,Bd. 7; 2. Pedro Nibeiro's Abhandl- im 2. Tk- dieser „älsmoris," ; o. s. Münch's,/Grundzüae einer Gesch. desRepräsenlalivsygems in Portugal " l^pz. 1827); „klistoir»«ie ^esn VI. roi cle ?orlu»>il" iParis 1827) und die „Zcitgenvffeu" (N. R., XXII), so-wie „kliitoricnl vie,v of tlie rieoliitionr os ?orlu»«>l" lkvnd- 1827) seit 1814, volleinem Augenzeugen über D. MiquelsRechr die „Allgcni. Äit.", 1829, Nr-128 , und diedem brit. Parlam. in BetrcffPvnugals vorgelegten Papiere in der „Allgem. Zeit.", I82S,aunervrd. Beil.Nr. 50 -56 ; serner „I»ju5leXccI«>ms<:ion clo 8er.Inf.O IVIißuel" ou„4nsl^ie et rekutslion juricligue cle Is cleeision <le» 5oi->li»»nt trois etsti üullozc.>ie?ort. p(ir le Oesembsrgsclor Xnlonio cis 8iles l-operkocks" (Paris 18281, UNd„Blätterfürlit.Ilnterh.", 1829, Nr. 158 — 61. Dagegen enthalten die „Notizen üb. dieForm,, das Wesen der portug. Cortcs, nach den vom ViScvnrc dcSaniarem gesammel«kenN chri bten' cBerl. i828)eine künsilicheAuslegung dcrBeschlüssc vvo!iau>ego, jl»Gunst.» der Usurpation D- Miguels.