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und tellurischen Kräfte eingeleitet wird; daher gleichzeitig mit der Erwärmung auchdie Neigung zur Oxydation sich steigert. — Die konsequente Entwickelung und An-wendung oder Durchführung dieser Grundsätze gibt die wissenschaftliche Theorie derWärme, die aber noch ihrer Ausbildung entgegensieht, und deren erste Grundzügehier nur angedeutet werden konnten. Vgl. Meyer, „Über die Gesetze und Modisi-car. des Wärmestoffs" (Erl. 1792); Prevost's „Ilacbercbe!; .<m, I-r ob-,1«-»," (Pa-ris 1792); Rumford's „^lämoiro sur I-, elialeur" (Paris 1804) svoll der interes-santesten Versuche und neuer ?lnsichten^; Leslie, ,,^n experinient-il ingnirv int»tlie nalii,« ,uii<l ziropa^alioii ol heat" (öond. 1804). (Vgl. Wärmeve rthei-ln ng.) Ausführlicher und unter neuen Gesichtspunkten handelt über dieselbeRumford im 44. Bde. von Gilbert'S „Annalen der Physik ".
W a rmemesse r (Oiloriinätre). Die sinnreicheEinrichtung dieses Werk-zeuges, dessen Erfindung wir Lavoisier und Laplace verdanken, beruht auf demGrundsätze, daß, so lange der Wärmestoff aus Änderung des Aggregatjustandesder Körper verwendet wird, sich keine fühlbare (dem Thermometer bemerkliche)Wärme zeigt. Wenn man also Eis, welches genau die Temperatur des Gefrier-punktes hat'), auch der größten Hitze aussetzt, so wird man doch so lange nur eis-kaltes Wasser erhalten, als noch E>? zum Schmelzen vorhanden ist; erst nachherwird das Wasser sich zu erwärmen anfangen. Also aller, einem in eine hinreichen-de Menge Eis von der angegebenen Temperatur gehüllten Körper entzogene!' Wärme-stoff wird auf Bildung eiskalten Wassers verwendet, dessen Menge daher offenbarder entzogenen Menge Wärmestoffs gemäß ist. Nun haben die verschiedenen Kör-per auch eine verschiedene Fähigkeit für den Wärmestoff, d. h. sie werden wederdurch Ausnahme gleicher Mengen desselben auf einen gleich hohen Teniperakurgraderhoben, noch durch Entziehung gleicher Mengen desselben bis zu einem gleichenGrade erkältet; und diese Verschiedenheit ihrer eigenthüml. (specifischen) Wärmemißt man »ach Maßgabe des Vorangeführten an den verschiedenen EiSmengen ab,die sie beim Herabsinken von einem gleich hohen auf einen gleich niedern Grad derTemperatur respective zu schmelzen im Stande waren. Die dazu vorgerichtete Ma-schine aber, bei welcher noch Einrichtungen getroffen sind, um das zum Experimenteselbst bestimmte E?S durch eine zweite Eislage vor fremdartigen Temperaturein-flüssen zu schützen, heißt, wenngleich sich noch einige Bedenklichkeitcn gegen die voll-kommene Zuverlässigkeit der dadurch erhaltenen Ergebnisse aufdringen, immer nochpaslich genug, Wärmemesser. 0. A.
W ä r m e v e r t h e i l u n g auf der Erdoberfläche. Einige Phvsiker, wieDe la Mökherie, nehmen eine ursprüngliche Wärme des Erdballs alsGrund dcrur-anfänglich flüssige» Gestalt desselben vor der.Niederschlagsbildung an. Diese Urwär.nie. glaubt man, sei noch immer mderEentralwärmedcsErdkörperSvorhanden; dennWärme (si d.) fei überhaupt eine der Materie an sich inwohnende Eigenschaft,welche die ohne sie todte Masse belebe, woraus die Ausdehnungskraft der durch ge-genseitige Anziehung zur Ruhe sich hinneigenden Körpertheilchen entstehe. Um denGrad dieser noch vorhandenen Erdwärme zu bestimmen, müßte man tiefer, als bis-her möglich war, in das Innere des Erdballs eindringen. Mehre Beobachtungen ha-ben zwar gezeigt, daß die unterirdische Wärme mit der Tiefe selbst zunimmt; alleindie Temperatur hat^n unserer Breite in einer Tiefe der Erdschichten von 100 —2400 und 3000Fi>ff, selten mehr als 10—12" R. über dem Gefrierpunkte betra-gen. Die Wärme auf der Oberfläche der Erdkugel ist verschieden sowol nach derBreite oder Polhöhe (s. Erdstrich »nd Sch neel i n ie) und nach den phnsischenJahreszeiten, als auch nach der Hohe und nach der Beschaffenheit des Bodens.Sie hängt demnach zuerst ab von der Höhe der Sonne über dem Horizonte und von
*) Wäre das Eis kälter, so würde seine Temperatur erst bis auf diesen Punkt er-höht werden,