Band 
Achter Band. O bis Q.
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Qiiinqiragesima Quintett 985

alter Ludwigs XIV. gezählt wird. Es gibt in der stanz. Sprache nichts Zarteres,Zärtlicheres und Sinnreicheres als s. Arien und Liedesgespräche. Boileau undseine Tadler schrieben den Beifall einzig der Musik Lully'S zu, welche jedoch jetzt ver-gcffen ist, während man Q.'s Verse noch immer ,nil Vergnügen liest. Seine „Ar-mide" (1686) und s. „Achs" stnd in ihrer Art Meisterstücke. 2.., der zugleich inden Geschäften des Lebens erfahren war, hatte die Angelegenheiten eines Kauf-manns in -Ordnung gebracht und heirathete nach dessen Tode die hinterlasseneWitwe desselben. Dadurch kam er in den Besitz eines ansehnlichen Vermögens undkaufte sich (1611) die Stelle eines Auditeurs in der Rechnenkammer (C.banilus <lesc(ni^i^). Bald darauf trat er auch in die stanz. Akademie, und in ihrem Namenbegrüßte er denKönig bei s. Rückkehr auö denFeldzügen von 1615 und 1611. AlsSchmeichler desselben erscheint er in den Prologen s. Opern, und er wurde dafür miteiner Pension belohnt. Eine gewisse Echwermuth, die wahrscheinlich durch Abnah-me s. Gesundheit erzeugt wurde, hinderte ihn, sein Glück vollkommen zu genießen.Seine theatralischen Arbeiten schienen ihn aus Bigotterie zu gereuen, und er be-schloß, den Überrest s. Kräfte Zur Ehre Gottes und des Königs anzuwenden. Erfing ei» Gedicht auf die Ausrottung des Protestantismus in Frankreich an, das je-doch s. Ruhm nur vermindert haben würde. Er starb 1688. Im Umgänge war erliebenswürdig, fein und zuvorkommend; er sprach und recitirtc angenehm. Außers. Theaterstücken schrieb er mehre gelegentliche Gedichte, unter denen sich einige aus-zeichnen. Seine sämnul. Werke sind 1139 und 1118 in 5Bdn. erschienen. Vordenselben findet sich s. Lebensbeschreibung.

Q u i n g u a g e si m a, der 50. Tag vor Ostern, d. h. der Sonntag vorFastnacht, auch Estomihi genannt.

Q u i n q u e n n i u m, ein Zeitraum von 5 Jahren.

Quinte, 1) in der Musik->) ein Intervall von 5 Stufen, oder der 5. Tonvor» Grundtone an aufwärts. Man unterscheidet 3 Arten der Quinte: die reineoder große, die verminderte oder kleine, und die übermäßige; die erstere, welche 3ganze Töne und einen großen halben Ton enthält (;. B. e zu pH, ist eine Eonso-nanz, die letzter» sind Dissonanzen. Die Fortschreitung gleicher stürmten in rei-nen Quinten ist fehlerhaft und übelklingend, daher man diese Fortschreitung auchfalsche Quinten nennt. Verdeckte Quinten, welche in gewissen Fällenauch zu vermeiden sind, sind solche, welche bei dem Fortschreiten zweier «Ltimmenzu einer großen Quinte in gerader Bewegung entstehen, indem man den Raum

zwischen der Quinte und dem vorhergehenden Intervall ausfüllt, z. B.

i>) Heißt Quinte bei dem Saiteninstrumente die schwächste Saite auf demselben,welche die höchsten Töne enthält, auf der Violine die bl-Saite. 2) Die 5. Elasteeiner Schule, Quinta, taker ein Quintaner. 3) Im Piguet, eine Reihe von5 hintereinanderfolgenden Blättern, die, wenn sie von dem höchsten Blatte an-fängt, Quinte-Major heißt.

Q uintencirkel heißt in derTheorie der Harmonie der Durchgang durchalle 12 harte und weiche Tonarten mittelst der Quinte, oder diejenige Folge derTonarten, vermöge welcher man sie von Quinte zu Quinte wie in einem Eirkeldurchläuft.

Quinterne, s. Lotterie.

Quintessenz (von g»i,,is «-^entia, worunter die Pythagoräer denÄther verstanden), die durch chemische Kunst ausgezogene coneentrirte und besteKraft eines Dinges, daher das Beste, der Kern einer Sache.

Quintett, einTonstückentwederfürInstrumental-oderfürNocalmusik,wozu bei jenem 5 selbständige Insirumentalpartien, bei diesem 5 concertirendeSingstimmen (meistens mit Instrumentalbegleuung) erfodert werde». Werden