Band 
Achter Band. O bis Q.
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918
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SIS

Psalm

dersachssschen, da- Vorscklaas-P weggelassen und Stalin für Psalm gesagt. Vor-zugsweise nennt man stValm die keil gen Lieder un^ Neligionsaesänae, die sich imA. T. in e'ner ganzen Sammlung finde». Es ist dies ein Kreis echter Religions-und Nakionnallieder d-s Volk? Gottes, fast alle aus den Zeilen Davids und der spä-tern, und vielleicht nur einer (der 90., der Psalm Mosts) aus früherer Zeit. (S.Hebräische Literatur.) David, der den Tempelg-sang vollendete, ordnetenicht nur au» den Leviten eine bedeutende Anzahl von Sängern und Smgineistern«m, sondern dieht-te auch selbst zum gottesUeiistlichen Gebrauche heilige Lieder, diedas Vorbild und Mujur für viele Andre wurden. Mehre Psalmm, die s. Namentrag'», sind wol nicht von ihm, sond rn nur r' ch ?(rt der feinigen gedichtet und nurIn di> ser Hinsicht mit s. Namen bezeichnet. Wsiewol aber insbesondere 71 durch dieÜberschrift.» ikm b-igtlegt w r^en, so können doch auch d ese nicht alle von ihm sein,da einige s>br b, stimmt auf spätere Zeiten hinweisen. Dageg n sch inen andre, dies. Namen nicht führen, und deren Üb-rschnften vielleicht verloren gingen, nach In-halt und Darstellungsweise ihn zum V rf. zu haben. Aus Davids Zeiten find auchdie meisten Pselwen. die dem Assaph, Heman unk Ethan oder Iedmbun beigelegtwerden. ZwelfPsalme» führen ?(ssaph's Namen von denen jedoch mehre aufemenspätern Ursprung hinweisen. Affarh selbst, ein Sohn des Berachias (Berechjo),war ein Levit und (nach I. Chron. 17. 5) der erste unter den von David zum heili-gen Dienste veiordneten Sana- und Musikmeistern. Der Name Heman'S ist nureinem, dem 88. Psalm, vorg setzt. Heman, müdem Beinamen der Esrachir, scheintder Levit zu sein, der unter den Sangmeistern Davioo genannt wird. Zu diesen ge-hört auch Ethan oder Ieduihun, auch em Esrachit, dem d-r 89. Plabn z igeschrie-b>n wird. Andre Psalmen sang wol ^7alomo(^er, nach l. B. der Kön. 1, 32, übertaus-nd Lieder dichtete), dessen Namen aber in unseier Sammlung nur 2, der 72.und 127., führen, von denen überdies der erstere mehr mss Salomo , als von ihm,gedichtet scheint. Dagegen aber mögen einige andre unbekannte von ihm selbst se in.Mehre sind rvmiostens aus s. Zeit, b'ziehen sich aufVerkältnisse unter s. Regierung,auf die Tempelweihe ic. Die Meinung, daß einige Psalmen aus der Zeu Samuelsund von ihm selbst sie», gründet sich zwar aufkein historisches Zeugniß, hat abernichts D-'d.ulendeS gegen sich. D>e meisten von ungenannten Vers. scheinen auSspäterer Zeit, wenige a»S der Reqierimgszstt der nächsten Könige nach Sa'omo,mehre aus der Trauerzeü der babylonischen Gefangenstkgfl und der Rückkehr, wo-hin wol bcsondeisdie gehören, die mir dem Namen derKinder Korah bezeichne, sindund wahrscheinlich meist Einen Vs. haben. Aus späterer Zeit sind auch wahrschein-lich die sogen. Aufsteigepsalmen, jene Resselie-cr, die man auf die Rückkehr vonBabylon bezog-» hat, die aber überhaupt sich auf die jährl. Wallfahrten nach demhochliegenden Iemsalem und deni Tempel b ziehen mögen. Einige wenige endlichscheinen sogar der Zeit der Makkabäer anzugehören. Die David'sekien Psalmen, siemögen nun ihn selbst zum Ds haben oder zum Theile nur aus s. Zeit sein, machtenwahrschein'ich eine srüb re Sammlung aus, die bis zum 72. reichte. Die folgendensind meist, ns junger. Untere Sammlung besteht aus 150 Psalmen, die jedoch in äl-tern Handlchi iften nicht überall mit derselben Zahl bezeichnet sind, die sie in der Lu-therischen Übersetz, führen, weil hier einige Mal 2 oder 3 Psalme, die anderwärtsso geschieden vorkommen, als einer, und andre, die anderwärts einer sind, in mehrege'heilk erscheinen. Die Masoreihen theilten, ohne m ehligen «Mund, die ganzeSammlung in 5 Abthe lungen. Noch willkürlicher und übrigens unfruchtbar ist dieEintheilung in hohe, mittlere und niedere. Im Allgemeinen sind sie lyrische Gesän-ge, Lieder im engern Sinne, oder Oden und Hymnen, ober theils eigentliche Oden,die entweder Einen Gedanken, Ein Gefühl oder Ein Bild in einem kleinern, ge-schlossen-» Kreise sinnig darstellen, oder aus mehren Gliedern sich zn einem lyrischenGanze» runden, theils lyrische Wechselgesänge, theils Lieder, in denen der lyrische