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Achter Band. O bis Q.
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782 Potofl Potsdam

Potos i, Haupts?, der Intendanlschaft gl. N. in dem span. Dicekbnigr.de la Plata in Wildamerika, gegenwärtig die Haupts?, des Deport, gl. !)?. in derRepublik Bolivia. Sie liegt m Südperu, 19° 41 S. Dr., auf der Südseite desGebirges Potosi , ward 1541, 4360 Fuß hoch über der Mecresfläche, gegründet,hat 2 Stunden im Umkreise und gegen 30,000 E., Spanier, Creolen, Mulattenund Indianer, ist gut gebaut, mit breiten, geraden Straßen, prächtigen Kirchen undKlöstern. Die Umgegend ist so unfruchtbar, daß weder Getreide, noch Gemüse,noch Obst, noch Gras wächst. Silber und Gold sind die einzigen Erzeugnisse, fürwelche alle Lebensbedürfnisse im Überfluß au« den benachbarten Provinzen herbei--geschafft werden. Die Menge der Indianer und Fremden, welche der Bergbauhierhe,zieht, ist sehr groß, sowie der Reichthum der Privatpersonen und die Schätzeder Kirche» unermeßlich. Es herrscht daher hier viel Üppigkeit und Lupus . Dieberühmten Gold; und Silberminen Pokosis befinden sich in einem Bezirke, der 6Meilen im Umkreise hat, und lieferten seit 1544 — 1820 die ungeheure Summevon 1500 Mül. Thlrn. Dessenungeachtet sind diese Bergwerke bis jektt nicht er-schöpft. Gemünzt wurden hier über 1300 Mill. Piaster. Noch bis ,n die letzteHalste des vor. Jahrh, gaben sie jährlich eine Ausbeute von 2000 Mark Gold und600,000 Mark Silber .

Potpourri (franz.), gleichbedeutend mit Olla potrida (s. d.); auchnennt man «in Geschirr ocer einen Topf mit verschiedenen wohlriechenden Blumenund Kräutern, entlieh jedes Gemengsel, das unter-, und ineinantergeworsen ist,Potpourri, z. B. ein musikalisches Potpourri, d. i. ein aus mehren (großtemheilsbekannten) Themen zusammengesetztes Tonstück, wobei die geschickte Verknüpfungund anmuihige Ausführung das Hauplverdienst ist. Gewöhnlich sind die musika-lischen Potpourris Instrumentalstücke, in welchen ein Soloinsirunnnt die Themenauszuführen hak. (S. Quodlibet.)

P o l s d a m, Haupist. eines Regierungsbezirks der Provinz Brandenburg ,4 kleine Meilen von Berlin, liegt an dem Einflüsse der Nuthe in die Havel , aufeiner Insel von 4 Meilen Umfang (dem potedamischen Werder) welche von derHavel , einige» Seen und einem Banale gebildet wird. Sie besteht aus der Alt-und Neustadt, zu der auch der Kiez, die Zriedrichestatt und tos holländische Re-vier gehören, nebst 4 außerhalb der Mauer liegenden unbeträchtlichen Vorstädten.Sie hat 5 Kuchen, eine Synagoge, 1660 H. und 25,000 E., darunter 5100Militau Personen. Die Könige Friedrich Wilhelm I. und 11. und besondere Fried-rich II. Hecken auf den 'Anbau dieser Stadt große Sumimn verwendet. Sie ist die2. Resitinz und, nächst Berlin , die schönste Stadt der preuß. Monarchie, abermenschenleer und nahrungslos. Die prächtigsten Straßen sind die breite Ltraße,die Waisen-, Linden-, ss fing-, Brandenburger -und Burostraße; die vorzüglichstenPlätze: tei Wilhelmsplatz, mit Pappeln, Linden u. a. Bäumen bepflanzt, in ver-schiedene Gänge eingeiheüt und inu einer Hecke eingefaßt; die Plantage oni Bas-sin, gleichfalls mit Linden bepflanzt und mitten ini Bassin mit einem Gebäude nachHolland. An aus einer mu Wertstücken eingefaßten Insel, wo Friedrich Wilhelm 1.seine Tabacksg-st llschaften hielt; die Garr.isonsplaniage, ein gleichfalls mit Bäu-men besetzter Platz, und der alte Markt, am Schlosse, m t schönen Gebäuden um-geben. In der Mitte steht ein DbUisk von weißem und i rtheni Marmor, 15 Fußhoch; an den 4 Seilen sind die Brustbilder Kurfürst Friedrich Wilhelme, der Kö-nige Friedriche l.,'Friedrich Wilhelms I. und Friedrichs ll. Unter den öisintl.Gebäuden ist das kcnigl. Schloß in der Alistadr bemerkcnswerlh, welches KiitsiirstFi iedi ich Wilhelm zu bauen anfing und Friedrich U. vollendete. Es ist ein läng-liches Viereck von 3 Geschossen. Das Hauptportal ist auf dem alten Markte, unddie Haiiptfmate auf der Garten- und Havelseite. Man bewundert die Säulen-reihen auf der Seite gegen die lange Havelbrucke und zwischen der Mitte des Flü-