Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
Seite
43
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Wales

Wall

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Werk über die seltenen Pflanzen Ungarns heraus, von welchem 1812 eine Tortsetz.erschien: „Oesariplüuic-^ et ieoiie., plant,-n»n> rarisnlnn >>!>> riaii',," (2Vien, 3Bde., Fol.). Er wurde jetzt Mitglied der gel. Gesellschaften zu Berlin, Prag, Mos-kau u. a. Wildenow nannte in s. „8pemes plantsrun, 1.inn> i" eme von ihm ent-deckte Pflanzengattung XV.->1,Uten!». Während dieser Zeit hatte GrafW., als dasfrcmz. Heer linier Bonaparte 1797 in Steiermark eingedrungen war, sich bei demin Wien errichteten adeligen Cavaleriecorps ansiellen lassen. 1808 trat er in die neuerrichtete Landwehr ein, und führte in dem Feldzuge 1809 als Major das 3. Batail-lon der wiener Freiwilligen mit solcher Auszeichnung, daß der Kaiser ihn zum Oberst-lieut. ernannte und ihm das Commandeurkreuz des Leopoldordens ertheilte. NachdemTode s Bruders 1814 übernahm er die Fideicommißherrschaften und Allodialgüterin Böhmen , wo er durch ökonomische und Fabrikanlagen den Wohlstand s. Guts-unkerthanen sehr verbesserte. Der neue Bau des großen Schlosses zu Dux, die Ein-richtung des dortigen NaturaliencabinekS, der Porzellansammlung, der Kunstgalerie,der Waffenkammer u. s. w., sind s. Werk. Zugleich gründete er Schule» für dieLandjugend und erhob aufs Neue die Tuchfabrik in DberleutenSdorf, welche 18l5ihr Säcularfefl feierte. Die ganze Verwaltung s. Güter ist ein Denkmal s. ekeln ge-meinnützigen Lebens. Leine botanischen Schätze bat er dem böhmischen vaterländi-schen Museum zu Prag vermacht. Die Güter erbte s. Bruder, Graf Ernst Phi-lipp, geb. d. 30. Oct. 1764, k. k. Kämmerer und Geheimerrath. 20.

Wales, s. Wallis .

Wal halla,Valhalla,s .Nordische Mythologie. —Auch heißtso ein vom König Ludw. vonBaiern unweit Regensburg an den llferhöhen derDo-nau gegründeter Tempel des deutschen Verdienstes, in welchem Büsten berühmterDeutschen und ein histor. Basrelief mit 600 Figuren vom Bildhauer Wagner auf-gestellt werden sollen.

Walken heißt das AuSwaschen des gewebten Tuches, wodurch es vonseinen wahrend des WebenS erhaltenen Unreinigkeiten befreit wird; mit dieser Rei-nigung wird zugleich sein Zusammenfilzen, d. i. s. größere Dichtigkeit, bezweckt.Man»walkt das Tuch auf Walkmühlen, indem man es einweicht, um die ^ ablichteaufzulösen, dann mir Seife oder seisenartigen Dingen (Urin, Schweinckoth, Wal-kererde), und einer gehörigen Menge immer erneuerten Aufschlagewassers m einemTroge (Kumpen oder Walkstocke) durch Stampfen oder Hämmer durcharbeiten läßt.Die Zeit der Erfindung der eigentlichen Walkerkunst ist nicht bekannt; korb dasReinigen der Zeuche durch Treten u. s. w. verstanden schon die ältesten Griechen,wie uns Homer berichtet. — Walkererde (Füllerde) ist eine Thonerde, die stattder Seife zum Walken der Tücher gebraucht wird. Sie hat gewöhnlich eine grau-gelbliche und weißgraue Farbe, die inS Grünliche fällt, fühlt sich sehr sanft undglatt an, glänzt, mit dem Nagel gerieben, und schäumt wie Seife, im Wasserumgerührt. Sie bat die Eiaenscha't, daß sie das Fett in sich saugt: daher ihre Ver-wendung zum Wcstken. Man findet an vielen Huten in Deutschland Walkererde,die beste aber gräbt man zu Hampshire in England.

Walkyre» odcrDisen, s. NordischeMythologie.

Wall, der Ertaufwurf, welcher jeden zu befestigenden Platz umgibt, umihn gegen das Geschütz des Feindes (ursprünglich auch gegen plötzlichen Angriff) zudecken. Insbesondere nennt man das höchste und stärkste Werk einer Festung denHauptwall. Auf ihn stützt sich in der Regel das aanze Befestigungssvstem des Hutes.Er erhebt sich zunächst LeS innern Theils der Festung steil und so hoch, als es der je-desmalige Zweck erfodert, also daßer Schutz dem Orte, Umstcht für die Vertheidiger,besonders zur gehörigen Wirksamkeit für deren Schußwaffen über die tiefer liegen-den Werke gewähre, dem Feinde hingegen die Einsicht entziehe. Er muß stark genugsem, um den Wirkungen des femdlichen Geschützes widerstehen zu können, und hin-