Band 
Achter Band. O bis Q.
Seite
933
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Pulsadern Pmnpe S33

Ärzte mehre Jahrh, hindurch. Durch Harvey, der zuerst den Umlauf des Blute«unumstößlich erwies, durch Haller, der die Reizbarkeit der Muskelfaser durch Ver-suche darthat, bekam die Lehre von dem Pulse neue« Leben, Bestimmtheit und tie-fere Bedeutung, und nach diesen haben mehre Physiologen und Ärzte die physiolo-gische und semiotische Bedeutung des Pulses genauer und sicherer erörtert. DasPulsfüblen macht in der chinesischen Medicin den wichtigsten Theil aus und wirdin derselben bis zum Unsinn subkilisirt. II.

P u l s a d e r n (ailci.it), s. Adern, Blut und Pulk

Pu l sa d e rg e fch w u l st, s. Anevrisma.

Pultawa (Poltawa), befestigte Stadt in Rußland , am Flusse Worskla,ehemals in der Statthalterschaft Tkaterinoslaw. 1191 wurde sie mir ihrem Kreisezum Gouvern. Kleinrußland geschlagen; 1802 aber em eignes Gouvern. Pulrawa(850 s^jM., 1,833,000 Einw.) gebildet, worin sie die Hauptstadt ist. Sie zählt10,000 E. Hier schlug am21. Juni 1109 Peter d. Gr. Karl Xll. (Dgl. dd.)Zu ihrem Andenken steht auf einem Platze vor der Kirche zur Auferstehung Christieine Säule, und auf dem Schlachtfelde ein Obelisk.

Pulver. 1) Jedes staubförmige Material. 2) Schießpulver (s. d.).

P u l v erv e r seh wör un g. Als König Jakob I. von England, welcher nachdem Tode der protestantisch gesinnten Elisabeth (1603) den Thron bestiegen hatte,zweideutigere religiöse Gesinnungen äußerte als s. Vorgängerin, wiewol er sich zurProtest. Religion bekannte, hatten die Katholiken große Hoffnungen auf ihn gesetzt.Diese gingen jedoch nicht in Erfüllung. Einige Katholiken, von religiöser Wuthentflammt und von den Jesuiten unterstützt, entwarfen daher den gräßlichsten allerMordplane. Sie wollten den König, der den 5. Nov. 1605 in der Parlamentsver-sammlung erscheinen sollte, nebst sämmtl. Mitgl edern des Hauses der Lords undder Gemeinen durch eine Pulvrrmaffe in die Lust sprengen, dann dessen TochterEli-sabelh gefangen nehmen und zur Königin ausrufen, alle Katholiken unter ihre Fah-nen bringen und die kathol. Religion zur herrschenden erheben. Die Verschworenenwaren nicht zahlreich. Einer derselben, Thomas Percy, miethete ein Gewölbe unterdem Palaste des Parlaments und noch ein Gebäude neben an, füllte das Gewölbemit Pulver und grub nebst seine» Mitverschworenen von dem Gebäude aus eineMine. Schon war Alles zur Ausführung bereit, als Mounteagle (Freund eine»Verschworenen) kurz vor dem bestimmten Tage ein namenloses Billet erhielt, woriner in undeutlichen Ausdrücken gewarnt wurde, nicht ins Parlament zu gehen, weildaselbst „ein schrecklicher Schlag von unsichtbarer Hand erfolgen werde". Er zeigtedas Billet dem StaakSsecretair, Grafen v. Valisbury, Vieler dein Könige, welchersogleich das Dasein einer Pulvermine vermuthete, und die Parlamentsgewölbe nochin der Nacht vor dem 5. Nov. unter dem Verwände eines Diebstahls durchsuchenließ. Dies führte zur Entdeckung. Man traf daselbst Fawkes, Percy's Bedienten,an, der das Pulver anzünden und sich selbst mit in die Lust sprengen wollte, brachteihn zur Anzeige der Mitverschworenen, ließ sie einziehen, und wenn sie sich bewaffnetwidersetzte», niederschieße». Die meisten derselben wurden zugleich mir dem Pro-vinzial-Pater der Jesuiten , Heinrich Äarner, hingerichtet, und die sehr verdächtigenJesuiten einige Zeit nachher aus dem Reiche verwiesen. Jakob bewies sich hierbeigemäßigt und schonend, erklärte die übrigen Katholiken, der Wahrheit gemäß, fürunschuldig, führte aber doch, weil sie der StaatSruhe gefährlich werden konnte», denEid der Treue (<>..tl> c>k iillexü,„o<-) ein, vermöge desftn Jeder, der ein geistliche«,und seit !6l0 auch ein weltüchesAmt erhalten wollte, der geistlichen Oberherrschaftdes Papstes entsagen mußte, wodurch alle Katholiken von der Anwartschaft zuÄmtern ausgeschlossen wurde».

P um p e, jede Maschine, wodurch eine Flüssigkeit in einer Röhre mittelstdes Äuf-und Niedcrstoßens eines darin fest anschließenden Körpers in die Höhe ge-