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Wald
Waldburg (das Haus)
Dienen, die neuere Geographie und die Geschichte des ostind. Archipels, Polyne-siens und Australasiens; ferner das alle Corsica, das alte Ägypten, das cisalpini-sche und transalpinische Gallien ; vorzüglich hat W. über die alte Geographie degOrients gründliche Untersuchungen angestellt. Seine „I1ecl>er>-l>es
5»r l'lnt-nchni üe l',1lilg>u; zr^trulrinnaln" bilden einen Ergänzungsbandzu der franz. übersetz, der „Gesch. der Reisen und Entdeck, in Afrika" von Leyden und Hugh Murray (Paris 1821 fg.). Noch hat er eine „>utire 5ur I-, vie ct lenonviage«; cle Don d. learu", eine „Ilisi. cle Is vie ct «Ist, nuvra^es ,Ie Imlon-t-ii„< " (2 Bde.) und schätzbare Aufsitze in Mehren Wissenschaft!. Sammlungen und'Zeitschriften, z. D. imjournal", verfaßt. 20.
Wald, s. Böhmischer und bairischer Wald.
Waldbau, s. Forstwesen. (Dgl. Cotta's „Anweisung zum Waldbau",4. A., Dresden 1827, mit Kupf.)
Waldburg , ein aus den ehemals reichsunmiktelbaren Besitzungen derGrafen v. Waldburg 1803 gebildetes Fürstenthum, das in Schwaben zwischender Donau und Jller liegt, durch die Rheinbundsacte unter baltische und würtenib.Hoheit kani, auf 13) ss)W. 26,500 Emw. hak, und gegen 180,000 Thlr. Eink.gibt. Es besteht aus der Grafschaft Zeil und der Herrschaft Wurzach , beide imAlgau, den Grafschaften Wolfegg , Friedberg und Trauchburg. den HerrschaftenWaldburg (mit dem Berg- und Stammschlosse Waldburg), Ktßlegg, Waldsee,Scheer, Marstätten u. a. m. Das Stammschloß Waldburg soll Gerhard, Grafv, Thaun, im 4. Jahrh. n. Chr. (?) gebaut haben. Einer seiner Nachkommen,Babo, Graf v. Thann und Winkei stetten, der um 680 lebte, wird für den -Stamm-vater der Häuser Althann und Waltburg gehalten. Die Herren v. Waldburg be-saßen bei den Herzogen v. Schwiben und bei den Kaisern aus diesem Hause dasTruchseßamc(l)a;,isr,). 1525 erlaubte ihnen Karl sich des h. römischen ReichsErbtruchsesse zu nennen, und 1528 ertheilte ihnen der Kurfürst von der Pfalz , alsErztruchseß, die Anwartschaft auf diese Würde, welche sie 1594 zuerst ausübtenund seit der Zeit auch den Namen Truchseß als Geschlechksnamen führten.Johann, Herr v. Waldburg, der 1403 starb, ist der Stifter des Hauses Truchseßvon Waldburg . Seine Söhne, Jakob und Georg, stifteten 2 Linien. Die älterevon Jakob verzweigte sich durch dessen Enkel, Wilhelm und Friedrich. DieWilhelmsche Linie, welche Scheer und Trauchburg besaß, erlosch 1772. Friedrichtrat in die Dienste des Großmeisters des deutschen Ordens, und ließ sich in Preußennieder, wo sein Haus (s. d. folg. A.) u. d. N. Truchs.ß von Waldburg noch blüht,ohne je an den unmittelbaren Besitzungen des Hauses in Schwaben einen Antheilgehabt zu haben; denn die Besitzungen LeS erloschenen Astes von Wilhelm sind andie jüngere von Georg gestiftete Linie gefallen. Die jü ngere Linie war mit demErbtruchseßaMte beließen, welches der jedesmalige Senior verwaltete, sie theiltesich 1589 in 2 Linien. Jakobs, der im 5. Grade von Georg abstammte, ältererSohn, Heinrich, stiftete die Linie Wolfegg , welche sich in die Äste Wolfeag-Wolfeag und Wolfegg -Waldsee theilte, von denen jener 1798 erlosch, und dieserdessen Besitzungen erbte. Jakobs jüngerer Sohn, F> obeniuS, stiftetiWie Linie Zeil,und seuae Enkel, Paris Jakob und Sebastian Wunibald, die beiden Äste derselben:Zeil-Zeil, auch Trauchburg genannt, und Wurzach . 1628 wurden alle Zweigeder von Georg gestifteten Linie in den Reichsgrafenstand, und 1803 wurden dieHäupter der einzelnen Äste in den Reftbsfürstenstand, jedoch nach dem Rechte derErstgeburt, sowie die sämmtlichen Besitzungen derselben zu einem Reichsn'irsien-thum erhoben. Nach der Auflösung des deutschen Reichs legten sie den NamenTruchseß ab; erhielten aber am 23. Juli 1808 die ReichS-Erbhofmeisterwürde desKönigreichs Würtemberg, welche ebenfalls durch den jedesmaligen senior derregierenden Jurste» verwaltet wird. Es gibt also gegenwärtig 3 regierende Fürsten