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Achter Band. O bis Q.
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Quiberon

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zu dem königl. Heere in der Dendße oder zu den Chouans zu stoßen. Ihre Erwar-kung eines glücklichen Erfolgs war so zuversichtlich, daß sie dadurch selbst das briti-sche Ministerium hinrissen, welches der Meinung war, man müsse erst mehr Trup-pen beisammen haben. Pikt sagte daher zu Puysayc und Hervilly, welche die Unter-nehmung beschleunigt wissen wollten: „Wie werten ihren Zweck verfehlen, wennSie sich mit so wenig Truppen bloßstellen. Sie mußten nach meiner Meinung war-ten". Allein Puysaye versicherte, die Erscheinung einiger tausend Mann wäre hinrei-chend, um ganz ^Bretagne zuni allgemeinen Ausstande zu bewegen; sie brauchtennichts als Waffen, Pulver und Schiffe. Der britische Minister gab endlich der Er-fahrung eines Mannes nach, welcher den Krieg verstand und schon vor der RevolutionGenerallieutenaut gewesen war. Doch waren andre franz. Officiere, z. B. der Ge-neral Hector, mit diesem Wagnisse so wenig einverstanden, daß sie in England zurück-bliebcn.DicWchaar derAuSgewanderten wurde nun mit bntischcrFreigebigkeit aus-gerüstet. Oberanführer war der Graf v. Puysaye. Unter den Soldaten befandensich aber auch eine Menge franz. Kriegsgefangener, die sich hatten anwerben lassen,um bei dieser Gelegenheit nach Frankreich zurückzukehren. Wie segelten unter demSchutze einer britischen Flotte nach der franz. Küste, und nachdem Admiral Bridport,mit 10 Linienschiffen, den franz. Adm. VillarerIoyeuse, mit 12 Linienschiffen und11 Fregatten, den 23. Juni 1795 auf der Höhe von Lorient geschlagen und 3 Li-nienschiffe erobert hatte, landeten die Ausgewanderten, 303k M. stark, ohne Hin-derniß den 27. Juni an der Küste von Quiiberon. Sie rückten rasch vor, und mehre1000 Franzosen vereinigten sich in Kurzem mit ihnen, sodaß sie nach einigen Anga-ben 10,000 M. stark wurden. Aber schnell zog der republikanische Feldherr Hochemit einem Heere von 25,000 M. beran und hinderte die Vereinigung der gelande-ten Schar mit den im Innern des Landes bewaffneten Chouans. Die Landzunge,welche die Halbinsel mir dem festen Lande verbindet, wird durch die Feste Penrhievrevertheidigt. Dieser bemächtigten sich die Ausgewanderten. Sie drangen bis überAura« vor; allein zurückgeworfen von der Übermacht mußten sie sich auf die Halb-insel zurückziehen, wo ihre Stellung beinahe unbezwinglich war; denn die Festungs-werke sind zum Theil auf steilen Felsen angelegt. Hierauf entsandten sie den 10.Juli eine Schar konigl. Truppen in das Innere von Bretagne , welche durch Zulaufvon EhouanS zu einem beträchtlichen Haufen anwuchs, aber ihnen dennoch das Landzu offnen nicht vermochte. Auch mißlang ihnen in der Nacht von, 15. zum 16.Juli ein Angriff auf die Republikaner bei St.-Barbe. Der Graf v. Hervilly wurdeverwundet, führte aber dennoch den Rückzug in guter Ordnung aus, bis Sombreuilan seine Stelle trat. Schon bei diesem Angriffe zeigten sich Spuren von Verräthe-rei; gleichwol war man so unvorsichtig, die Besatzung der Feste Penthievre demRegime,ite Hervilly anzuvertrauen, in welchem viele gewesene Kriegsgefangene durchVerratb ihre Freiheit zu erlangen suchten. Ibre Lage wurde nicht besser, als ihnenGraf Sombreuil den 17. Juli eine Versiärkung von 1171 M. zuführte. DieseMannschaft besetzte die Gegend zwischen Penthievre und Quiberon , nahe am Meere,und rettete zuletzt noch einen Theil der Gelandeten. Unterdessen hatte General Hoche mir den Verrathen, in der Feste Penthievre Verabredung genommen. Er überfieldaher in der Nacht von, 20. Juli die Feste, welche 1000 M. vertheidigten, und er-oberte sie mit 200 M. Die Republikaner wurden nämlich von den verrätherischenVorposten auf einem steilen Felsenwege bis in die innern Werke geführt. Beim er-sten Lärm wollte der Befehlshaber die Truppen sammeln, ward aber erschossen; 800M. legten hierauf das Gewehr nieder oder schössen ihre eignen Ofsiciere todt. DieVerrathene» waren ohne Anführer, und in der Verwirrung war das Gemetzel groß.Viele Königliche liefen zu den Republikanern über und hieben mit ihnen zugleichauf die noch Widerstand Leistenden ein. Sombreuil konnte jetzt Nichts thun als dieEinschiffung der übriggebliebenen Ausgewanderten decken. Er und seine 2 Ba-