Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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Wein

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bei zwar die Farbe bleibt, Stärke, Geistigkeit, Gerlch und Geschmack aber ver-loren geben; endlich da? Bäckern, wobei sich Geschmack und Geruch sehr ver-schlechtem. Alle diese Ilbel aber lassen sich, und -war um so leichter, je schnellerim Entstehen man dazuthut, wieder heben.>— Man unterscheidet den Wein in garviele Arten und Sorten nach dem Gewächs, nach der Lage des Standorte?, derFarbe der Beeren, deni Geruch und Geschmack des Saftes, der Zubereitung undBehandlung, dem Alter der Stöcke, der Beschaffenheit des Bodens, des Jahr-ganges, des Vaterländer, der Provinz u. s. w. Dicke Weine sind solche, welchewenig Phlegma, aber desto mehr Weingeist, erdige und salzigeTheile bei sich füh-ren; seine Weine haben viel Phlegma, wenig Schwefel, etwas von fluchtigenTheilen und eine gewisse liebliche Schärfe. Nach der Farbe ist der Wein entwederweiß oder roth. Nach dem Geschmacke sind einige sich und lieblich, andre säuerlich,streng, herb, noch andre zwischen sich und herb, und diese hält man für die vor-züglichsten. In Ansehnng des Geruchs (der Firne) schätzt man einen angenehmen,den Erdbeeren ähnlichen Geruch. Nach dem Alter sind die Weine entweder jungoder alt und abgelegen, oder mittlere. Doch ist der Sprachgebrauch dabei verschie-den. In Frankreichs inländischem Handel hält man den Wem für neu, der ersteinige Monate alt ist, und den für alt, der über ein Jahr abgelegen hat. Franzö-sische Weine, die über 2 I. alt sind, verlieren schon w-edcr. Doch machen einigeSorten Bordeaux -, Orleannois-, Burgunder-und Roussillonweine davon emeAus-nahnie. Die teutsche» 'Weine werden besser, gesünder und vollkommener, je älter siewerden. —Unter den curop. Weinen sind die Ungarweine vorn ersten Range.Es gibt dunkelrothe,bleichroibe, dunkelgelbe,bleichgelbe, wafferklare,grünliche u. s. w.;von Geschmack süße, bitterliche, säuerliche n. s. w. Manche kommen denRheinweinen, andre dem Champagner n. s. w. nabe. Viele Sorten haben mcdici-nische Kräfte und sind den Kranken zu empfehlen. Berühmt sind der Tokaier, derAusbruch von Sk.-George», Badakscbou,Schickloch u. s. w., dieweißenWeinevonNcßnul, Szabadhegv, Eisenbnrg, Rüst, Schag, Sranto, Ersch, Totschav, die ro-then von Menesch, Ofen, Schiklosch, Harschanv, Gpuit,Fü»fkirchen, Serard, Hi-degut, Erlau u. s. w. Bekannt ist der prächtige und große Weinkeller zu Tvrnau.Das g'eckte Faß enthält 2010 Eimer. Die sicbenbürger Weine sind den ungarischenMittelsorren ähnlich. In Kroatien und Dalmatien gewinnt man besonders guterothe Weine. Die Moldau und Walachei liefern edle und schmackhafte Sorten,die i» die angrenzenden Länder verführt werden. Zu Deutschlands edlen Weinengehören der Rhein-, Neckar -, Mosler- und Frankenwein (s. d.) Diemosler Weine sind von weißer und rother Farbe und lieblichem Geschmack. Für dieGesundheit sind sie am zuträglichsten, wenn sie ein Jahr alt sind. Die steiermärki-schc» Weine sind eine Mitrelgattung deutscher Weine. Die vorzüglichsten fallenim marbnrger und liller Kreise u. s. w. Die Grafschaften Görz und Gradiska lie-fern den Refosco, Piccolit, Rebnlia und Zibidin, gute dorten von rother und wei-ßer Farbe. Ostreich, besonders Niederöstreich, liefert Wein in großer Menge undzum Theil von solcher Güte, daß er guten ausländischen Weinen an die Seite ge-setzt werden kann, obgleich der Handel damit ins Ausland nicht beträchtlich ist. ZnTirol, dessen Weinbau sehr beträchtlich ist, fallen die besten Lorten an den Ufernder Etsch . Der Traminer oder Marzimin, ein lieblicher Wein von rother Farbe,gilt für den vorzüglichsten. Noch stärker ist der Brirener. Ferner sind berühmt derLeitacher, Altpfeiffer, Kichelberger, Ascheigner, Eoccia d'oro. Sie halten sich aberalle nicht leicht über einige Jahre, und müssen wohl abgewartet werden. Mä hrenbaut weiße und rothe Weine, größtentheils von gleicher Güte mit den östreichischen.Böhmen hat s. meisten Weinbau an den Ufern der Moldau und Elbe . Für dieersten Sorten k.ilt man den rochen Melnicker, ten Außiger u.s.w. — Die epdchwei zerzeugt gute Dorten rother und weißer Weine, unter denen die von La Vaux und La