Tadinor
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Tafelgütcr
Kuistcharakter des T. siehe die Abhandlung in den „Abhandlungen der berlin . Akad.derW." a. d.Z. l 822—23. Der Empfehlung sind würdig dieAusg. von Zak.Gi o-no> (Amst. 1685, 2 Bde., oder Utrecht 1721, 4.), von Broiler (Pa>. 1771,4 vde., 4., oder 7 Thle., 1776, 12.), von Ernesii (Leipz. 1801, 2 Thle.,du ch Qberlin). Mehre Gelehrte haben sich auch an das schwierige Unternehmengewagt, den T. zu verdeutschen. Flüchtig gearbeitet ist die Übers. von C. F. Bahrdt(Halle 1787, 2 Bde.). Treuer und sorgfältiger hat Weltmann übers. (Berl.1!>11, 5 Bde.). Aber die Sucht, der deutschen Sprache, ihrem Charakter z»-mder, die römische Kürze anzubilden, stößt jeden Leser zurück, und T. erscheintir derselben steif und unbeholfen. Dazu kommt, daß sie sehr oft von der Unwis-senheit des Vers. zeugt, der sehr gewöhnliche Ausdrücke nicht verstand und dahergmz sinnlos wiedergab, z. B. aus der weiblichen Heftigkeit der Livia eine weibliche1 nzulänglichkeit machte. Weit besser ist die neueste Übertragung von Strombeck,md die Übersetzung der „Annalen " des TacituS von Freih. v. Hacke (Frkf. 1825).skicklesü hat sämmtl. Werke des T. zu übersetzen angefangen (Oldenburg 1825).Unter den franz. Übers. werden Dureau de la Malle und Burnous (6 Bde., Paris 1827 fg.), auch Letellier's „17>hle»ux I>i>>tc»ig. oxtroit-i <1v luoite, ei rüunixpur <1e« »»ii>,ii:,i,c-8 ot ücx uppeixlioos; lrixluol. nonv.uv. lo texte cn rcgmrü etdes iixles eiil. ct liller." (PariS 1825, 2 Bde.) geschützt.
Tadolini s)ldam), ein Künstler, der s. ersten Unterricht von der Naturempfing, geb. zu Bologna 1789, wurde von s. Vater mit dem Hanf- und Flachs-handel beschäftigt, daher konnte er nur im Geheimen Figuren modelliren. Alsdiese Übungsstücke dem Prinzen Ercolani zu Gesichte kamen, wirkte er dem jungenKünstler die Erlaubniß aus, seinem Berufe folgen zu dürfen. T. besuchte hieraufdie Kunstschulen zu Bologna und machte in weniger als 3 Zähren solche Fortschritte,daß er 2 Mal den für Zeichnung und Skulptur ausgesetzten Preis erhielt. DerBildhauer Demaria, dessen bester Schüler T. war, nahm ihn jetzt nach Ferrara mit, wo er ihm bei Errichtung eines öffentlichen Denkmals bchülflich sein sollte.Nach Bologna zurückgekehrt, verlor T. s. Vater in demselben Augenblick, wo erden großen Preis der Bildhauerkunst für s. Basrelief Venus und Äneas erhielt.Bald darauf berief man ihn, kaum 22 Z. alt, an Barbieri'S Stelle zum Pros.der K inst.matomie. Nachdem er diesem Lehramt 8 Monate mit großem Beifallvorgestanden, begab er sich mit einer Pension der Regierung nach Rom , um s.Bildung zu vollenden. Hier führte er, bei Gelegenheit einer von Canova eröffne-ten Preisbewerbung, binnen 4 Wochen ein Gyxsmodell aus: der sterbende Ajil'.Die Großartigkeit dieser Composition bewundernd, nahm Canova den jungenKünstler zu sich und ließ ihn die Gruppe Venus und Mars, eine kolossale Statueder Religion, das Modell zu der Reiterstatue Karls I II. in Neapel , den großenSarkophag für die letzten StuartS, und die Statuen von Washington und PiuSVI. bearbeiten. Ausgebildet in der Schule des großen Meisters, eröffnete T. eineignes Atelier und führte mehre neue Werke aus, u. a. die Gruppe Venus undAmor, für de» Prinzen Ercolani; einen Gannmed, der den Adler tränkt, fürtenFürsten Esterhazy; das Grabmal des Cardinals Lante, für die Stadt Bologna ,und eine große Anzahl Büsten , die von seltener Wahrheit und Vollendung sind.1825 bildete T. einen Ganymed in aufrechter Stellung, einen ruhenden David,Iason mit dem goldenen Vlies, die Ziege Amalthea, von Amor mit Blumenkrän-zen umwunden u. a. Werke niehr. — Auch T.'S Gattin ist eine ausgezeichnete Künst-lerin. Die Cameen, welche sie arbeitet, werden von Kennern sehr gesucht.
Tafelgüter, bona inenruliu, diejenigen Güter, welche zum Unterhaltedes landesherrlichen Hofes, besonders in den ehemaligen geistl. Staate», bestimmtwaren. Wenn es Lehngüter sind, so heißen sie Tafellehen.