Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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Waterloo (Anton) Watt 103

sei nämlich am 16. mit dem ersten Corps, stakt nach Boy zu marschire», dem Be-fehle Ney's zufolge, auf den lmkcn Flügel zurückmorschirt (s. Quan e-Bras).und Grouchy, der mir 35,000 M. bei Wavre gestanden, habe am 18. nickt aufdem kürzesten Wege die Dyle überschritten, um sich mit dem rechten franz. Flügelbei MontSt.-Iean zu vereinigen. Insbesondere sucht O'eneral Berkon Rogniai'sBemerkungen über die Schlacht bei Waterloo (s. Rogniat's ,,t'.ou,->ül< .-.„r

I'nrt <le I-, gur, rr") nach Iomini's System zu widerlegen. — Napoleon selbst führt2 Ursachen an, warum er die Schlacht verloren habe: 1) Hätten die t, »irr-ä elie-e-il und die Reservecavalerie ohne seinen Befehl und ebne sein Wissen äuge:griffen; 2) Grouchy sei nicht eingetroffen; allein Grouchy halte den von NapoleonVormittags gegebenen Befehl, sich auf den rechte» Flügel der Franzosen heranzn-ziehen, durch den Obersten Zenowicz erst am 18. Abends nach 5 Uhr erhalten. S.„Opillivii 5»>r l'.'itl.'iiin ele IVaiei lon" (vom Obersten Zenowicz, 1820). Gen. Ge-rald hatte jedoch dem Gen.Grouchy gerathen „elv i>,.iirl»i .ein l<? nanoi, cl« IV>>i-z,t-ieu>". Allein Grouchy wollte ohne Befehl von Napoleon keine „giieirr <>7n-6,,iiati,„>" führen und blieb zu Sark ä LLalain stehen. — Napoleon befand sich.wie er selbst erzählt, persönlich in grosser Gefahr. Als die Engländer gegen das EndederSchlacht ihrerseits angriffen, kam ein The>l ihrer Reite,ei mit Scharfschützendem Platze nahe, wo Napoleon sich befand. Tiefer stellte sich an die Spitze einesBataillons, liess feuern, wollte angreifen und sterben; allein Soult siel seinemPferde in den Zügel und rief: „Man wird Sie gefangen nehmen, Sire, und nichttodten!" Dadurch gelang es ihm und den GeneralenDrouot, Bertrand und Gour-gaud, den Kaiser von, Schlachtfelde zu entfernen. Doch Napoleon rief öfters aus,und noch auf Helena: „.lAniuis du inoni ir ü >Vswi lcu>!" — Ein anschaulichesBild von dieser Schlacht, wenngleich nicht von einem militairischen Gesichtspunkte,hatW. Scott in s. „I',iul'! lelteüvii I>i! bimlolb" entworfen. M. vgl. „stuelg.<>(,minie»! !iir >3 liiit. ile >Valer>»o" vom Gen. Gerald, 1829, und „Ueiliii I>!cilüervat. cl» Oe». 6äi.ir<l !»r Is bat. (le 5V. en lepoii!» !> äli. <1r- t-r»»eliv"(Paris 1830). — Am Tage vor der Schlacht hatte der Gen.-.Maj. v. BourMont(Kriegsminister 1829) Napoleon verlassen und war zu den Engländern übel gegan-gen. Darauf beziebt sich das mehrmals aufgelegte Gedicht: „^Vulei lno au si-W.Ijonriiikint", von M> ry und Barthelemy (Paris 1829). I'—I. — K.

Waterloo (?lnton), ein geschätzter niederländ. Maler und Kupferstecher,geb. zu Utrecht (n. A. zu Amsterdam 1618), lebte fast immer in Utrecht und stelliein s. Werke» meist nur Gegenden und Landschaften von Utrecht dar. Seine Land-schaften hat Wceninp mit Menschen- und Thierfiguren stafsirt. Sie sind treue Naturdarstellungen, durch klare Beleuchtung gehoben. Auch radirte und stach er viel,was man bei Bartsch angeführt finde» kann. Er soll in Dürftigkeit im Hospitalgestorben sein.

Watt (James), der berühmte Verbesseret der Dampfmaschine (s. d.),geb. d. 19. Jan. 1536 zu Greenock , wo s. Vater Kaufmann und ein eifriger Be-förderer vieler gemeinnützigen Unternehmungen war, wurde bei sekr schwächlicherGesundheit schon alsKnabe zu jener Gewohnheit dcü einsamenFleisses hingezogen,der er während s. gan;en Lebens treu blieb. In s. 18. I. ging er nach London undarbeitete unter einem Werkmeister, der wegen seiner mathematischen Instrumenteberühmt war; nach einem Jahre aber nöthigte ihn s. Kränklichkeit, m dieHeimathzurückzukehren, und dies scheint der einzige Unterricht gewesen zu sein, den er em-pfing. Alle s. übrigen Kenntnisse verdankte er dem eignen Fleiße; s. Talente ent-wickelten sich aber so früh, dass ihn in s. 21. I. die Universität zu Glasgow alsVerfertiget mathematischer Instrumente in Dienst nahm. Schon 1764 begann ers. Verbesserungen der Dampfmaschine, worauf er jedoch erst 5 I. später ein Patenterwarb. Seitdem lebte er bis 1774 als Baumeister in Glasgow , wo er zu mehren