Band 
Achter Band. O bis Q.
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Quantz

lung verbundenen großen Taback-fabrik fegte Ioh. Gottfr. Q. die erst« holländischWindmühle in Sachsen auf dem von der Regierung ihm dazu bewilligten Platze an(Gegenwärtig gehört die O.uandt'sche Handlung in Leipzig ausschließlich Hrn.Mangelsdorff. Denn unsern I. G. v. O.. führte schon früh s. Neigung zur Kunst hinDie erste Eiweckung für da? Kunstschöne gab ihm s. Lehrer, der Hofrath Rochlitzinsbesondere gewann ihn für die Malerei der Chevalier de Renkn, ein Emigrant,der ein eifrigerKunstfreund war und in dem Hause desKausmanns P. lebte. SchoralsKnabe sah er die 3 bekanntenPreisblätter vonWoollet mit solchem Wohlgefallen,daß der Besitzer ihm dieselben ins. letzten Wülen vermachte. Nun sing Hr. v. D. vonseinem 12. I. an, Kupferstiche zu sammeln. Später übte er sich in der Kunst tech-nisch und praktisch, sowol durch Anschauung vieler Sammlungen aufs. Reisen alsauch durch Umgang mit mehren Künstlern, z.B. in Rom mit dem LandschaftmalerReinhardt, mit E. Plattier, mit I.Schnorr, Mit deniKupsirstechirBöhme in Leip-zig u.A. Damit verband er das eifrigste Ltudium der Kunstgeschichte. Eine Fruchtf. ersten Reise nach Italien , 1811, war s. Schrift: „Strsiferessn im Gebiete derKunst", die aber wegen Rücksichten auf politische Verhältnisse erst nach dem Kriegemit Frankreich zu Leipzig 1818 herauskam. Seitdem hat er Aufsitze über Kunst-gegenstände und Kunstgeschichte in Zeitschriften zu Weimar, Leipzig. Dresden, Tü-bingen , vorzüglich in den Kunstblättern von Wenkt, Schorn, Böttiger und in der„Muse" von Kind, in der Erich- und Gruber'scken „Encykl." und in der „Halle-schen Allg. Lit.-Zeit." mitgetheilt. Nach dem Tode s. Vaters (Der. 1819) ließ ersich ganz in Dresden nieder. 1820 machte er seine zweite Kunstreise in Italien .Zugleich auf die Werke alter Meister und aus dir Leistungen der neuern deutschenMalerschule aufmerksam, kaufte er nicht nur Bilder, die für die G schichte der Kunstwichtig sind, sondern bestellte auch Gemälde, zu denen er die Ideen angab. Daherfindet man in seiner Sammlung (in 9 Zimmern) theils mehre selten? alte Gemälde,z. B.von Ficlole, Aler.Filipepi, genannt Sandra, Iac.Francia, Luk.Kranack u.A.,theils vorzügliche Stücke nocy lebender deutscher Künstler, z. B. die Judith, vonPhil. Deuh; 2 Landschaften: ein Eisfeld im Polarmeer, von Friedrich, und dasNarurbild des Südens, von Friedr. v. Robden; einen Seesturm, von Frz. Cakel;eine ital. Landschaft, von G. F. Steinkopf; eine Tirolergegend, von I. Ch. Dahl;den Dom zuFreiburg, von Dom. O.uag!,o; die h. Katharina, von C. EggerS; dieh, Elisabeth, voin Pros Näke; einen Carton von Overbeck; Manches von Schnorr,Ohme, Richter, Hasenflut; Göche's Büste in carrarsschem Marmor, von Rauchu. A. Außerdem hat Hr. v. O.. schöne Gypsabgüsse, z. B. die Venus von MeloS,in Paris, und von Elgin's alten Marmorwerken in London . Seine kunstgeschicht-lich geordnete Kupferstichsammlung enthält u. A. die Blätter von Alb. Dürer, bisauf 4 Bl. vollständig, und darunter die seltensten in guten Abdrücken; auch wirdIsrael von Mecheln (Meckenen) selten so vollständig und schön gefunden als hier.-Noch hak Hr. v. O.. viele Zeichnungen, vorzüglich von neuern Künstlern gesam-melt. Was aber seinen Sammlungen einen hohen Werth gibt, ist die -Öffentlichkeitderselben. Er gestattet nicht nur Künstlern das Copiren seiner Gemälde und Gyps-abgüsse, sondern er hielt auch vor einem Kreise von Künstlern und KunstfreundenVerträge über Kunst- und Künstlergeschichte, wobei er die wichtigsten Blätter auss. Sammlung vorlegte. Diese Vorlesungen haben s. „Geschichte der Kupferstecher-kunst" (Lpz, 1821) ihre Entstehung gegeben. Noch bemerken wir, daß Hr. v. Q..die Sammlung altdeutscher Bilder in der leipziger Rathsbibliothek veranlaßt hat,indem er die Bilder in den verschiedenen Kirchen aufsuchte und ihre Wiederherstel-lung leitete- M. s. fein Programm über diese Bilder in der „Zeitung für die eleg.Welt", 1811. Überhaupt ist Hr. v. O_. für alles Gemeinnützige gern werkthätigund hat dies auch als Vorstand des sächs. KunstvereinS bewiesen. 20.

Q. uantz (Johann Joachim ), geb. zu Oberschaden im Hanöverschen den 30.