sie und hatt, Antheil an dessen Siege bei Zvrv (1560), wo er verwundet wurde.So lapser er im Felde war, > benso geschickt war er als Unterhändler. und ward deß-bald 1583 nach Paris geschickt, um dic Absich^w des Hofes zu erforschen. 1588schloß er für Heinrich einen Vertrag wir den Schwerern übereiiiHülfshekrv.20,000M., und 1566 unterhandelte er zu Florenz wegen der Vermählung f. Herrn mitMaria v. Medici. Als die Königin Elisabeth von England 1603 gestorben war, gingRcsnv als Gesandter nach London und zerrann den König Jacob I. für HeinrichsAnsichten. S o große Verdienste blieben nicht unbelohnt: Roenv wurde 1561 StaatS-secretair, 1586 Mitgl. des Finonzconseile, 1565 u. 1588 Oberaufscher der Finan-zen, 1601 Großmeister der Artillerie und 1602 Gouverneur der Bastille; zugleicherhielt er die oberste Leitung der Befestigungen. Er suchte den Räuberbanden, wel-che während der bürget lichtn Kriegesich über Frankreich verbreitet halten, aufdaSkräftigste zu steuern, und brachte als Ftnanzminisier eine so «rite Ordnung m dieVerwaltung, daß er bei 35Mill. Eink. in 10 Jahren eine Staatsschuld ron 200M:ll. tilgte und noch 30 Mill. zurücklegte. Unermüdet arbeitsam, genoß er erstAbends, wenn seine Geschäfte beendigt waren, in einem kleinen Cirkel das Vergnü-gen der Gesellschaft. Auch s. Tafel war sehr einfach. Die Hosieute waren wenig mitihni zufrieden, sie nannten ihn gewöhnlich das „Negativ" (die Verneinung), undvei-sicherten, daß daeWort „Za" nie liber seine Lippen komme. Heinrich schätzteihn dagegen desto mehr. EifrigwidersehtesichRosnpallenBedrückungen, welche dieGroßen sich gegen das Volk zu Schulden kommen ließen. Selbst tieGeliebteHein-rtchs I V'., Fräulein v. Entraigues, nachherigeMargitisev.Verneuil, eih'elr von ihmoufeinen Antrag dieser Art. den sie machte, eine abschlägige ?(ntwork. „Die Ursachedes Verfalls der Monarchien", sagt S. in s. „äl.nMiivs", „sind die übertriebenenSteuern, vorzüglich der Alleinhandel mit dem Getreide, die Vernachlässigung derHandlung, der Gewerbe, des Landbaues, der Künste und Handwerke, die großeZahlvon Beamten und die Kosten dieser Ämter, die außerordentliche Gewalt Derer,Welche sie bekleiden, die Kosten, die Langsamkeit und Unbilligkeit der Rechts-pflege, der Müßiggang und die Verschwendung und was dahin gehört, die Aus-schweifungen und das Sittenverderbniß, die Verwirrungen in den Verhältnissen,Veränderungen in den Münzen, die unklugen und ungerechten Kriege, die Des-potie der Regenten, ihre b'inde Anhänglichkeit an gewisse Personen, ihre Vorur-theile zu Gunsten gewisser Stünde und Gewerbe, die Habsucht der Minister undGünstlinge, die Verachtung und Zurücksetzung der Gelehrten, die Duldung schlech-ter Gewohnheiten und die Übertretung guter Gesetze, die hartnäckige Anhänglich-keit an gleichgültige oder schädliche Gebräuche, die Menge verwirrender Verordnun-gen und unnützer Vorschriften". Der Ackerbau, den er eifrig beschützte, schien ihmdiese Aufmunterung mehr als die Künste des Luxus zu verdienen. Die letztemsollten nach s. Ansicht nur die geringere Anzahl des Volks beschäftigen. Er fürch-tete, daß der Reiz des mit diesen Gewerben verbundenen Gewinns die Städte zusehr auf Kosten des Landes bevölkern und allmälig die Nation entnerven möchte.„Diese sitzende Lebensart", sagte er von den Zeuchmanufakturen, „kann keine guteSoldaten machen. Frankreich ist nicht zu solchen Tändeleien geeignet". Deßhalbwollte er auch durchaus alle Lu.ruswaarcn mit Auflagen belegen. Der König warnicht immerinitihm glelcherMeinung, erkannte aber doch seine Verdienste völlig an.Als Roeny von s. Gesandtschaft in England zurückkam, ernannte ihn Heinrich l V.zum Gouverneur von Poilou und zum Oberaufseber (Oiuu<l>>..'>ii,o) aller Häfenund Landungsplätze von Frankreich, und erhob 1606 das Gut Sully an der Loire für ihn zum Herzogthum und zur Pairie. Diese Gunstbezeigungen erkaufte derMinister aber nicht durch Schmeicheleien. Heinrich harte die Schwäche gehabt,der Marguife v. Verneuil die Ehe zu versprechen, und S., dem der König die Actezeigie, war so dreist, sie zu zerreißen. Obgleich Heinrich iV. , um sich mit seinen kath.Unterthanen auszugleichen und deren Liebe zu gewinnen, zu ihrerKirche übertrat,
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Zehnter Band. Schw. bis Sz.
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