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Quarrö
Qu§rz
Qaarrü, s. Quadrat.
Quart, der vierte Tkeil. Vicrtelmass, z. D. bei (Getreide der 4. Tbeil einerLast (im flciedersachs.) oder 10 Scheffel; oder bei flüssigen Dingen der 4. Theil einesStiivcheng ob. einer Kanne. — Quarta, die 4. Classe einer Schule, daher einQuartaner. — Quartal, der 4. Theil eines Jahres oder die Zeit, wo ein Quar-tal anfangt und schliesst, auch der vierteljährige Zins, die vierteljährige Abgabe, Be-soldung, Einnahme (Quartalgeld); bei Handwerkern die vierteljährige Zusammen-kunft der Meister oder (Gesellen. — Quartalschrift, eine Zeitschrift, welchevierteljährlich erscheint.— Quartformat nennen Buchbinder und Buchhänd-ler dasjenige Format, welches durch Zusammenlegung eines Bogens in 4 gleicheTheile entsshk; Quarlant (in guarlo), ein Buch von diesem Format.—Quarta»sie der, das viertägige Fieber.
Quarte heisst l) in der Musik Pein Intervall von 4 Notenstichen, welches3 Gatiungen unter sich begreift, nämlich die verminderte, reine oder kleine undübermäffge Quarte. Über die Frage, ob die Quarte unter die Consonanzen oderunter die Dissonanzen gehöre, ist vie' gestritten worden. So lange die reine Quartenicht als eine Aufhaltung der Terze des folgenden Accords gebraucht wird, ist sieeine Consonanz. die in Hinsicht auf den Grad ihres Consonirens unmittelbar »achder reinen Quinte folgt, in vielen Fällen aber einer ebenso beschränkten Fortschrei-lung wie die Dissonanzen unterworfen ist. Ist die Quarte eine Aufhaltung derTerze des folgenden Accords, so wird sie von den »leisten Theoristen jetzt als ein«Dissonanz betrachtet; l>) auf der Violine die A-Saite. 2) In der Fechtkunst dievierte Hauptstofiart, die Lage mit der innern Hand, wobei das Degenqefäss auf-rechtgebalien wird. 3) Im Kartenspiel, namentlich ünPiquet, 4 in einer Reihe undFarbe hinter einander folgende Blätter, und Quartemajor, wenn diese Reihevom höchsten Blatt anfängt.
Quartett, Quadro, Q u a t u o r, ein Tonstück für 4 meistens con-certirende Streichinstrumente, nämlich 2 Violinen, Viole , Violoncelli auch einTonstück für 4 Singsiimmen, mit oder ohne Instrumentalbegleitung. In Instru-mentalguartette» hak Ios. Havd n (s. d.) eine neue Bahn betreten, und schon die-ses würde ihn bei den Verehrern der Tonkunst unsterblich machen. Ihm folgtenMozart, Beethoven, die Romberge, Spobr, Ries, Onc-low, Feska . Das Quar-tett v' i hä'r sich zu der vollen Orchesterniusik wie die vollendete Zeichnung zur buntenFärb, nprachk des Gemäldes. Der einfache Rest der Harmonie und Melodie in demQuar-ett wirkt um reinsten. Es fotert daher wahre Kenner und Freunde derMusik.Es ist um so wertkvoller, je niebr alle 4 Stimmen selbständig wirken. Durch Vor-herrschen einer Partie entsteht das minder werthvolle Sologuartett. -Oft rechnetman auch die Quintetts und SeptettS für Streichinstrumente mit zurQ uartettniusik.Das Quartett l» sieht in der Regel aus einem Allegro, einem Adagio oder Andante(oft variirt), einerMenuet n. bst Trio, an deren stelle das Scherzo in neuerer Zeitgetreten ist, und einem Rondo oder Presto, welches schließt (daher Finale).
Quartie r, ein Mass für trockene oder flüssige Dinge; im letzter« Falle inObersachssn der 4. Theil eines Nösels oder Schoppens, in Niedersachfen der 4.Theil eines ^tübchens, der 2 niederländische Nöfel ausmacht.
Q ua rtierfrei h eit, s. Gesandten.
Q uarz, ein Mineral, welches in sechsseitigen Pyramiden und Prismen,auch derb, eierförmig, rropssteinarrig, in Geschieben und Körnern vorkommt.Es ist farblos oder mannigfaltig gefärbt, hat muschelige» Bruch, Glasglanz,Durchsichtigkeit in verschiedenen Graden. Die Härte ist bedeutend und steht zwi-schen der des weichern Felkspaths und der des härtern Topases. Das specifische Ge-wicht ist^ 2.5. Es besteht aus Kieselerde. Die Species des Quarzes besitzt einenaußerordentlichen Reichthum an Varietäten, von welchen die meisten als Schmuck-