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Hauses. Dennoch wurde der Wunsch, Rußland wieder verlassen zu können, täq-lich lebhafter in seiner Seele. 1787 kani er mit zu der großen taurischen Reise,die ihm jedoch theils durch Gichtschmerzen, theils durch seme Reisegesellschaft ver-bittert wurde, wie er denn, nach Beendigung der Reise, ernstlich an seine Rück-kehr nach Deutschland dachte. Er bat daher 1789 bei der Kaiserin uni Urlaub aufein Zahr, den er, nebst der Zustcherung seines GehaltS auf diese Zeit, auch erhielt.In Gesellschaft einer Gräfin Baratinska bereiste er mehre deutsche Städte, dieNiederlande, Wien, hielt sich theils in Manheim und 1794 in Heilbronn auf,wo er den „Entwurf einer einfachen Arzneikunst, oder Übersicht des Brown'fchenSystems" schrieb, welche hernach Frank ins Italien. , Berrin ins Franz., Man-zano ins Span. übersetzte. Ferner schrieb er 4 Hefte eines „Magazins derBrown'-schen Arzneikunst", s.„Med.-praktisches Handbuch", den „Neuen Philosoph. Arzt"in 3 Bdn., und einige Kleinigkeiten. Allen Anträgen, ein Amt anzunehmen,zog er s. ruhiges Leben in Heilbroun vor. In derFolge begegnete ihm aber auch dortManches, was ihm das Leben verbitterte und seine Gesundheit zerrüttete, beson-ders Unglück in s. Familie. Mit Anfang 1801 bekam er einen Anfall von beinaheallgemeiner Gicht. Das Bad zu Baden-Baden verschaffte ihm einige Linderung,jedoch nicht auf die Dauer. Er hat sein Leben selbst beschrieben. — W. warder Erste, welcher die Grundsätze der Brown'schen Lehre in die teutsche Litera-tur verpflanzte. Die dadurch erregten Streitigkeiten trafen auch ihn vorzüglich,und da er nicht selten durch die hitzigen Ausfälle der Gegner gereizt wurde, sowar seine Vertheidigung ebenso derb als bitter. Er starb d. 25. Juli 1803 zuBrückenau .
Weiland (Peter), Prediger bei der Nemonstrantengcmemde zu Rot-terdam , ein um die holländische Sprache und Literatur sehr verdienter Gelehrter,geb. zu Amsterdam 1754, studwte auf der lat. schule zu Gouda , und seit1773 Theologie zu Leuten, wovon de Wynperfe, Allamand, Valckenaer, Ruhn-keniuS, SchultenS und Hollebeek s. Lehrer waren. Er konnte sich nicht niit denLehrsätzen der dortrechter Vynode und deren Formularen vereinigen; daher hielter sich zu den Arminianern und wandte sich an das Seminarium der Remonstran-ten, das ihn, nachdem er öffentlich s. Überzeugung von der Lehre der christlichenToleranz erklärt und Beweise s. Fähigkeiten gegeben hatte, als Eandidaten derRemonstrantengemeinden aufnahm. 1781 wurde er Prediger zu Woerden ,1783 zu Utrecht und 1785 zu Rotterdam , wo die größte Verbrüderung der Re-monstranten sich befindet. Während der politischen Unruhen in Holland war W.zwar der patriotischen Partei ergeben; allein Mäßigkeit, Ordnung, Ruhe undGehorsam gegen die LandeSgesetze waren die Grundsätze s. Verhaltens; daher hielter sich von thätiger Theilnahme entfernt und lehnte sowol die Stelle eines Rathesder Stadt Rotterdam ab, als auch den ihm 1798 von dem vollziehenden Ratheder batavischen Republik fast aufgedrungenen ehrenvolle» und einträglichen Po-sten eines Agenten der innern Angelegenheiten. 1815 trug ihm der jetzige Königeine Professur der Literatur und Philosophie bei der Universität Utrecht an; ermußte sie aber auch s. Alters und andrer Ursachen wegen ablehnen. Um so mehrhat W. als Schriftsteller gewirkt. Die ö1->.->l;nli->p,,v wt »„t van't vl^nieeuertheilte s. Abhandl.: „Über das Recht auf das eiane Urtheil in der Religion undüber die Verbindlichkeit desselben", deßgl. der: „über die beste Art, der Jugendbereits in den Schulen gesellschaftliche Tugenden einzuflößen", den Preis, und dieGesellsch. kUndinn, Si-ientlsium xenitilx krönte s. Gedicht „über die wahreGlückseligkeit in diesem Leben". 1805 erschien auf Befehl der Regierung Wei-land's „Holländische Sprachsünde", deren Regeln in allen Dikasterien und Schu-len noch jetzt befolgt werden, und die seit 1818 auch in allen Schulen der südlichenProvinzen eingeführt ist. Sein „Großes holländisches grammatikalisches Wörter-