Tallierr
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und dessen Nachfolger in der Pairswürde. Sein Sohn, Ludwig v.Pörigord,Großneffe des Fürsten T„ vermählte sich am 25. Febr . 1829 mit der Tochter desHerzogs v.Montmorency, worauf der König des Fürsten T. Domaine Valeiwaufür Ludwig Pürigord zu einem Herzogthum erhob. — Voni Baron Talleyrant,einem Letter des Fürsten , leben 2 Söhne: August, Graf v. Talleyrand,geb. zu Paris 1110, war Kammerherr desKaisers Napoleon und dessen Gesandterin der Schweiz (seit 1808 bis im Juni 1823), jetzt ist er Pair von Frankreich .Sein Bruder, Alexander, Baron v. Talleyrand, geb. zu Paris 1116, er-hielt s. Bildung zu Neapel , wo s. Vater 1189 Gesandter war, diente in der neapo-litanischen Armee bis 1802, kehrte dann nach Frankreich zurück, wurde nach derRestauration Präfect im Deport. Loiret zu Orleans , folgte 1815 dem König nachGent, erhielt eine Sendung nach Wien , wurde später, wie er als Präfect sich einerRequisition der prcuß. Truppen widersetzte, von kiesen verhaftet, dann vom Königezum Staatsrath und vom Deport, des Loiret zum Deputieren der Kammer 1815und 1816, hierauf 1820 zum Präfecten desAiSnedepari.und 1823 des Allierdepart.ernannt. Gegenwärtig ist er außer Dienst. Er besaß die volle Ergebenheit der Be-wohner der von ihm verwalteten Deport, und stiftete viel Gutes. Die von ihm ent-worfene statistische Beschreibung des Aisnedepart. — ein treffliches Werk — hatsein Nachfolger 1823 drucken lassen. 20.
Tallien (IeanLamberi)warderSohneinesThürhüterSbeidemMaiquisLe Bercy, der ihn liebgewann und mit Sorgfalt erziehen ließ. Er ward nach undnach Haushofmeister des Marquis, Schreiber eines Procurators, Angestellter inden Bureaux des Handels und der Finanzen, Abschreiber des Deputirren Brostaretwährend der constituirenden Versammlung, endlich Factor in der Redaction des„Boniteur". Obgleich noch sehr jung, wollte er 1191 für s. eigne Rechnungarbeiten, und gab das Journal ,,IGn>i ste-; (ütovcuu." heraus, welches kein Glückmachte. Als er am 10. Aug. 1192Generalsecretair der Commune geworden war,fing er an, eine Rolle zu spielen, und trug besonders zu den Gräueltkaten des Sep-tembers bei, welche er sogar vor denSchranken des gesetzgebenden KörverS zu recht-fertigen wagte. Nachher zum Abgeordneten des Seine- und Oisedepart. erwählt,erschien er häufig auf dem Rednerstubl, um Ludwigs XVl. Proceß zu beschleuni-gen, und stimmte für den Tod des Königs. Hierauf zu Sendungen gebraucht,zeigte er sich allenthalben als eifrigen Theilnehmer der revolutionnairen Maßregeln;Bordeaux war besonders der Schauplatz seines Terrorismus. Dort lernte er Frauv.Fontenay, geb. CabarruS (s. Chimay), eine der schönsten Frauen Frankreichs ,kennen, die eben auf s. Befehl ins Gefängniß geführt worden war, und die Liebe,welche sie ihm einflößte, stimmte ihn zu mildern Maßregeln. Dom Wohlfahrts-ausschüsse deßhalb getadelt, kam er mißvergnügt nach Paris mrück, und von die-sem Zeitpunkt an begann sein Haß gegen Robespierre . Die Sorge für s. Sicher-heit bewog ihn bald, eine Macht anzugreifen, welche er zu seinem Verderben ge-rüstet sah, und der 9. Thermidor, zu dessen Helden er gehörte, hob ihn, indem erihn an seinem Feinde rächte, auf den Gipfel des bürgerlichen Ansehens. Vergebenswollte die Bergpartei sich den Gunstbezeigungen, deren Gegenstand T. war, wider-setzen. Nach einander zum Präsidenten, zum Mitgliede des Wohlfahrtsausschus-ses und zum obersten Leiter der wiederhergestellten Jakobiner gewählt, erhielt ereine wirkliche Oberherrschaft; er gab im Convent den Ton an, lind indem er niitKühnheit alle Beschuldigungen, welche gegen ihn vorgebracht wurden, zurückwies,blieb er bis zum 18. Vendemiaire im Besitz einer Gewalt ohne Grenzen. Währenddieser Zeit heirathete er Frau v.Fontenay, welche jetzt als Mad.Tallien eine glän-zende Rolle in den pariser Cirkeln spielte und u. a. die antiken CostumeS in Modebrachte. Als er nachmals in den Rath derFünshundert trat, federte er strenge Maß-regeln gegen die Verwandten der Ausgewanderten, klagte die Royaliflen und die