Band 
Achter Band. O bis Q.
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Quarantainc

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^fan. 1697, war von s. Vater, einem Hufschmied, ebenfalls für dieses Handwerkbestimmt. Da er aber als Knabe öfters bei den Bauern mit s. Baßgeige aufgespieltund an dieser Lebensart mehr Gefallen gefunden hatte, so begab er sich im 10. I.,nach des Vaters Tode, zu s. Hbeim, StadtmusikuS inMerseburg, in die Lehre, wo ernachher als Kunstpftiftrgeftlle Gelegenheit batte, in der herzogl. Capelle s. Geschmackzu bilden. 171-1 ging er nach Dresden , wo er 1716 den Dienst eines Siadrpfei»sergefellen andern Anträgen in die Capelle/! kleiner Fürsten vorzog. Als Hoboistbei der sogen, polnischen Capelle (1718) ging er mit nach Warschau , wo er nunvorzüglich die Flöte zum Gegenstände s. Fleißes machte. Er nahm Unterricht beidem damals bekannten Buffardin. 1724 ging er im Gefolge des poln. Gesandtennach Italien; hier traf er (1725) den berühmten Hasse zu Neapel und wurde durchdiesen bei dem allen Aless. Scarlatti eingeführt. Nach mehren Reisen (er besuchteauch Paris und London) erlangte endlich O.. in Dresden , wobin er wieder zurück-kehren mußte, eine Anstellung in der k.Capelle, bis er 1741 vonFriedrich II.. welcherihm schon oft als Kronprinz Anträge gemacht hatte, mir 2000 Thaler Gehalt u. a.Vortheilhaften Bedingungen nach Berlin berufen wurde. Er blieb bei diesem Monaw-chen, dessen Lehrer auf der Flöte er ward und den er oft begleiten mußte, bis an s.Ende (12. Juli 1773) zu Potsdam . O.. bat nicht bloß als Meister auf der Flöte,sondern auch als Verbesseren derselben große Verdienste. Schon auf s. Reisen ver-suchte er zu Paris (1726) der Flöte noch eine Klappe zuzusetzen; 1730 sing er an,mit beträchtlichem Vortheil Flöten selbst zum Verkauf zu fertigen, und 1752 erfander den Aus-und Einschiebekopf, wodurch die Flöte, ohne Verwechselung der Mittel-stücke, um einen halben Ton tiefer oder höher gestimmt werden kann. Seine „An-weisung, die Flöte zu spielen", hat mehre Aufl. erlebt. Als Componist lebie er fastnur für s. Schüler, den großen Friedrich, für welchen er 204 Concerte und 200 So-los gefetzt haben soll, von denen wenige ins Publicum gekommen sind. Seine Com-positionen beurkunden den regelmäßigen Charakter der Composnionen s. Zeit. Wieweit übrigens die iLwrgfalt des Königs für s. Lehrer ging, sieht man daraus, daß erin s. letzten Krankheit selbst Arztesstelle bei O.. vertrat und für die nörl. ge Pflegesorgte, auch ihm nach s. Tode ein schönes Grabmal setzen ließ.

O, uarantaine, Contumaz, bedeutet diejenige Zeit, wählend welcherein Schiff, welches aus einem Haft» kommt, der im Verdacht von ansteckendenKrankheiten ist, in dem Orte s. Bestimmung nicht landen, nnt Niemanden: Ver-kehr haben, die Waaren nicht ausladen, die Reisenden nickt absetzen darf. Da an-fangs die Zeit im Allgemeinen auf40 Tage festgesetzt war, so entstand daraus derName O.uarantaine, welcher zwar für Contumaz jetzt gebräuct-lcher, insofern aberweniger passend ist, da man jetzt die Dauer derselben bald auf weniger, bald aufmehr Tage bestimmt. Weil durch den Handel aus der Levante die orientalische Pestleicht verbreitet werden konnte, so wurde besonders in den Zeiten . wo der Handelnach den dortigen Gebenden am blühendsten in den Häfen des mitielländ. Meereswar, in diesen Orten am meisten für genaue O.uaranlaine gesorgt; allem in derFolge ersti eckte sich diese Vorsicht auch weiter, je nachdem von andern NationenAntheil am Handel genommen wurde, und seitdem die occidentalifche Pest oder dassogen, gelbe Fieber sich in Westindien, in Nordamerika und selbst in Spanien ge-zeigt hat, sind auch die schiffe, welche aus den dortigen Häfen ankommen, ter Con-tumaz unterworfen, sobald der Gesundheitszustand derselben verdächtig wird. Auchim Innern des Landes findet Contuniaz statt, sobald sich in irgend einer Lttadt oderProvinz eine ansteckende Seuche zeigt, wie z. B. vor einigen Jahren in Spanien der Fall mit dem gelben Fieber war. — Conkumazannalten sind nun theils die-jenigen Örter, an welchen Schiffe oder Neisinde ihre O.uarantaine halten, theilsdie Gefttze und Einrichtungen, welchen sie sich dabei unterwerfen müssen. Sie wur-den zuerst in den Häfen des mittvlländ. Meeres errichtet, um die Vortheile des