Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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Walckeiruex

Walcheren

besondere Verwaltung organisirte. Durch den Frieden zu Adrianopel (14. Sept.1829) fielen die Fürfienchümer unter die Oderherrlichkeit der Pforte zurück, er:hielten aber ihre eigne Verfassung und Verwaltung. DieHospotaren behalten ihreStelle lebenslänglich; doch können sie wegen Verbrechen abgesetzt werten. AlleInseln des linken Donauufers gehören den Fürstenlhümern. Die Pforte darf kei-nen befestigten Punkt auf dem linken Ufer mebr haben, und kein Türke im Alandewohnen, nur Kaufleute werden zugelassen. Die Fürfienchümer sind von Lieferun-gen jeder Art für die Pforte befreit; doch zahlen sie ferner den bisherigen (1802bestimmten) Tribut, und außerdem als Entschädigung für jene Lieferungen einenoch zu bestimmende Summe. Im Fall einer neuen Ernennung des Hospodarswird der Pforte eine dem jährl. Tribute gleichkommende Summe entrichtet. DieEinwohner der Fürstenthümer dürfen Handel treiben im türkischen Gebiet, ohneirgend eine Belästigung von Steuern u. kgl. Die Hospotare können auch Sani-tätScordonS ziehen, und schon 1830 wurden in der Walachei 1 Quarankaineii und5 Lazarethe errichtet. S. Wilkinson's „Histor.-geogr.-polit. Gemälde der Moltauund Walachei" (a. d. Engl . ins Franz, übers. von Laroguelte, 2. Aufl. 1824); undIakovaky Rizos's „llist. Oo 1.1 Oi eev üepnis I:> cliül» elv l'einpi, <Ic 1'oooülentju.-ign'ä 1a >>, i.-ik >Io tVlissuloii^lii". Rizos war Großpostelnik (erster Minister)des Fürsten Koradza.

Walcheren , die bedeutendste dcr zeeländischen Inseln zwischen den Mün-dungen der Vchelde und dem deutschen Meere. Sie ist in 4 Theile, Uitwatei ingen,getheilt, die nach den 4 Himmelsgegenden benannt und gegen das Meer durch kost-bare Deiche verwahrt werden; doch schützen auf einer Seite Dünen und Sandhügelgegen die eindringenden Fluten. Die Insel ist eben, durchaus mit einer fettenDammerde bedeckt, und liefert den schönsten Weizen, besonders herrliche Färber-röthe und die beste» Kartoffeln Hollands . Sie gehört zur Provinz Aeeland; ihreHauptstadt ist Middelburg , mit 20,000 Einw.; auch Hot sie den guten, aber un-gesunden Hafen der Festung Vlicssingen (s. d.). Britische Expedition 1809.

Walckenaer (Charles Aihanase, Baron), Mitgl. der k. sranz. Akad.der Inschriften und der schönen Wissenschaften, Ritter der Ehrenlegion , seit 1816einer von den 12 Moires der Stadt Paris und Gcncralsecretair der Prafeeiur desSeinedeparrementS, geb. zu Paris den 25. Dec. 1171, siudirte daselbst, machtewährend der Revolution Reisen in den Niederlanden und in England, setzte zuGlaSaow in Schottland seine Studien fort und vollendete sie zu Paris i» derBrücken - und Straßenbau - und in der polytechnischen Schule. Durch sei» Ver-mögen unabbängig, lebte er auf seinem Landgute, 8 Stunden von Paris , denWissenschaften. Im Oct. 1813 wurde er Mitgl. des kaiserl. Instituts in derClasseder Geschichte und alren Literatur. Ludwig XVlll. gab ihm 181-1 den Orden derEhrenlegion und ernannte ihn 1816 durch die Ordonnanz vorn 21. März, welchedas Institut umgestaltete, zum Mitgl. der Akad. der Inschriften. 1828 »ehielt e>die Stelle eines Reguetennieisters und den Titel Baron . Als Schriftsteller hat ersich seit 1798 in mehren Fächern bekaimtgemacht. Wir bemerken s. ne z>.,>i-5i>.-n,»-." (nach dem Svsteme des Fabricius, 2 Bde., Paris 1802); s. „k7ü,<-pn.ipbic ,»e»I<!r»e" (nach Pinkerton, 6 Bde., 1804). Von der neuen Aufl., 1812,sind nur 2 Bde. erschienen; ein ,,4breg;o" dieser Geographie hat 8 Aufl. erlebt-Wichtiger iü seine franz. AuSg. der „Voeu-ro-i «Inne blinerigne ri,1i»nu->0^von Felix d'Aiara (a. d. Span., mit Anmerk. von Cuvier, 4 Bde., Paris 1809,Mit e. Atlas). (Die beiden letzten Bde. sind von Sonnini.) Don W.'S „Ili->o,i,nIiutnrello <1e8 är.nx-üle.-i", 1807 fg., sind nur 5 Liefer. mir 50 Abbild, in gerin-ger Zahl gedruckt worden. Auch gibt er eine ,,IIi-i. ^Wär-ile. <le!> her-

aus, wovon der 18. Th. Paris 1880 erschien. Seine ,ihrige» Schriften, die erzum Theil nur für Freunde hat drucken lassen, betreffen die Naturgeschichte der