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Zehnter Band. Schw. bis Sz.
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Spracht

Spitze der Zunge auf veiffchiedene Weife a» den Gamben gebracht, oder sie w,rdzurückgezogen Und niedergedrückt, und der Labt entsteht durch den Hauch oder dieZusammenziehung des Gaumensegels . Wird die Spitze der Zunge am Gaumen ineiner zitternden Bewegung gehalten, so bildet sich das >. Bei unserm g wird dieWurzel der Junge an den Hintern, beim j derRucken derselben an den vordem Theildes Gaumens gebracht; davon unterscheidet sich unser cl> dadurch, daß der Rückender Zunge flacher an den Gaumen gelegt, der Athem stärker hervorgestoßen wird.X endlich in der reinste Gaumcnbuchstabe, der durch dieMandeln und das Gaumen-segel ohne Beihülfe der Zunge hervorgebracht wird. Modificirt wird die Sprachen) durch die Stim m e (s. d.) im Gesang; l>) dadurch, daß eine größere oder gerin-gere Menge von Luft in schnellere oder langsamere Bewegung gesetzt wird; der höch-ste Grad des ersten ist das Schreien, der niedrigste des andern das Flüstern; >) dieBauchredner sprechen anstatt mit den Lippen und der Zunge mit dem Gaumensegel4inl> den Mandeln allein, und zwar während des Einathmens; ,!) die krankhaftenAbweichungen bestehen in Sprachlosigkeit Gl.ili.-,), oder in unvollkommener Aus-sprache Die erstere hängt am häufigsten von Taubheit ab, die das Er-

lernen derSprache verhinderte, oder von StiMmlosigkcit (s. Stimme), oder vonEntzündung, Geschwulst u. a. Fehlern der Sprachorgane, die wir vorhin erwähn-ten. Die letztere besteht entweder in einer allgemeinen Schwierigkeit zu sprechen,lind Wird dann m.ixfll.ilii, genannt, oder IN einerpartiel/en, sodaß bei gewissenBuch-staben undWörtern diese Schwierigkeit eintritt (I-Mli»iir-. Stottern), oder sie gibtsich auch durch unvollkommene Aussprache einzelner Buchstaben kund, und wirddann piuialoli^ h>I>i»Ii.-, mir.lii- (mirilti-), liiigiuiH-, gutlnmli». liOickilwl.Bmii.'!,loliwGuu.-. 5ig,»!>i imirui genannt, lil-wkiw,- heißt der Fehler in der Aussprache,wo die sogen, harten Buchstaben mit den weichen, und umgekehrt verwechselt wer-den; I>.->l, seh<>!Ai.i endlich der, wo von Zungengcschwulst (r.i n n i.i) die Sprache soverändert wird, daß der Mensch mehr froschartig zu quaken als zu sprechen scheint.Alle Sprachfehler können nur dadurch gehoben werden, daß Man theils die Ursachenderselben entfernt, theils eine große Aufmerksamkeit auf die Aussprache verwendet.S. -Olivier, ,,Über die Urstoffe der menschl. Sprache" (Wien 1821). >i. l>.

Sprache, l. subjectiv genommen, bedeutet die Fähigkeit eines We-sens, Andern seine Vorstellungen und Empfindungen auf eine sinnliche, vernehm-bare Weise mitzutheilen. Diese Fähigkeit, Empfindungen, ohne Begriffe, durchTöne zu erkenne» zu geben, ist bloß Stimme. Im objectiven Sinne versteht manunter Sprache einen Inbegriff oder Svstem von BezeichnungSn.itteln für Begriffe,Vorstellungen Und Empfindungen. Nach der Art dieser Bezeichnungsmittel wirddie Sprache wieder eingetheilt! ->) in Wortsprache, oder Sprache im engern undeigentlichen Sinne, insofern man sich arkicylirterTöne, der leichtesten und bestimm-testen BezeichnungSmittel, zur Darstellung der Begriffe und Vorstellungen be-dient; ein Ersatzmittel dieser Wortsproche ist die Schriftsprache, mittelst welcherman jene Tone durch geschriebene Zeichen andeutet; b) die Gebärden - und Mie-nensprache, wo durch körperliche Bewegungen und Thätigkeiten, ohne Töne, Be-griffe und Vorstellungen zu erkennen gegeben werden. (S. Gebärde.) Ihr Ersatz-mittel zwischen Personen, die von einander entfernt sind, ist die Bilderschrift oderBildersprache. (S. Hieroglyphen.) Die Gebärden- oderMiencnsprache kann,je nachdem Man sich zu derselben bloß einzelner Theile des Körpers bedient, wiederbesondere Benennungen haben, Z. B. Augensprache, Fingersprache ic. Die letzteregebrauchen noch viele rohe Völker, besonders um ihre Begriffe von einer Mengeoder Zahl auszudrücken. Unsere Begrüßungen durch Verneigung des Körpers :c.sind gleichfalls ein Überbleibsel und Theil der Gebärdensprache, indem fast alle Völ-ker durch dieses Zeichen den Begriff der Hoheit des Begrüßten, oder von Unter-würfigkeit und Herablassung des Grüßenden >c. auszudrucken suchten. Die erste