Band 
Achter Band. O bis Q.
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Quatcnie

Quotre-bros (Treffen bei)

tcljahr, Quartal; insbesondere heißen die Tage so, an welchen die Vierteljahreoder Quartale ansangen, und gewisse Abgaben fällig sind (Quatembergeld, auchQuatember selbst). Die Quatember sind in einigen legenden: Ostern, Zohannis,Michaelis und Weihnachten; m andern, z.B. inLachsen, Remimscere(27.Febr.),Trinitatis (28. Mai), Erucis (17. Sept.) und Lueiä (17. Dec.); in noch ander»,z. B. in Nürnberg , Lichtmeß, Walpurgis, Laurentii und Allerheiligen. Zn Sachsenheißt Quatember auch eine Grund- ».Gewerbesteuer, welche jeder Steuerpflichtigenach Maßgabe seiner S checke (s.d.) entrichtet, und welche anfangs seit 11)5,3 nur 4Mal des Zahrg entrichtet ward, in der Folge aber immer erhöht wurde und von derBewilligung derLandstände abhängt. Bei den Katholiken sind die Quatember 4 Fast-tage, welche am ersten Freitage jedes Vierteljahres streng beobachtet werden müssen.

Quarerne, s. Lotterie.

Quatrain, in der Verskunst eine heilige Strophe, z. B. die 2 erstendes Sonetts; doch kann dasQualrain auch ein selbständiges Ganzes ausmachen.

Q u a t r e - b r a s (T r c s f e n b e i) und SchlachtbeiLigny am 18.Huni 1815. Beide Kampfe stehen als der erste Act des großen Schlachtstücksbei Waterloo (vgl. d.), mit diesem wie unter sich selbst im genauesten Zu-sammenhange. Napoleons Plan bei Eröffnung des Feldzugs von 1815 war:die Slreitkrafle seiner verbündeten Gegner theilwesse zu überwältigen, weil er sichihrer Gesammlmacht noch nicht gewachsen fühlte. Darum war Zeitgewinn dieHauptaufgabe. Rußlands und Ostreichs Kriegsvblker, noch auf dem Marschenach dem Nheine, kamen für den Augenblick nicht in Betracht; nur Wellington mit dem britisch-niederländisch-brauuschweiglschen, 102,060 M., und Blüchermit dem preußischen, 120,000 M. starken Heere, standen beobachtend schonan der franz. Grenze zwischen Brüssel und Lüttich , jedoch wegen der schwierigenTrurpenverpffegung in ziemlich ausgedehnten Cantonirungcn. Die Kräfte Bei-der vereint, waren denen weit überlegen, die Napoleon zu seinen Unternehmun-gen hier zu Gebote standen, und die sich nach franz. Angaben nicht über 115,000 M.beließen. Er mußte also der Vereinigung Blücher'S und Wellmgton's zuvorzukom-men und sie getrennt zu schlagen suchen. Mancher Uinsiand, den er in gewohnterWeise glücklich zu benutzen hoff.e, deutete auf sichern Erfolg. Dahin gehörte u.A.,daß bei genauer Ortskunde sich berechnen ließ, wie viel Zeit die einzelnen Hceresab-theilungen des Feindes durchaus haben mußten, um sich zusammenzuziehen, unddaß selbst im günstigsten Falle Blücher und Wellington 2 Tage brauchten, um ihreVerbindung zu Stande zu bringe». Blücher, als der raschere, mußte zuerst ange-griffen und bis an den Rhein zurückgeworfen werden, dann dünkte die Überwindungdes bedächtige!» Wellington nicht schwer. Die Berechnn- n mochten richtig sein,der Strich hindurch kam von höherer Hand. Napoleon fand am 15. Juni desMorgens den Feind noch in scheinbar tiefer Ruhe. Sein rasches Vordringen in 3Celonnen über die Sambre gegen Eharleroi glich einer Überraschung. Das erstepreuß. Armeecorpg unter Generallteut.v. Zielhe», welches gewissermaßen die VorhutBlüchers bildete, zog sich indessen in Folge längst erhaltener Weisung mit ebenso vielGeschtcklichkeit als Fassung, wenn auch nicht ohne bedeutenden Verlust, aufFleu-rus zurück und erfocht, wie man beabsichtigte, den übrigen Armeecorps Zeit, sichzusammenzuziehen und sich jenseits FleuruS zur Schlacht aufzustellen. GegenMittag, in Eharleroi, konnte Napoleon seinen Plan umständlicher entwickeln.Don Eharleroi führt in nördl. Richtung eine Straße in 14 Stunden bis Brüssel.An derselben liegen die Punkte GosselinS, FraSNtS, Qualre-braS (eine Art Meie-rei, nur aus etlichen Häusern bestehend, wo die Straße vonNivelleS nach Namur die von Brüssel in siidöstl. Richtung durchschneidet), IemappeS und Waterloo .Auf dieser Straße sollte der Marschall Ney mit dem I. und 2. Armeecorps undgehöriger Reiterei, 42,000 M. stark, bis Quatre-bras vorgehen, Alles, was sich