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Achter Band. O bis Q.
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Portugiesisch« Sprache und Literatur

quim Jose Ferreira Gordo in Madrid 1790 entdeckte portug. Cancioneiro aber,welcher Gedichte von 150 Dichtern aus dem 1b. Jahrh, enthält, ist nicht weiterbekannt geworden, als nach Dem, was darüber in den „Hlemoris« ü« witterst,portug." steht. Der erste berühmte portug. Dichter war Bernardim Ribeyro un-ter dem großen Emanuel(1495 —1521). Er begründete den Dichterglauben derPortugiesen an ein Ideal des Hirtenlebens, so gelehrt und angesehen er übrigensam Hofe Emanuels war. Sein Roman ist oben angeführt worden. Diese Rich-tung des Geschmacks hat die vielen bukolischen Dichter in Portugal hervorgebracht,die süß, zart, anmuthig und schmachtend, aber auch nicht selten eintönig und fro-stig sind. Der Admiral und Gouverneur von Madeira, Christovao Falcao, Ri-beyro's Zeitgenosse, hat in demselben romantischen Mysticismus den Schmerz un-glücklicher Liebe in einer Ekloge von mehr als 900 Versen ausgehaucht. Merk-würdig ist es, daß mehre ausgezeichnete portug. Dichter zugleich in castilischerSprache dichteten, wenn sie große Gegenstände besingen wollten; z. B. Franc, deSä de Miranda („< >t>r»8", Lissabon 1784, 2Bde., früher 1560, 1569 und1614), Welcher 1558 starb. Seine beiden Lustspiele „O, b^tanxeiror und „O,Villalpaixl i»«" befinden sich im 2.Thle.derAuSg.von 1784; doch zeichnete er sichmehr in der lyrischen unddidaktischen Gattungaus. Noch glücklicher als Sä ahmteAnt. Ferreira, den die Portugiesen ihren Horaz nennen, in der Epistel die Altennach. Erstarb 1569. Seine „l'oem.ir erschienen Lissabon 1598, 4.,

und die neueste AuSg. Lissabon 1771, 2 Thle. Sein Trauerspiel „tänrtro"(Ines de Castro ) im 2. Th. der AuSg. von 1771, ist nach griech. Mustern ge-bildet, und Sismondi zieht es den damals vorhandenen ital. Trauerspielen vor.Sä und Ferreira werden als die ersten Classiker in der portug. Sprache angesehen.Ihnen folgte Pedro de Andrade Caminha („poesia;", n. A. Lissabon 1791) undDiego BernardesPimenta („lti»>i,s vari»5 av bom lerur etc.", Lissabon 1594;„o lüiii.i, e»> oepiiil «e cniilcm r>8 8U!>! LeIoF .18 e Larl»i", Lissabon 1596,und „k'Inies Ü,1 l^in,,:,", Lissabon 1596), welcher 1596 starb. Sismondi ver-gleicht ihn mit Marini. Der berühmteste aller portug. Dichter, der die erste Epo-pöe in der neuern Literatur dichtete, istLuisdeCamoeng(s. d.). Die beste AuSg.s. Gedichte besorgte Thom. Ios. beAguino undFern. Lobe Surrupita. („Odra ,cle I,. lle Lsinvonr, ?i i»cipo clo5 ?oe>,->8 <Ie Uerpanlia". 8ex. Lclio.4,i»b. binOlüo. llk8.'kb. b'erreira, 1782 tt. 1783.) Sie enthält einen Oircurso prclimi-unr, das Leben des Dichters, einen Index, verschiedene Lesarten und Stanzen in 4Bdn., 12. Bon s. erschien eine niedliche Ausg. in 16. zu Coimbra in

derUniversitätSbuchdruckere», 1800, 2Bde., mit2Kupf., dem Leben deöDichters,Index, Lesarten ic. Die erste ?luSg. „O.-, 1.»-i->ll!>8" erschien Lissabon 1572, 4.;seine „Kiin.-I!. v->ria.<" mit einem weitläufigen Commentare von Manoel de Faria eSousa (Lissabon 1686 in 1 Bd., Fol., der 3. und 4. Th. 1688), und der Com-mentar der „Lustade" (Madrid 1639, 4 Bde., Fol.). Ein andrer Commentarist der vonDonManoel deFariaSeverin in den „Obras cke (Lissabon

1720). Ein dritter, von Manoel Correa, erschien zu Lissabon 1613, 4., und„Oirras <1o xr-inile l„ cke <äan,oc»8" (Lissabon 1720, Fol.). Ein vierter vonIgnacio Garcez Ferreira, „l,»8i.i»Ia illuslrai» onm varina not»;" (Bd. 1, Nea-pel 1731,4.; Bd. 2, Rom 1732, 4.). Der Held der Epopöe desCamoens istdas Vaterland. Der Sänger athmet eine Glut der zärtlichsten Vaterlandsliebe,edeln Stolz und ein schwärmerische? Gefühl des süßesten Liebesrausches in dem fri-schesten Leben einer blühenden Einbildungskraft. Sein Werk ist das schönsteund erhabenste Denkmal der Größe Portugals , anziehend für Jeden, dessen Herzfür Ruhm und Vaterland schlägt. Auch in mehren seiner Sonette und in denübrigen Werken des Dichters (llb^imar, (änuosos, 7 . II. klclog!>8. I. III. täo-ineclias: „tät kei Leleuco", „O» ^mpliitrioer" und „kilockemo" nebst trag-