Band 
Achter Band. O bis Q.
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QuietiSinus

taillone wehrten sich mit einem Heldenmuthe, den Hoche und die TonvenlStruppenbewundern mußten. Man schlug ihm einen Vergleich vor, wenn er sich mit allenTruppen ergäbe; allein auf diese Bedingung wollte er nichts von einem Vergleichewissen. Die Einschiffung ging vor sich. Sombreuil blieb als der Letzte zurückund ergab sich als Kriegsgefangener. Ein andrer Theil der Königlichen halte sichvon Penlhievre auf einen Felsen gezogen. Die Republikaner stürmten hinauf,todteren viele, und nahmen die übrige» gefangen. Als hier Damas, ein trefflicherOfficier und edler Mensch, sah, daß er ohne Rettung war, stürzte er sich mit seinemPferde von der steilsten Anhöhe ins Meer hinab. An diesem blutigen Tage, inwelchem der Kampf durch das Feuer der engl. Schiffe noch mörderischer wurde, ver-loren die Königlichen an Todten und Gefangenen überhaupt 5274 M.; die Zahlder Geretteten, welche sich wieder einschifften, unter welchen sich der General Puy-saye, der verwundete Hervilly und fast die gante Artilleriemannschaft befand, war2234. Die Sieger machten eine beträchtliche Beute an Verrathen aller Art. Somißlang eine Unternehmung tapferer Männer, die in Frankreich ausführen wollten,was einst Pelopidas für Theben that. Nur pariser Lüge konnte Pikt als den Ur-heber dieses verunglückten Zugs anklagen und ihm Schuld geben, er habe, um Eng-land von der kostbaren Last der Ausgewanderten zu befreien, sie auf die Schlacht-bank von Quiberon geliefert. Hoche ließ die mit den Waffen in der Hand gefan-genen Ausgewanderten, obgleich sie mittelst einerArt von Vergleich sich ergeben hat-ten, nach VanneS bringen, wo sie von» 28. Juli an sämmtlich erschossen wurden.Zu den ersten 4 Tagen allein belief sich die Zahl der Hingerichteten auf 188. Un-ter diesen befanden sich der Graf von Sombreuil und der Bischof von Doll. Beidestarben mit dem Muthe der Helden. Der Graf v. Sombreuil, 28 I. alt, wareiner der schönsten Männer in Frankreich und zugleich einer der bravsten. 1789hatte er, 22 I. alt, durch seine Entschlossenheit seinen Freund, Jules v. Polignac,aus den Händen des mordsüchtigen Pöbels errettet. Er ging hierauf in preuß.Dienste, focht mit ausgezeichneter Tapferkeit in den Feldzügen von 1792 — 94,und erhielt den preuß. Verdienstorden. Sein Vater, ein ehrwürdiger Greis, undsein jüngster Bruder starben in der Schreckenszeil auf dem Blutgerüste. Er selbst,der mit seinem Leben den Rückzug seiner Gefährten und ihre Rettung gesichert, undgroßmüthig sich selbst zu retten sich geweigert hatte, flößte durch seine Jugend undSchönheit den Kriegern, die das Dlu'.urtheil an ihm vollziehen sollten, ein Zitternder Ehrfurcht ein, sodaß sie ihn in die Schulter trafen. Sombreuil blieb siehe» undsagte: ,,O so endigt doch, ich bitte, endigt!" Da fiel der junge Held, ein bluti-ger Zeuge der Raserei des Bürgerkriegs. Ein Denkmal ward hier am 15. L)ct.1829 eingeweiht. Die ,Hl<-»>. >cur I exzieclitlo» üe s)»il>einu". von einem Au-genzeugen, Villeneuve-Laroche-Barnaud (2. A., Paris 1824), sind einseitig undleidenschaftlich. Die „>lä,n. N, Lcunte öle Vauban" über den Vendeekrieg sindwahrhaft historisch und sehr anziehend. A.

Q nick, oft so viel als Quecksilber; bei Metallarbeitern das in Scheidewas-ser getödtete Quecksilber, womit sie den Grund zur Vergoldung auf dem Messinglegen. — Quickmühle, so viel als Amalgamirmühle, s. Amalgams .

Q u i e t i S m u S. Der ganz nach Außen gerichtete hierarchische Geist eini-ger Mönchsorden, besonders der Jesuiten und Dominicaner, hatte im 17. Jahrh, dieAndacht und Gotlesverehrung der Katholischen beinahe in eine bloß mechanischeGoltestienstlichkeit verwandelt. Seine Zeit mit Hersagen der Formulargebete ausdem Brevier und am Rosenkränze, mit Fasten, Beichten und Ausübungen hin-bringen, fleißig wallfahrten, die Mutter Gottes und die Heiligen anrufen, Almo-sen geben, Ablaß kaufen und überhaupt die kleinlichsten Formen des äußern Gottes-dienstes beobachten, galt unter diesem Einflüsse für wahre Frömmigkeit. Daherwendete» sich fromme Gemüther, die es mit ihrer Andacht ernstlicher meinten, als