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Zehnter Band. Schw. bis Sz.
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Sparta

bammg seiner Martern and der Befestigung desPiräus abhalten zu wollen. The-mistokleS, der die wahren Beweggründe dieser Anmaßung wohl kannte, täuschteSparta durch eine List, welche jedoch den Unwillen dieses Staats gegen Athen nochmehr reizte. Hierzu kam, daß Pausanias '« tyrannisches Betragen gegen die Bun-desgenossen das Mißtrauen aller griech. Staaten gegen Sparta auf den höchstenKrad erhob. Die meisten Bundesgenossen fielen daher von Sparta ab und un-terwarfen sich dem Oberbefehle der Athewenser. Sparta betrug sich nun mit einerMäßigkeit, welche die Akhenlenser zu einem libermuthe reizte, der die Verbün-deten wiederum den Spartanern zuführte. Diese rüsteten sich jetzt insgeheim;Athen hingegen hob das Bündniß mit Sparta förmlich auf und fing die Feind-seligkeiten zuerst an. So begann (481 v. Chr.) der ptloponnesische Krig, dessenAusgang Sparta auf den höchsten Gipfel der Macht erhob und Athen (405 v.Ehr.) gänzlich demüthigte. Bald aber ward durch die Eifersucht zwischen dem spar-tanischen Feldherrn Lysander und dem Könige Pausanias eine Revolution bewirkt,welche'Athm von der spartanischen Obergewalt befreite. Hierauf standen'dieSpartaner dem jünger« Cyrus gegen s. Bruder. Arka/erpeS Mnemon, bei. Demunglücklichen Ausgange dieser Entstörung folgte ein neuer Krieg zwischen Sparta und Artaxerxe«, welchen Aaesilaus mit einem Glücke führte, wodurch der persischeThron bis in seiae Grundfeste erschüttert wurde. Allein die Perser reizten durch Be-siechunqen Athen, Theben, Korinth und einige peloponnesische Völker zum Kriegegegen Sparta , welche« nun den großen AgesilauS nach Hause rief. Dieser siegteauf s. Rückmärsche bei Koronäa über die Thebanerz der akhenirnsssche FeldherrKanon hingegen schlug die spartanische Flotte unter ihrem Anführer Pisander beiKnidos, und eroberte 50 Galeeren. Dieser u> d. N. des korinthischen oder böoti-schen bekannter Krieg dauerte 8 Jahre, in welchem Sparta weniger glücklich war,Athen hingegen durch die Siege s. Admiral« Konon und dessen glückliche Unter-nehmungen an den spartanischen Küsten und gegen einige Inseln im ägäischenMeere neuen Ruhm und einen bedeutenden Zuwachs seiner Macht erwarb. Sparta sandte nun drn klugrn Antalrüdas an den König von Persien, um Fri.den zu erhal-ten, und ihn von dem Bunde m-t Athen abwendig zu machen. Da Athen durchsein übermüthige« Bewogen die Perser gegen sich aufgebracht hatte, so erreichteAnialcidas s Zweck, und schloß (888 v. Ekr.) den nach ihm benannten Antalcidi-schen Frieden, der für Persien sehr vorth.ilhaft war, jedoch Sparta von s. Feindenbefreite. Die unlauter» und ehrgeizigen Absichten -Sparta « bei Abschließung die-ses Friedens zeigten sich bald; es fuhr fort, s Bundesgenossen zu unterdrückenund überall Zwietracht zu erregen, um sich nachher die richterliche Entscheidunganmaßen zu können. Außer mehren von demselben verübten Gewaltthätigkeitenfiel es ohne Grund die Stadt und Festung Theben an, bemächtigte sich derselbenund führte daselbst eine aristokratische Regierung ein. Als Pelopidaü Theben wie-der frei machte, so kam es zu dem berühmten'thcbanische» Kriege, an dem auchAthen , Anfang« gegen, nachher aber für Sparta Theil nabm. Letzteres wurdedurch diesen Krieg so sehr geschwächt, daß e« von jeht an aufhörte, eine bedeuten-de Rolle in Griechenland zu spielen. Endlich belaß kein Staat in Griechenland Macht genug, um sich an die Spitze der übrigen stellen zu können; da gelang esdem macedonischen Könige Philipp, sich zum Oberherrn von ganz Griechenland zumachen. Agig, König von Sparta, einer der tapfersten und edelsten Fürsten, wagtees zwar, für Griechenlands Unabhängigkeit zu kämpfen, aber er verlor s. Leben inder Schlacht bei Megalopolis gegen Antipater. Der König Arcksidamu« 1L.ward von DemetriuS Poliorceteg bekriegt, und Sparta nur mit Mühe gerettet.Gleich darauf entstanden neue Unruhen. KleonymuS, ein Neffe des KönigsArcuS, faßte verderbliche Anschläge gegen sein Vaterland, und rief den Pyrrhuöherbei. Der Anschlag mißlang theils durch die Langsamkeit desselben, theils durch