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Zwölfter Band. W bis Z.
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96 Wasserschraube Wassersucht

schlag gethan, Ohnmacht ahne Aderlaß zu bewirken, v. Nasse macht in dieserRücksicht aufmerksam auf das von Parrv versuchte Zusammendrücken der beidenKopsschlagadern, aufda? er in einem Falle Schlaf, in einem andern deutliche Vor-boten der Ohnmacht beobachtet habe. Auch kann in dieser Beziehung ein von Rossibeobachteter Fall wichtig sein, wo ein von einem tollen Hunde gebissener und anWasserscheu leidender Mann, nachdem er der Einwirkung einer Dolta'schen Säulevon 20 Plattenpaaren ausgesetzt worden, sofort von seinem Übel befreit ward, in-dem während des SchließenS der Kette Ohnmacht stattfand. Am wichtigsten istes, der Wasserscheu durch Verminderung der unnützen Hunde vorzubauen; dieekelhafte Narrkeit der Hundeliebhaberei stürzt Tausende von Menschen in diesenschaudcrvollen Tod. Auch mit dem Magnetismus hat man, mittelst des Ba-quckS, Versuche zur Heilung dieser Krankheit und Verhütung derselben, dochbis jetzt ohne entscheidenden Erfolg, angestellt. S. Wolfart'S „Jahrbücherfür den Lebensmagnetismus". II.

Wasserschraube (Archimedische) oder Wasserschnecke, einenach ihrem Erfinder benannte, sehr sinnreiche hydraulische Maschine, zur Erhebungdes Wassers. Uni eine gegen den Horizont schiefliegende Spindel windet sich, nachArt eines SchraubenqangeS, eine Rohre, welche oben und unten eine Ostnung hat.Die untere tritt ing Wasser, wird davon erfüllt, und dasselbe, beim Umdrehen derSpindel, allmählig durch die Schraubengänge geführt, bis es oben ausläuft. Ander Theorie dieser Maschine haben sich die berühmtesten Geomet. r ohne befriedigen-den Erfolg versucht. Ihre praktische Anwendung ist äußerst mannigfaltig. Wei-tere Erörterungen darüber findet man inKarsten's „Lehrbegr. der gestimmten Ma-thematik" (Greifswald 1171). im 6. Thl., Abschn. 36 und 37.

Wasserstoffgas, s. Gas.

Wa sferstraßen. Nichts befördert besser den Verkehr unter den Men-schen als die Wasserstraßen. Den viele» Wasserstraßen, die Griechenland wegenseiner Insellage hatte, verdankt es einen großen Theil seiner frühern Bildung. Das-selbe gilt von Europa , das unter allen Ländern die meisten Küsten und die höchsteBildung hat. Lag es geschlossen, wie Afrika , so ward es dieser Bildung nie theil-haftig. Die natürlichen Wasserstraßen hat man noch durch künstliche zu vermehrengesucht. Dies sind die Ea nä le (st d.), deren Holland so viele hat, und auf derenBau Frankreich und England so große Summen verwenden. In nördlichen Län-dern haben die Eanäle dar Unangenehme, daß sie einen Theil des Jahres nicht fahr-bar sind, wo sie das Eis bedeckt; dann tritt jedoch Schlittenbahn ein und verbin-det die Menschen. Die wohlfeilste Wasserstraße ist aber das Weltmeer, auf dem einSchiff, bei günstigem Winde, in einem Tage 4b Meilen zurücklegt. Auch sindkeine Frachten in der Welt so wohlfeil als die Seefrachten. Man rechnet, daß 500Meile» Seefracht mit 25 Meilen Stromfracht (zu Berg oder gegen den Strom)und 6 Meilen Landfracht gleich stehen. Welchen Einfluß dieses auf den Han-del, besonders auf den Kornhandel hat, ist leicht zu erachten.

Wassersucht istderjenige krankhafte Zustand des thierischen und mensch-lichen Körpers, welcher in einer regelwidrigen Anhäufung wässeriger oder lym-phatischer Flüssigkeit sowvl in einer von den Höhlen des Körpers als auch unterder äußern Haut besteht. Es gibt daher verschiedene Arten von Wassersucht . Istdie lymphatische Flüssigkeit innerhalb der Höhle des Schädels, so heißt es Hirn-wassersucht, auch innerer Wasserkopf (s. d.X Ist die Wafferanhäusungzwischen dem Brustfell und den Lungen in der Brusthöhle, so heißt die KrankheitBrustwassersucht. Die Herzbeutelwassersucht besteht in einer An-sammlung von wasserähnlicherFlüssizkeit in dem häutigen Sacke, welcher das Herzumschließt. Bei der Bauchwassersucht sammelt sich diese Flüssigkeit i» derBauchhöhle. Als eigne Art wird die Sackwassersucht hierher gezählt, beiwel-