Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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Weigel (Karl)

er auf dem Wege der Untcrkandlung nicht frei werden konnte. W. ging nach L)l-mütz, wußte die Umgebungendes in ungerechter Haft Gehaltenen tu gewinnen, undsetzte den erstaunten Lafarette von Allem in Kenntniß, was zu seiner Befreiung imWerke war. Noch in einem Schreiben vom Monat Mär; 1826 dankte ihm deredle Greis und ersuchte ihn „st'mliir ,»e.e ,eoen>m>i5r->me tinwiee u tvutes Ie-!i;>cr!.»iii>e^ <;>>> »nl eoirziero -,vee raus uiix imixzuex du Iionlü et elo ng >>>j>stkie<><,nt I 05 ;>i iüoiiiiiers <!« Olioütti out rite lohsct, Or; N i^l läulo ste Sou-venir uu cko «vliitituclo gue nous n'ex;>rimons ;>.vs ä oliuoiin be (ziie »ousn'ovoiis ;uis oesse <I'e;nou,er dinrs los vicissiluilos >!o nnlra vie. älsis laeiiiinte >Io !>,« eoingronictti e —-N i et,- li in.vniü st.vlion (1o nies sontiniens

noiie <-e<i r.Iwlii-ns .NN!S".—?sus Schonung für s. Ältern nahm er aber an derAusführung des Plans keinen direeten Antheil, sondern brachte, als das Unterneh-men mfflang, indem zufällig ein ostr. Reiterregiment auf dem Marsche in der Um-gegend von rftlmütz einquartirt lag , die Papiere und die Summen, die er in Ver-wahrung harre, bei einem vertrauten Hause in Sicherheit. Sein Besuch bei La-fayette und fein Mitwissen nin die Sache war bekannt geworden; gleichwol ent-ging er, da man in s. Papieren nichts Verdächtiges gefunden hatte, durch folgendenUmstand der wettern Untersuchung. Es hatte ihn der portng. Gesandteam däni-sche» Hofe, der Graf Souza-Eoukinho, in dem Haufe des verst. Grafen v. Schön-feld zu Wien kennen gelernt und ihn als Arzt unter sehr angenehmen Bedingungeneingeladen, mit ihm, der kränklich war, nach Italien zu gehen und in die Dienste desKönigs v. Portugal zu treten. Dies sicherte den l>. W. vor wettern Unannehm-lichkeiten. Er reiste mit dem Grafen nach Italien und Sicilien. Von hier wollte ernach dem Archipelagus und nach Konstantinopel reisen, als der schnelle Tod s.Vaters und die Bitten s. Familie ihn zurückzugehen bestimmten. Während s.Aufenthalts in Wien, Venedig. Florenz, Rom und Neapel harteW. auf den da-mals schwel' zugänglichen Bibliotheken wichtige griech. Handschriften gefunden undsie theils abgeschrieben, theils verglichen, so z. B. alle 16 Bücher des AetiuS vonAmida, über den er eine eigne Schrift herausgab, und von welchen nur 8 gedrucktsind; ferner die berühmten xergam. Cotd. in Uncialschrift des DivSkondeS, dieverlorenen Schriften des Älius Promoms, des Paulluü von Nieäa, deö Alexan-der AphroklsienfiS, des Piellns u. A. ?tußerdeni aibeitete er auch für befreun-dete Gelehrte, für s. väterlichen Freund Henne, für den Baron Locella, für Schnei-der, Wagner, Tstschnkke m A,— Zurückgekehrt m s. Vaterstadt,,, widmete er sichdem akademischen kleben, hielt Vorlesungen über griech. und lat. Arzte :e. und gabdie „Ital. medicinisch-chirurgische Bibliothek'' — die ersten Theile in Verbindungmit Pros. Kühn, die spätern allein ^—, sodann den griech., ital. und deutschen Theileines neugriech. Wörterbuchs heraus, das bisher ganz gefehlt hatte. Da sich aberihn» bei der Universität Leipzig so wenig als in Görtingen, wohin er 1791, von s.Gönner Henne eingeladen, der ihm eine außerord. Professur von Hanover aus zu-sicherte, gegangen war, eine Aussicht Zeigte, indem die Zahl gelehrter Vorwärmersobald keui Einrücken hoffen ließ, so begab er sich 1198 abermals nach Wien , uinPet. Frank, der wie sein Sohn Joseph der Brown'sche» Lehre ganz zugethan war,in den dortigen klinischen Anstalten zu begleiten. Der damals herrschende Geniusder Krankheiten begünstigte das in sich so abgeschlossen scheinende Brown'sche Sy-stem, welches die meisten jungen Ärzte zu Anhänget » karre. Indeß folgte W. demehrwürdigen Frank nicht blindlings, gewarnt durch s. Freunde Nord, Plenk u. A.,mehr noch durch die oft so traurigen Resultate einer stürmischen Behandlung derKrankheiten. 1199 kehrte er nach Sachsen zurück und ließ sich in Meißen nieder.Seine Erfahrungen aus Wien leiteten ihn so glücklich, daß er in kurzer Zeit eine s.pbl'sischen Kräfte übersteigende Praxis hatte. Bei dem dort herrschenden sehr bös-rrigen Scharlachfieber wendete er als Prophylaktieum schon 1801 die Belladonna