Punktation Pupille (künstliche) «85
mkhr von einander getrennt und kürzer angegeben worden; dieses scharfe Abstoßen
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bezeichnet man durch kurze Striche, z> D. ^ ^ fff. Das Abstoßen steht dem
Schleifen (le-Aiio), welches durch »inen Bogen über den Noten angedeutet wird,entgegen. Zuweilen trifft es steh aber auch, daß unter diesem Bogen, der dasSchleifen der Noten andeutet, und über den Noten selbst sich noch Abstoßungs-punkte obeneiu befinden. In diesem Falle ist der Vertrag der Passage halb schleusend, halb anstoßend, d. h. bei den Bogeninstrumenlen wird der Bogen zwar bei je,der Note von der Saite aufgehoben, fährt aber in derselben Richtung fort. 2) DerPunkt neben der Note bedeutet eine Vergrößerung derselben in Hinsicht ihrerDauer. Steht z. B. der Punkt hinter einer Viertelnote, so wird dieselbe zu einerAnderthalbviertel- oder Dreiachtelnote w. Stehen 2 Punkte hinter einer Note,so gilt der zweite wiederum die Hälfte von dem ersten, sodaß z. B. eine Viertelnotemit 2 dahinter gesetzten Punkten den Werth von st Sechzehntheilen erhält.
Punktation heißt jede Schrift, worin die Hauptpunkte eines zu schlie-ßenden Vertrags enthalten sind, und aus welcher erst, sobald sie gegenseitig ange-nommen worden, auf Vollziehung geklagt werden kann, Entwurf zu einemVertrage.
P « nktirte Manier, s. Kupferstecherkunst.
Punt (Johann), geb. zu Amsterdam 1111, Kupferstecher, Maler undeiner der berühmtesten Schauspieler Hollands . Nachdem er sich 1 st33 mit AnnaMaria Bruin, der damaligen holländ. Melpomene, verheirathet hatte, betrat erdas Theater von Amsterdam , Schon in seiner ersten Rolle als Rhadamist zeigte ers.Meisterschaft in heroischen kräftigen Rollen. Nachdem er Ist 14 Witwer gewor-den , zog er sich von der Bühne zurück und nahm den Grabstichel wieder. Er stachdie von Rubens für die 4 großen Galerie» der Iesiritenkirche zu Antwerpen gemal-ten 35 Deckenstücke. Jakob de Witt hatte sie 6 Jahre früher, als dieses prächtigeGebäude ein Raub der Flammen wurde, gezeichnet. P.'s Haus war damals derSammelplatz aller Männer von Geschmack und aller Freunde der Künste. In dieserGesellschaft unterhielt er sich gern über dramatische Dichtkunst und Declination,und bildete durch Nachdenken seine natürlichen Anlagen für die letztere aus. Nachdem er sich 1148 mit der Tochter eines Gemaldehändlers, Cbicot, wieder verheirathet hatte, gab er dem allgemeinen Wunsche nach und betrat 1st53 das Theater mitdem ungemeinsten Beifalle wieder. 1755 erhielt er den einträglichen Posten einesKastellans de« Schauspielhauses, welcher ungefähr mit dem Posten eines Directorsgleichbedeutend war. Um diese Zeit vertauschte er den Grabstichel mit dem Pinkel,dem er einen Theil seiner Wohlhabenheit verdankte. Er malte Portraits, Land-schaften und selbst historische Bilder. Iststl wurde er zum zweiten Male Witwer.Dem Wunsche seiner sterbenden Gattin gemäß verheirakhete er sich un folg. I.mit der,berühmten tragischen Schauspielerin Kath. Elisab. Fvkke, und sah kurze Zeitdarauf seine ganze Ruhe durch den Brand des amsterdamer Schauspielhauses ver-nichtet. Nur mit Mühe gelang es ihm, sein und seiner Gattin Leben zu retten.Sem Sterbejahr ist uns nicht bekannt.
Pupille, 1) Augapfel, s. Auge; 2) der Pupill, die Pupille, so viel alsMündel, der einem Vormund untergeordnete Unmündig». (S.Minorennirät.)
Pupille, k ü nstli ch e (,»>,,illi> n, lilieiulis). Man versteht darunter einedurch Instrumente gemachte-Öffnung in die Regenbogenhaut des 'Auges, um da-durch dem Lichte Zugang zu der in der Tiefe des Augapfels liegenden Nerven- oderNetzhaut zikvcrschaffen, in Fällen, wo die natürliche Pupstle fehlt oder durch un-heilbare Flecke auf der Hornhaut des Auges verdeckt, und letzteres dadurch erblindetist. Der engl. Arzt Cheftlden war der Erste, welcher eine künstliche Pupille zufertigen versuchte, indem er 1123 in die Iris eines lljährigeuKnaben emeii ein-fachen Schnitt mit einem Messerchen machte und demselben dadurch das verlorene