Band 
Zehnter Band. Schw. bis Sz.
Seite
495
JPEG-Download
 

Spießglanz Spinell 495

Beifall er so sehr fleckte und um deßwillen er seine nicht geringen Anlagen verderb-te, gegen ihn betrogen? Es hat die Nachricht von seinem Tode mitdergrößten Ge-mütheruhe aufgenommen, leichtsinnig meinend, die Stelle werde gar bald wiederdurch einen nicht minder gewandten Gunst!» Werber beseht werden. Jetzt sind seineRomane sasi vergessen, freilich ober hier und da um noch nichtigern Ersatz.

Spießglanz, Spießglas, Antimon, ist ein Metall von zinn -weißer Farbe, starkem Glänze, körmgblätterigem oder strabligcm Bruche undvon 6. Ssachem spcc. Gew. Es ist weicher als Wiemuth, sehr wenig biegsamund gar nicht geschmeidig, sondern spröde. Es schmilzt etwas schwerer als Bleiund veistüchiigt sich in höherer Temperatur; hat dabei lieimosphärische LustZutritt, so verbrennt es mit bläulicher Flamme und vielem Rauche. Verbindun-gen des Antimons mit Sauerstoff kennt man bis jetzt 4, die eine weiße, gelblich-wetße und gelbe Farbe haben und sich nur schwer redueiren lasten. Eine S chwe-felverbindung des Antimons ist u. d. N. rohes Spießglanz (n,>ti»>r>i,iuinl-i üiluin) bekannt, ist leichtflüssiger, aber weniger flüchtig als das Metall, undin der stärksten Hitze für sich nicht, wohl aber durch Eisn, Kupfer und mehre andreMetalle ze, setzbar. Wiewol mehre anrimonhallige Mineralienan der Natur vor-handen sind, so wird doch nur der Antimonglanz zu Gute gemacht; die übrigensind bloß mineralogische Seltenheiten. Der Antunongla nz oder dasGrau-spkeßglanzei z ist eine Verbindung von 'Antimon und Schwefel, hat eine blei-graue Farbe und findet sich in spießigen Prismen und in stiahligen, faserigen undderben Plasten, am Harze, im Erzgebirge, in Ungarn, Frankreich :c. Wennder Antinionglanz nicht in so derben Massen bricht, daß er durch die Handschei-dung von Slang-und GebirgSarten befreit werden kann, so wird er bei großerLeichtflüssigkeit durch Auesaigerung geschieden. Diese Operation wird theils in 2übereinandergestellten Tiegeln, theils in d>m vertieften Herde eines Flammen-ofens vorgenommen. Um dos metallische Spiessglanz darzustellen, werden dieErze entweder geröstet und mit Weinstein in Tiegeln eingeschmolzen, oder die an-gerosteten Erze werden gleichfalls in Tiegeln mit dem halben Gewichte glühendenEisens verbunden. Der wichtigste Gebrauch des metallischen Antimons ist der zuBuchdruckerlettern, welcher darauf beruht, daß er allen Metallen und folglich auchdem Blei größere Härte und Sprödigkeil ertheilt. Auch ist es ein GemengiheilMehrer nützlicher Composilionen.

S> p i l l g e I d e r (von «Lpill, welches Spindel, die Hauptbeschäftigung derWeiber unserer Vorfahren, bedeutet) heißen im deutschen Reiche diejenigen Gel-der, über welche die Eheweiber ganz allein und ohne Vermissen ihres Mannes un-umschränkt verfügen können. Die Römer kannten diese Art von Privalvermö-gen derFrauen nicht; auch bei uns werd>n die Sptllgelder nicht vorausgesetzt, son-dern müssen bedungen werden; ausgenommen das Pathengeld der Frau, welchesfür Spillgeld gerechnet wird. Spillmagen (s. Eognalen) ün Gegensatzevon Schwerlmagen. (S. A g nalen.)

L2 pinell, ein Edelstein, findet sich in oktal drischen Krystallen und in Kör-nern, hat muscheligen Bruch, rothe, violette, blaue, grüne, gelbe und brauneFarbe, Glasglanz, ist durchsichtig, hart wie Topas , von 3. öfochem spec. Gew.und besteht aus Thon- und Talkerde. Er findet sich aus Ceylon, in Pegu, aucham Vesuv und zu Aker in Schweden . Die Juweliere benutzen nur die rothen,sehr durchsichtigen Abänderungen, und unterscheiden nach den Farben den blaß-rothen Rubin balais, den hochrolhen Rubinspinell und den blaulichrvthenAlmandin, von welchen der Rubinspincll den meisten und nicht selten einen ziem-lich hohen Werth hat.

Splnett (olnvicni .Iin»,, e-pineilc-), ein mit Drahtseiten bezogenes Ta-steninstrument, ein kleiner Flügel von nicht vollen 4 Octaven in Form eines läng-