Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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buch" (1790—1911) und sein „Handwörterbuch der Heiland. Sprache" fandenallgemeinen Beifall. Auch war er Mitarbeiter an Landrös „Franz.: hell. undholl.-sranz. Lexikon", wovon eine zweite Aufl. erschienen ist, und an einem„Synonymischen Wörterbuche" (1820 fg.), das erste dieser Art in Holland. Au-ßerdem hat er eine Sammlung von Predigten und, ohne sich zu nennen, einigetheologische und literarische Schriften herausgegeben. König Ludwig ernannteihn 1807 zum Mitglied des Ausschusses für die Bestimmung des neuen Maßesund Gewichts. W. ist Mitglied der ersten niederländischen wissenschaftlichen Ver-eine. Seine Vortrüge als Lehrer athmen den Geist reiner Religiosität. Im Um-gänge ist er sanft, bescheiden Und gefällig. Weiland'S Bild hat der verst. Schös-sen gemalt, und der Buchhändler Allart in Kupfer siechen lassen. Unter seinenSöhnen ist ein Rechtsgelehrter, der mehre von Jean Paul'S Werken, ungeach-tet der Schwierigkeiten der holl. Sprache, vortrefflich inS Holländische über-setzt hat.

Weille r(Kajetan v.),bis 1823königl.bairischerStudiendirector, geb.d.2.Aug. 1762 zu München von armen bürgerlichen Ältern, begann und vollendetedaselbst von 1772 — 83 seine wissenschaftliche Laufbahn. Philosophie undTheologie zogen ihn am meisten an, und er erhielt bei diesen Ltkutien die ver-diente Auszeichnung der Eminenz. In der geistlichen Beredtsamkeit erhielt er diesilberne Preismedaille. Nach seinem Abgänge vom Lvceum übernahm er beimLandesregierungsvicekanzler von Pettenkoffer eine Hofmeistcrstelle und ward d. 21.Mai 1785 in Freisingen zum Priester geweiht. Als er jene Stelle verließ undkeine öffentliche Anstellung finden konnte, setzte er den schon seit 1786 ertheiltenPrivatunterricht in den höher» Wissenschaften wieder fort und lehrte zugleichMathematik,n der Anstalt von Adrian v. Riedl, sowie Philosophie und Theologiebei den Thearinern. Damit verband er 1790 auch eine Seelsorge. 1792 kamer zwar als Lehrer der Mathematik, Geschichte und Religion an die Realschule,allein ohne Gehalt, und seit d. Dec. 1794 mit einem Wartcgeld von 100 Gulden,sotaß er immer noch den Unterhalt für sich und s. Mutter durch Privatstunden ver-dienen mußte. 1795 gab ihm der Münchner Magistrat einen Zuschuß. Seit1793 schrieb er mehre Schu'reken und Abhandlungen über Erziehung und enipfahlsich dadureb so sehr, daß er 1799 Pros. der praktischen Ppilosoy,hie und Päda-gogik, dann Reckor des Lyceums ward. In d. I. gab er auch „Über die gegen-wärtige und künftige Menschheit; eine Skizze zur Berichtigung unserer Urtheileüber die Gegenwart und unserer Hoffnungen für die Zukunft" heraus. Eine Reihepädagogischer und philosophischer Schriften folgten aufeinander: „Versuch einerJugendsünde"; „Mein Glaubensbekcnntniß über den Artikel der alleinseligma-chenden lateinischen Sprache; ein Eommentar zu meinem Wunsche, der Ein-tritt u. s. w." (beide Schriften 1800); „ErbauungSreten für Studirende inden höher» Classen" (3 Bde., 1802—4). Im Juni 1802 belohnte die Univer-sität Landshut s. Verdienste durch die freie Ertheilung der philos. Doctorwürde,nachdem er schon im Mai in die Akademie der Wissenschaften als ordentl. Mit-glied der philologisch-philosophischen Classe, jedoch mit Beibehaltung der Recro-ratsgeschäfte, getreten war. In kems. I. erschien s. „Versuch eines Lehrgebäu-des der Erziehungskunde" (1. u. 2. Bd., 1805); dazwischen „Mutschelle'S Le-ben" (180Z); „Der Geist der allerneuesten Philosophie der Hrn. Schelling, He-gel und Comp." (1. Hälfte 1804, 2. H. 1805); „Anleitung zur freien An-ficht der Philosophie" (1804). Daran schloß sich „Verstand und Vernunft" (1806).In d. Z. nöthigte ihn seine geschwächte Brust von 1806 — 9 die Vorlesungenauszusetzen, welche er dann über Geschichte der philosophischen Systeme und überPhilosophie überhaupt wieder begann. Durch die Gleichstellung der allgemeinenSectionen auf den Lyceen und Universitäten ward sein Rectvrat in ein Directorac