152
Wein
Cote die berühmtesten sind. In dem Fürstenthum Neuenburg (Neufchatel) wächst 1beim Dorfe Cortaülod ein vortrefflicher Wein, den die Ausländer dem besten Chain- 1pagner undBurgunder noch vorgehen. Die walliser Weine sind ebenfalls vorzüglich, jbesonders in den« «triche zwischen Brieg und St.-Maurice . Man unterscheidet !2 Sorten: Coguempin und Vin de la CAarque. Der Martinacher, vorn Fuße !des St.-Bernhard, ist ausgezeichnet durch Stärke und Feuer. Andre gute Sor-ten aus Neuenburg, aus den Cantonen Zürich und Bern übergehen wir. —Frankreich erzeugt fast in allen seinen Provinzen Weine, vornehmlich in !Champagne, Bourgogne, Gascogne^ Guienne, Languedoc , Provence, Rous- ^sillon, Anjou, Orleanois, ?lunis, Eaintonge und auf Corstca. (S. Bor- ;deaupwein, Burgunder, Lhampagner, Roussillonweine u. s. lw.). — Italien baut vortreffliche Weine, von denen hauptsächlich der Sy- lrakuser, die sardinischen. neapolitaniseben und toscanischen ausgeführt werden.Im Kirchenstaate wachsen die besten Sorten um Drvieto, weiß und süß, um iMonte Fiascone, ein angenehnier, rörhlicher Muskateller, um Viterbo , Llvania, ^Ardea, bllbano, Monremalo, Perugia , .stseapel liefert den berühmten Falerner, ^welcher am bastschen Meerbusen gewonnen wird, und dick, hochroth, süß und feu- trig ist. Der Chiarello oder Chiarello piccante ist hellroth, leicht und lieblich vonGeruch und Geschmack. Den ersten Nanz aber behauptet der berühmte Lacrymä iChristi (s. d.). Calabrien liefert einen trefflichen rothen Museateller; ferner den ;Vin greco von gelber Farbe und a. Sorten. Licilien eneugt theils feurige, theilssüße und angenehme Weine. Unter jenen ist der Faro , unter diesen der «prakuser lder berühmteste. Die sardinischen Weine gleichen mehr den spanischen als den fran-zösischen. Unter die besten rechnet man die, welche um Algheri, Cagliari und amCap de ^ogudori fallen. Auch Venedig, Genua und Toscana haben starken Wein-bau. — DieWeinc LtpanienS sind im Allgemeine» stark, dick, lieblich und feu-rig, und werden viel ausgeführt. Neucastilien liefert den Valdepennas, einenburgunderähiilichen Dlchwei», den leichten rothen Foncarrel und den angenehmenweißen Ribadavia; Granada de» bekannten Malaga , von dem es eine rothe undeine weiße Sorte gibt; Lpevilla den köstliche» ch'eresivein, von dem es 2 Sortengibt, deren eine weiß und süß ist und Pajarete oder Pararete beißt, die andre bit-terlich und magenstärkend ist und Vin seco genannt wird; ferner den Tinto de Rota(Tintowei»), einen dicken rothen Wem u. f w.; Valencia den süßen Alicantwein,den Benicarlo ; Catalorsten teil weißen Malvasta, den süßen und rothen Garna-cha und ».Sorten; endlich eNavarra den berühmten Peralta, einen starken wei-ßen Wein, bekannt u. d. st). spanischer L>ect. Auch Mureia, blragonien und Ma-jorca liefern vielen und treffliche» Wein. Ferner zieht Spanien auch aus seinenaußereuropäischen Besitzungen verschiedene Weinsorten. Die canarischen Inselnliefern starke, liebliche und süße Sectweine, die in Menge verfahren werden. —Unter den porrugie f> sch en Weinen ist der vorzüglichste der Portwein. Auchan den Ufern des Wjo, in Alentejo und Estremadura wächst ein guter Wein; Faro liefert guten weißen Wein, und Ldetubal Muskateller. Die azorifchen Inselnversenden eins Menge ihrer Weine (-2. Madera.) — In den türkischenStaaten haben außer der Moldau und Walachei (s. oben) auch Bulgarien undDobroge, Narolien und Serien beträchtlichen Weinbau. Unter den griechischenInseln sind wegen ihrer Weine Scios und Cvpern (s. d.) am berühmtesten.Endlich nennen wir noch.die Krim , welche treffliche weiße Weine, meist von leich-ter Art, erbaut. — Von den außereuropäischen Weinen , so weit sie nicht schonangeführt worden, kommt nur ein einziger auf unsere Märkte, nämlich der Cap-wem (s. Cap), unter dessen verschiedenen Sorten der rothe Constantiawein undder sogenannte Peterswein die vorzüglichste» sind. S. Henderfon'S „IIUlm e >-saiwleut anst luoält.l .vine'd" sv0ud. 1l>2i, ^.); Iullian's „ Iuzu'gn.njstiie stv