S24 Pumpernickel Punkt
bracht wird. Es gibt Luftpumpen (s. d.) und Wasserpumpen. Die Einrichtungder setz kern, wie man sie über Brunnen anbringt, um das Wasser auf eine.beguemeArt herauszuheben, ist ebenso einfach als sinnreich. Eine einfache Röhre, welchesenkrecht im Wasser steht, ist das Hanprstück der Pumpe. Sie ist bei den gemeinenPumpen aus 2 Stücken zusammengesetzt, von welchen das untere noch über demWasser hervorragt, spitzig zuläuft und mir seiner Lpitze in die Höhlung des obernStücks paßt. Die Höhlung des untern verschließt da, wo es in das obere Stück ein-,gefügt ist, ein noch oben sich öffnendes Ventil oder eine Klappe von starkem Leder.Hm Innern des obern Theils der Röhre befindet sich der Stempel oder Kolben, ge»meinigkich Eimer genannt. Er ist durchbohrt, unten mit einer sich ebenfalls nachoben öffnenden lederne» Klappe (Ventil) versehen und oben an der Zugstange befe-stigt. Wenn nun der Kolben in die Höhe gezogen wird, so entsteht zwischen ihm unddem Ventil des untern Stück« der Röhre ein luftleerer Raum, nach welchem sichdas Wasser von unten in die Höhe drängt, weil die äußere Luft auf das Wasser imBrunnen drückt. Best» Hinauf-/äugen in den luftleeren Raum stößt das Wasserdir nach oben sich öffnende Klappe auf, um durchzukommen; diese wird aber wiederverschlossen, sobald der Kolben zurück-oder niedergestoßen wird. Das eingedrungen«Wasser kann allo nicht wieder zurück, indem es das Ventil durch seine eigne Schwereniederdrückt. Durch den Druck des Kolbens, der einem Eimer gleicht, dessen Bodensich von unten nach oben öffnet, wird die Luft in einen engern Raum gepreßt; siewirkt auf das in der Röhre befindliche Wasser; dieses hebt das Ventil des Kolbensauf, dringt durch und strömt bei fortgesetzter Bewegung des Kolbens so lange in denüber ihm befindlichen Theil der Röhre, bis es irgendwo einen Ausgang findet. Übri-gens gibt es Säugpumpen, Druckpumpen und solche, die beide Wirkungen, dasSaugen und Drucken, in sich vereinigen. Bei der Druckpumpe ist der Kolben unter--halb des Wasserstandes angebracht, bei der «Laugpumpe aber oberhalb desselben, undzwar auf einer Höhe, die nicht über 32 Fuß steigen, ja noch unter diesem Mafe blebenMuß. weil durch den D. uck der Luft dos Wasser nicht Höker gehoben wird. (S. A t-Mvsphäre.) In den vereinigten Saug-und Druckwerken steigt zwar das Wasserwie in der Säugpumpe; aber der Kolben ist hier voll, und wenn das Wasser bis anseine Basis gelangt ist, so treibt er dasselbe beim Herabsteigen wieder zurück undzwingt es, in eine Seitenröhre zu treten. S. die Theorie der Pumpe» im 5. Thle.von Karsien's „Lehrbegriff der gesommten Mathematik" (Greifswalde 177V, mitKupf.).
Pumpernickel, ein in Westfalen, besonders im Münsiersehen und Os-nabrückschen, aus Roggenschryt gebackeneS, grobes, schwarzes Brot, wovon eineinziges oft gegen 6V Pfund wiegt. Die Sage, daß es seinen Nomen der Spott-rede eines Franzosen verdanke, welcher gesagt haben soll: solch Brot sei >>c», pourNickel (worunter er sein Pferd verstand), scheint die Erfindung eines lustigenKopfs zu fein.
Punier, eigentlich Phönizier, undpunisch, phönizisch, dann aber auchfür Carchagiiienser und carthaginensisch, weil Earthago eine phönizische Coloniewar. Über die punischen Kriege, s. Carthago, Rom und Hannibal .Die punische Treue (llck<-s punira) war im Alterthum übel berüchtigt undsprüch wörtlich.
Punkt, in der Geometrie, nach Euklides's Erklärung, eine Größe, die keineTheile hat oder unthei'bar ist. Ein Punkt, welcher fortbewegt wird, beschreibt eineknne. (S. Interpunktion.) — In dermustkalischen Notenschrift ist der Punktew Zeichen, welches die Aeitgeliung die Tops vermehrt; daher der Ausdruck p»nk-tirie Noten, bepunkten. Ein Punkt über der Note bedeutet, daß dieselbe leichtabgestoßen werden soll; dies pflegt inan auch durch den itol. Ausdruck ,i.,n,-:,lozu bezeichnen. Zubeffeii gibt es auch ein scharfes Abstoßen, wodurch die Töne noch