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steine benutzt werden, als: Bergkrystall, die durchsichtigen oder halbdurchsich-»igen, farblosen oder reingelb, graulichweiß und rauchqrau gefärbten Abänderungen,welche sich theils in Krystallen von Linien bis mehre Fuß Durchmesser, theils inGeschieben finden. Die prächtigsten Varietäten kommen aus Madagaskar und ausden Urgebirgen von Wallis und Savoyen, welche riesenhafte Drusen, die soge-nannten Krvstallkeller, verschließen. Auch aus Sachsen, Frankreich, England, Un-garn :c. sind schöne Bergkrystalle bekannt. Die ganz wasserhellen heißen bisweilenoccidentalische Diamanten, die rauchgrauen Rauchtopase, oder, wennsie sehr dunkel sind, Marion; die hyazinthrothen Hyazinthen von Compo»stella; die gelben Citrine; und diejenigen, welche haarförmige Krvstalle vonandern Mineralien eingeschlossen enthalten, Haarsteine. Der Bergkrvstall warehedem in weit größerem Gebrauche als jetzt, da die Glaswaaren so vollkommengeliefert werden, lodaß sich gegenwärtig seine Benutzung meist aufPetschaste, Gem-^men u. a. kleine Bijouterien einschränkt. Man schleift ihn in ovale Platten, linsen-förmig, oder als Brillant, Rosette und Tafelstein, zu Petschaften aber meist alsdreiseitiges Prisma (die sogenannten Walzen). Manche Bergkrystalle enthaltenWassertropfe» und Luftblasen eingeschlossen. Der Amethyst ist violblau, insbläulich - und röthlich weiße geneigt, ist selten gleichmäßig gefärbt, meist wolkig undfleckig mit Zickzackstreifung, findet sich krystallisier auf Gängen im Urqebirge oderin Blasenräumen der Mandelsteine, auch in kleinen Geschieben. Die schönstenkommen von Cenlon, Ostindien, Sibirien, aus Sachsen und der Pfalz . Er istein wegen seiner Farbe sehr beliebter Edelstein und wird um so höher geschätzt, jedurchsichtiger, reiner und hochfarbiger er ist. Rosenquarz ist eine rosenrothe,Milchguart eine milchweiße, halb durchsichtige oder stark durchscheinende, derbeVarietät des Quarzes, von muschligeni oder unebenem Bruche. Jener findet sicham Hörl-und Harlachberqe in Baiern, in Kolywan, in Sibirien und Arendal inNorwegen, dieser bei Hohenstein in Sachsen und in Spanien . Katzenauge,ein Quarz, dem feine Fasern von Amianlh eingemengt sind, wodurch der charak-teristische Lichtschein hervorgebracht wird, ist grau, grünlich, röthlich und bräun-lich, findet sich selten derb, sondern meist in kleinen Geschieben. Die schönstenKatzenaugen kommen von Malabar und Ceylon, w dre vom Harz - und Fichtelge-birge. Sie werden halbkugelsörmig geschliffen und als Ringsteine getragen. kl.
Quasi modoge niti heißt der aufOstern nächstfolgende Sonntag. Erhat seinen Namen aus dem 1. Petr. 2, 1. genommenen Eingänge, womit man andiesem Sonntage den Gottesdienst anfing.
Quassia (surinamisches Bitterholz), ein Arzneimittel, welches aus demHolze des besonders in Surinam und Cayenne häufig wachsenden Quassienbaumsgewonnen wird.
Quästoren, diejenigen ordentlichen Magistratspersonen (s. Magistra-tus) bei den Römern, welche dem öffentlichen Schatze (.ivrarium), der im Tem-pel des Eaturn aufbewahrt wurde, vorstanden und die Einnahmen und Ausgabender öffentlichen Gelder besorgten. Sie wurden anfanqs von den Königen, dannvon den Consuln, und seit dem Jahre 301 von dem Volke in den C.omitUi lri-buiis erwählt. Anfangs gab es 2 Quästoren; im I. 333 wurden außer diesen,welche in der Stadt blieben, noch 2 andre zur Unterstützung der Consuln im Kriegegewählt. Als die Römer ganz Italien unterworfen hatten, kamen noch 4 hinzu;unter Sulla gab es 20 und unter Cäsar 40. Später war ihre Zahl willkürlich,immer aber gab eS in Rom selbst nur 2, welche zum Unterschiede Ouae-itore- ur-I>:,ni hießen. Die andern nannte man Ounr.-iMie» prvviuciaies oder »filil-ne-eDie Quästur war das unterste Ehrenamt und bahnte den Weg zuw Senate; bis-weilen bekleideten sie aber auch Cönsularen.'
Quatembe r (von guatuar leui^ula. d.i. die 4 Jahreszeiten), das Vier-