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Portugiesische Spracht und Literatur
m«ntr>» und Odrr>; attribuicla» a l,uir <ic Oamnen», l'.I V,) weht der Geist eine-großen, tiefbewegtm Gemüths. In seinen dramatischen Versuchen war seinLandsmann, der dramatischeDichterGilVicente, den die Portugiesen ihren Plau-tus nennen (er starb 1557), sein Vorbild. Die Sammlung der dramat. Werkedes Gil Vicente, welcher den spsn., engl. und dramat. Dichtern voranging und inganz Europa berühmt war. sodaß Erasmus Portugiesisch lernte, um diesen Schö-pfer des neuern Schauspiels im Original zu lesen, erschien zu Lissabon 1562, Fol.(„Ocipilnenm cle lncl«8 l.ir obrs« cle tiil 1 icente. » gu»I 8v repariv ein ciiieolierns"). ^ Nach Gil Vicente, so roh auch seine Werke waren, bildeten sich Lopede Dega und Calderon. In Portugal selbst ward die dramat. Dichtkunst vernach-lässigt. Der herrschende Geschmack gefiel sich nur in Schüsergedichten. Franc.Rodriguez Lobo beschäftigte sich mit langweilige» Schäferromanen, in denen jedocheinige Romanzen und Canzvnen poetisches Leben athmen. Sein Heldengedicht„Nuno AlvarezPereira, Groß-Connetabel von Portugal ", ist nur gereimte Prosa,(„o 0o,itc8tabio cle pui tu^nl, pttcmci livioico", Lissabon 1610, 4. „bielo-ßar", 1665, 4. piininvers", 1619, 4. „O Pastor poregriito", 1668, 4.,u. A. m.) Doch zeigte er zuerst daß auch die portug. Prosa rein, zart und wohllau-tend Etwas künstlerisch darstellen könne. Mehr Verdienst hat Ieronymo CorteReal in s. „di-cutraxio, o lL 8 tiinc >80 8nece88 > cl:c paccliea» cle lVlüixx l <Ic 8vii8acle 8epillvecl.> e D. I-eonor cle 8». <n,.i niolbe," (Lissabon 1594, 4.). Auch dieberühmte Belagerung von Diu, welches Mascarenhas tapfer vertheidigte, hatdieser Dichter, der selbst ein wackerer Krieger war, besungen („Hueoes», cio 8«.xuriilo Oereo cle llio ?c>cmc>", Lissabon 1514, 4.). Er und Lobo haben denportug. Historikern die Bahn gezeigt, aufweichet zuerst Ioao d« Barrvs, einausgezeichneter Staatsbeamter Johanns I II. (starb 1571), den Portugal seinen Li-vius nennt, sich Ruhm erwarb. Seineoder clos leilc», gueo, p»rtn-xuecoes Li.er-»c> nc> cleseobrimeiil» e coiicpiislci clas n,srk8 e terras cio Oriente"(Lissabon 1552, Fol.; 2. Anst. Lissabon 1553; 3. Aufl. Lissab. 1563; 4. Auf!.,mit Anmerkungen und Charten von I.B. Lavanha, Madrid 1616, Fol.) ist einwichtiges Werk. Diego de Touto hat es fortgesetzt in der „l(«ia portu^uerr»",welche das Ganze in 14 Bdn., Fol. 15;2 —1616, umfaßt. Auch Fernao Lo-pes de Castanheda in seiner „klisloris clo clesonbrimento e ec>ngu>8ta cla lncti»pelc>8 portaxue^es" (Coimbra 1552— 61, 8 Bde.), Fol.); Ant. Bocarro undder berühmte portug. Held Afonso de Albuquerque in seinen, von dessen Sohneherausgeg. „Oommentnrivg"(Lissabon 1557, Fol.); DamiaodeGoes(Überse-tzer des „tlnto Major" des Cicero) in seiner „Obroniea clo lolio. ke^ I). biinins-riuel" (p. 1—IV, Lissabon 1565 — 67, Fol.), und „Obron. clo Principe O.loam" (II), Lissabon 1567, Fol.), und in seinen kleinen lat. Schriften „ve mo-rib»8 ^«lliiopum etc." (in P. Martyris „lle reb. Oeeanici8", Köln 1574, 3.Aufi.) haben die portug. Heldenzeit beschrieben. Vom Bisch. Ieronymo Osorio,der 1586 starb, wird die Geschichte desKönigsEmmanuel (Lissabon 1571), we-gen der duldsamen Gesinnungen dieses Prälaten, mit Achtung genannt. Ber-nardo deBrito schrieb hierauf seine „Hlonarcbia l.u8itsna" (1597 u. 1669, Fol,,desgleichen „Lloxios clns kein cle Portugal" (Lissabon 1663, 4.), Weil er abervon Erschaffung der Welt anfing, so war er 1617. wo er starb, noch nicht biszur eigentlichen Gründung des portug. Staats vorgerückt; doch ist sein Styl männ-lich und gediegen. Die Entdeckungsreisen der portug. Missionarien u. a. Portu-giesen gab ebenfalls ihrer Literatur reichen Stoff, z. B. des Ioh. Fernande,; Reisevom Cap. Arguin in das innere Afrika 1445; deS Alf. t e Paiva und Ivan de Co-vilham Reise, welche Johann ll. am Ende des 15. Jahrh, als Gesandte an densogen. Johannes PretiosuS. König von Abyssinien, und nach Indien schickte; dochist mancher Bericht noch Manuscript. (Über die histor. Literatur s. „LibllotL.