Sultan
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und obgleich, wie man glaube, S. dem König selbst dazu ri-th, so blieb er für s. Person doch der Protest. Lehre treu. Nach Heinrichs IV. Tode wurde 2., zum grastenNachtheile für Frankreich , entlassen (1611). Er mußte sich mit einem Geschenk von100,000 Thlrn. vom Hofelentfernen. Zwar berief einige Jahre nachher LudwigXI ll. ihn wieder zu sich, um ihn um Rath zu fragen; auch empfing er 1634 denMarschallSstab von Frankreich , wogegen er s. Würde als Großmeister der Artillerieniederlegte; doch trat er nicht wieder in eigentliche Dienstthätigkeit und starb d. 21.Dec. 1641 auf s. Gute Villebon. V.'s „älänioiros <Ies ?n--e5 et rovala> üuon»-niies il'ülak, <le>nie-tign>^. >>»>iiignc; et I»iliiuiro8 >!e Henri le 6runü". 1636zu Sullv unter der Aussicht des Vfs. gedruckt, sind lesenswerth. Diese Ausgabe icknicht die vollstäntigcke, aber die gesuchteste, weil sie nicht, wie die andern, z. B. dievon Amsterdam 1123 in 12 Bdn. und von 1143 in 3 D.uart- und 8 Duodezbän-Len, Veränderungen von fremden Händen erlitten hat. Jene Original nemoirenvon S. enthalten eine Menge von Thatsachen und geheimen Anekdoten, die manin a. Werken derselben Zeit vergebens suchen würde. Sie bieten ein Gemälde derRegierungen Karls I X., Heinrichs I II. und Heinrichs I V. dar, welches von einemgeistvollen Manne zum Unterrichte von Skoaisleuten und Kriegern entworfen ist.S. erscheint darin beständig an Heinrichs Stile. Die Liebeshändel dieses Fürsten ,die Eifersucht seiner Gemahlin, seine häussichen Verhältnisse, die öffentlichen An-gelegenheiten, Alles ist darin aufs lebendigste geschildert.
Sultan , ein arabisches Wort, so viel als ein Mächtiger. Im eigentlichenVerstände wird der türkische Kaiser Sultan (auch Großsultan) genannt, ob-gleich der Titel Padischah für höher gehalten wird. Auch die Fürsten von der Fa-milie des krimischen Tatarkhans hießen Eultane. Der Pascha von Ägypten wirdgleichfalls von den Einwohner» dieses Landes, nicht aber am Hofe zu Konstantino-pel, mit der Benennung Sultan beehrt. Im gemeine» Leben kann dies Wortmit einem Fürworte einer jeden Person aus Höflichkeit beigelegt werden, z. B.Sultanum, mein Herr! Sowie die türkischen Sultane auch Großsultane heißen,so werden ihre Gemahlinnen von den Europäern gleichfalls Sul tan in n e n ge-nannt. Die Türken nennen sie aber nur: die erste, die zweite oder dritte Frau :c.Die erste ist diejenige, welche dem Kaiser den ersten Prinzen geboren hat. Dieerste Frau wird auch von den Europäern Sultanin Favorite genannt. L>ie be-hält vor den übrigen Damen des Serails den ercken Ranz, wofern nicht ihr Sohnvor dem regierenden Sultan verstirbt, und diesem von einer andern Frau früherals von ihr ein Sohn wieder geboren wird. Der Titel Sultanin kommt eigentlichnur einer wirklichen, dafür erklärten Gemahlin oder Kaiserin zu; allein solche gibtes nicht mehr, indem zur Ersparung einer eignen Hofhaltung, welche eine wirklicheSultanin haben müßte, die Vermählung unterbleibt. Zu Kcnckantinopel heißennur die Töchter der Kaiser Sultaninnen und behalten diesen Namen auch, wennsie an Officiere und Bediente des Kaisers verhetraikek werden. Die Töchter auseiner solchen Ehe heißen Kanüm Sultaninnen, d. i. grauen vom Geblüt. Ist dieMutter des Kaisers bei seinem Regierungsantritt noch am Leben, so yeißt si: Wa-lidet'-Sullanin oder Eusianin Valcke. Sie genießt eines vorssiglichen Ansehens.Ihr >L>ohn darf ohne ihre Zustimmung keine neue Gemahlin oder Beischläferinwählen, und auch auf die Sramsregierung bat sie einen wichtigen Einfluß. —Sultane oder Sultans heißl eine Art lürksscher Kriegsschiffe von ungefähr66 Kanonen, 800 Seesoldaien und 50 griech. Matrosen. — Sultanin, eineGoldmünze, die zu Eairo geprägt wird und ungefähr 2 Thlr. oder 3 EonventionS-gulden werih ist. Die zu Tunis geprägten Sultaninnen sind schwerer, von feinermGolde und um ein Drittel mehr werth.
ulz er (Johann Georg), einer der berühmtesten Philosophen und Ästhe-tiker des 18 Jahrh-, geb. d. 5. Der. 1120 zu Winterthur im Tanton Zürich, verlor
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