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Achter Band. O bis Q.
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Posiwcftn. deutsches 7L5

fürstl. tarische Postvcrwaltung auf StaalSverträge ohne Lehensverbanb gebaut,welchen ebenfalls die bundcsversassnngsmäßigen Bestimmungen zum Grunde lie-gen. Die gerammte toxische Postverwaliung sieht unter der thurn- und toxi-schen Generolpostdirection zu Frankfurt a. M. Preußische Posten hoben die an-haliischen Lande und Viecklenburg-.Strelitz ; auch besteht die preußische Post in demnördl. Theile des Fürstemhums Schwarzburg-SonderShavf.n. Gor keine Postensind in dem Fürstenlhum Liechtenstein . Die fürstlich thurn- und toxischen Postenhaben daher zu ihren, Wirkungskreis einen Bezirk von 1180 mit 3,'53,150Bevölkerung. Die stärkste LondeSpost Hai ein Areal von 3115sjM. mit 9,182,070Bevolkeriing, und die geiingsie ntit 72 und 210,000 Einw. Zusomiiienbestehen besondere Landesposten in einem Umfang v. 10,516 s^M. mit 26,076,830Bevölkerung. — Vgl. Heidemann's „Handbuch der Postgeogrophie von Deutsch-land". Der 1. Th. (Sondershausen 1822) enthält diejenigen Länder, in welchentoxische Posten sieh befinden. ,

Soll eine Poüanstalt ganz ihrem Zweck und der Federung des Publicumsentsprechen, so muß sie wohls.il, sicher, schnell und pünktlich sein. Die ersieEigenschaft wird bei einem einfachen Postmechanismns, besonders in Hinsichtder Combimrung der Postmflucnzroulen, erzielt durch eine in ihren Grundla-gen auf das Minimum der Distanz, des Gewichts und des Transportlohns, mitRücksicht aus die wahrscheinlich jährl. Briesmasse berechnete Posttaxe. Diesesollte auch bei allen Poststaatsanstalten für eigne Rechnung auf den Grundsatz derPrivatunternehmer gebaut sein, daß da« Publieum mehr schreibt und bestellt, auchwenigere Auswege sucht, je billiger die Postansätze sink. Daher hatte der Tarifder toxischen Reichspost Jahrh, lang den Vorzug der Wohlfeilheit. Daß sie ihnauch jetzt noch behauptet, ist bloß ihrer Ökonomie, dem Umstände, daß sie Allesmit einer einzigen Generaldirection bestreuet, und besonders dem bei ihr durch dieErfahrung von Jahrh, angenommenen Gnmdsatze zu danken, daß die Größe desreinen Postertrags nicht von der Größe der Posttaxe abhänge. Wenn sie, mitEinwilligung der Landessouverame, jetzt theurer al« ehema'S ist, so war dies nureine Folge der aus mehren Gründe» allgemein erhöhetcn Posttaxen, des an die vie-le» Staaten zu bezahlenden Kanons, sowie vorzüglich der Vervielfältigung derPostanstalten, die manchmal auf Staatsrcchuung mehr aufzehren, als nach derkameralistische» Diätetik gedeihlich ist. So kostete z. B. zur Zeit der Reichspost,okwol ihr Taxsvstem weniger svstematisch als jetzt ausgebildet, aber auch wenigergewaltsam durchgreifend war, ein einfacher Brief von Hamburg nach Nürnberg (70 Meilen) 12 Kreuzer. Jetzt kostet er beinahe das Dreifache, und doch gehörtdie bairische Pon vcrhäl'nißmäßig unter die wohlse.lüen Territorialposten. Zwarist in jüngerer Zeit Vieles zur Erbichterung des Publicums gesch hen. Man hatdie Taxen nach der direclen Entfernung und dem Gewichte (nicht wie vormals nachVermeintlichen Einschlüssen) regulirt. Man Hai Gleichheit d rselben zwisthen einemund demselben Orte herzustellen gesucht, den Francaturzwang und die Bries- oderBestellkreuzer aufgehoben, sowie die Briefporkosreiheit beschränkt. — Sicherheit,die zweite Haupieigenschaft guter Postanstalten, beruht in d r richtigen Bestellungder Briefe und Pakete, sowie der Heiligkeit ihrer Siegel. Uni deren Versenderndie Mittel zu ihrer Entdeckung zu erleichtern oder diese für wirklichen Verlust zuentschädigen, dient die Briefcharnrimg und das, obwol jetzt durch Beschränkungauf die einzelnen Postareale unwirksamer gewordene, Recommandiren derselben.Erstere ist eine schon vor dem dreißigjähr. Kriege hier und da üblich gewesene na-mentliche Eintragung aller Briefe, sowol in die Eharr.ni als in die Manuale. Sieist vollstäiidig nur bei den p''euß. und sächf. Posten eingeführt. Aus allen übrigenPostanstalten werden, der Zeiiversaummß und der dadurch sich erhöhenden Kostenwegen, die Briefe lediglich nach ihrer Stückzahl in dieChartcn und Manuale ein-