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Zehnter Band. Schw. bis Sz.
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Sueven

Sueur (Eustache le)

Sueur (Eustache le), ein berühmter srünz. Maler, geb. 1611 zu Pgr>s,gest. das. 165Z, st,ibirte unter Simon Vouet , den er bald übertraf. Dieser gelehrteKünstler verließ sein Vaterland nie, und doch zeugens.Werke in Hinsicht auf Zeich-nung von einem feinen, nach den größten ital. Meistern und der Antike gebildetenGeschmack. Durch Mühe und Nachdenken gelangte er, von seinem Genie unter-stützt, zu einer hohen Stufe als Künstler, und er würde in dieser Hinsicht vollkom-men geworden sein, wenn er den Pinsel dervemtianischen Schule, und wenn s.Far-bengebung mehr Kraft und Wahrheit gehabt hätte. In s. Darstellungen herrschteine edle Einfachheit und jenes Prachtvolle, welches Rafael's Gemälde auszeichnet.Seine Ideen sind erhaben, s. Ausdruck bewundernswü' > und s. Stellungen gutconlrastirt. Er malte mir »»gemeiner Leichtigkeit, und man bemerkt in s. Pinsel-strichen eine eigenthümliche Freiheit und Frische. Seine Gewänder besonders sindmit großer Kunst gezeichnet. Dabei besaß S. jene Einfachheit und Rechtlichkeit desCharaktersund jene wirkliche Frömmigkeit, welche den künstlerischen Talenten einenso hohen Werth geben. Leine vorzüglichsten Arbeiten sind zu Paris . Das kleineCarthäuserkloster hat er mit herrlichen Gemälden geschmückt, welche aber von neidi-schen Menschen verstümmelt wurden. Sie stellen in 22 Schilderungen, diejetzt imSaal des Senats sind, das Leben des heil. Bruno vor, und der Künstler hatte 3 I.lang daran gearbeitet. Man bewundert darin besondersden Schlummer des Heili-gen, s. Weigerung, die Bischofswürde anzunehmen, d«e Predigt des KanonikusRaymund und den Tod des Bruno in den Einöden Calabriens. Das Leben des heil.Bruno hat Chauvan in Kupfer gestochen (lithographier Par. 1822 —28). Auchein andres Gemälde von S. wird geschätzt, das jenen Heiligen darstellt, wie er fürsich und s. Gefährten die große Carthäuserkirche bei Grenoble , und die Zellen, worinsie der Welt gänzlich vergessen sollen, bauen läßt. Die Anordnung ist edel und ein-fach, die Stellungen der Arbeiter sind mit der äußersten Richtigkeit gewählt. Eingroßes Verdienst S.'S war es, nichts Übertriebenes darzustellen. Sein Hauptwerkist das Gemälde dcü heil. Paulus , wie er zu Ephesuö predigt; es befindet sich imMuseum zu Paris , sowie auch die Messe des heil. Martin u.a. Die Gemälde, wo-mit er 3 Säle im Hotel Lambert schmückte, sind durch die Erfindung und die Fein-heit der Ideen merkwürdig. Diese schöne, aus 19 Stücken bestehende Reihe vonGemälden, bekannt u> d. N. des CabinetS der Musen und des Salons der Liebewar s. letztes Werk. Er starb 38 I. alt zu Paris am 30. April 1655.

Sueur (Jean Fram ois le), ein berühmter franz. Componist, geb. 1163zu Paris , ward früh in der Tonkunst u. a. W ssenschafren unterrichtet und erhielt,obgleich er nichtGeistlicher war, sehr jung die Capellmeisterstellen an mehren Kirchenin Dijon, Paris , und endlich an derMetropolüankirche daselbst. Hier machte er sichdurch Messen und -Oratorien bekannt; den größten Ruhm erwarben ihm s. theatra-lisch-musikalischen Arbeiten, wozu ihm s. Freund Sacchini die erste Anleitung gab.Seine Opern: „pgul et Virgiuio", „'I'eleni.igue", „l.,i o-iverue" u. a. wurdenmit dem größten Beifall aufgenommen; wegen der zweiten ward ihm in einer Si-tzung des Lyceums(1196) der Kranz der Erkenntlichkeit dargereicht. Nachher warder zu einem der 5 Administratoren des Conservatoriums ernannt, durch Kabale aber1803 von s. Stelle entfernt; Napoleon ließ jedoch seine Sache untersuchen undmachte ihn an Paesiello'S Stelle zum Capellmeister. Nachher wurde er Oberinten-dant der Musik des Königs. Unter s. neuesten Opern zeichnen sich „Die Barden"aus, in welchen die Harftnchöre eine eigenthümliche Wirkung machen. Sie tru-gen in der Meinung des Publicums den Sieg über Spontini'S „Bestalln" davon.Auch hat er Cantaten und Oratorien componirt.

Sueven nannte man vor der christl. Zeitrechnung eine Anzahl unter einan-der verbundener Völkerschaften, die den größten Theil Deutschlands bewohnten.Dir Hermunduren, Semnonen, Longobarden, Angeln, Dandalen, Burgunder,