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Preußen, ssatischch
abzuschließen. Ein streng geordneter Haushalt und eine gute Eivilverwaltung über-haupt sind bei der militairischen Stellung despreuß.SiaatS nothwendig. Miesolldas Heer die Stütze desselben bleiben, ohne die Last desselben zu werden? das ist dieFrage. Bis1806 war das preuß. Heer eine aus der Nation völlig ausgeschiedene,allein stehende Anstalt, worin oben der Feudaladel, unten der Fendalknecht stand, inihrem (befolge: Stock, Spießruthe rc. Friedrich Wilhelm I. und Leopold vonDessauhakten dieses Heer ihrem Zeitalter angemessen gebildet. Friedrich heme ebenfalls dengleist der militair. Kastenehre und den durch die Kriege 1742 und 1756 festgezn'm-deten Vorzug der Uniform in der öffentl. Meinung, indem er das Heer zur erstenStaatoanstalt erhob. Dieser Geist ging in und nach der Schlacht bei Jena unter;aber die Nationalspannkraft des Muthes und der Ehre erhielt sich auch in den Trum.mern des Heeres. Scharnhorst, Gneisena» „. A. bildeten es mit außerordentl. Thä-tigkeit zu einem musterhaften Ganzen 1813. Friedrich Wilhelm selbst, der sein ta-pferes Heer nicht verließ, der mit allen Prinzen s. Hauses an dessen S pitze focht, derbei Kulm deni Schicksale des Krieges die entscheidende Wendung gab, dieser mit sei-nem Volke übereinstimmend denkende Monarch erhob den weisst des Heeres durch s.Beispiel und durch die religiöse sittliche Stiftung des Ordens des eisernen Kreuzes(10. März 1813) zu einervorher nie so gefüblieN moralischen Tüchtigkeit, welche,von dem feurigen Blücher mit rascher Entschlossenheit und mit einem richtigen Blickeauf deni Lchlachkfeldc geleitet, den Femd besiegte und Deutschland rettete. Dochvorher mußte der König 1807 ein milit. Ehrenreinigungstribunal errichtn, durchwelches ziemlich viel Ofßciere, vom Gencralstabe bis zuni Fähnrich, zu lebensläng-licher Festungsstrafe bis zur Entlassung ohneAbschied, durch alle Stufen peinltcherStrasen, vcru,checkt wurden. Seitdem machte man keinen Unterschied zwischen ade-ligen und bürgerlichen Ofstcieren. Überhaupt liegt die Borzüglichkeit des preuß.Na-tionalheereS wesentlich tn dem, was Fürst Blücher in (.Anrede an deuFürstenHar,denberg b. i einem festlichen Mahle so richtig sagte: „Alan weiß bei uns nicht mehr,wo der Loldakenstand ansängt und der des Bürgers aufbort". So lange der preuß.Soldat dies nicht vergißt, wird sein Stolz sich nimmer über den Bürger ungebühr-licherheben, wieesvor 1806geschah. Jetzt soll jederBurgcrSoldat undjederSol-kat Bürger sein. Preußen isteinePstanzschuIe guter Soldaten. Leine Zerstuck-lungzwingt es, eine größere militair. Macht zu halten, als es nach feinem Umfang bedurfte.Denn es muß nach 5 Seiten hin die Stirn bieten. Die preuß. Armee beträgt ohneLandwehr 165,000 M. Die beiden Aufgebote der Landwehr machen 860,000 M.Von dieser ist das 2. Aufgebot (180,000 M.) >m Kriege nur zur Vertheidigung dereinzelnen Provinzen bestimmt. Im Frieden besteht die Landwehr, außer der zahrl,Ü bungszeik, nur in Stämmen. Mit dem stehenden Heere ist eine Reserve verbünde,',zu deren Ergänzung (sir 1822) Recruten ausgehoben werden, die man Kriegsreser-pichn nennt. Von 1829 — 31 stnd für das Kriegsministerium 22,105,000 Thlr.jährb best mmt. ?lllc Vorschriften über die preuß. Militär, ökonomie enthält dasWerkder StaarsrathsRibbentrop (Berl.,8Bde., s ii 18:6). Die vorige Härte und Längedes Kriegsdienstes findet seit den, (Besetze vom 8. Sept. 181 i nicht mehr statt. Jetztist die Verpflichtung zum Kriegsdienste für d'ie Friedens;eit, vom erreichten 20. I. an,auf3 I. bestimmt; die Leibesstiäsen stnd abgeschafft; der Soldat wird gut gekleidet,oenäbrt und behandelt. Ein langer Friede möge vollenden, was Muth und S tand-hastigkeit begonnen haben ! Diesen Frieden scheint Prerßens aeg'nwärliqe politischeLkellung zu versprechen. SeinBesitzstandruhlauftericterl'chen Gewährleistung vonEuropa . Es ist mit Östreich ß-it 1813 eng verbunden. Seine seit 1764 nur seltenunterbrochene Verbindung mitRußland, der es, nächst der eignen Ei Hebung, seineWiederherstellung verdankt, ist nicht allein persönlich, sondern auch durch die Besä! »z-fenheit der östlichen Grenzen nothwendig. Es mußie daher in mancher Hinsicht demalten Bundesgenossen rn wichtigen Punkten nachgeben. Frankreichs Allianz kann es